Kontakt & Service

Cologne Institute of Conservation Sciences

Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft

Lehrende

Prof. Dr. Susanne Wegmann

Prof. Dr. Susanne Wegmann

Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS)

  • Telefon+49 221-8275-3667

Professur für Kunst- und Kulturwissenschaft

Dr. Esther Meier

Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS)

  • Telefon+49 221-8275-5246

Kunstgeschichte

Prof. Adrian Heritage

Prof. Adrian Heritage

Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS)

  • Telefon+49 221-8275-3517

Conservation Philosophy

Dr. Doris Oltrogge

Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS)

  • Telefon+49 221-8275-3186

Kulturgeschichte / Quellenkunde

Ehemals Lehrende

Prof. Dr. Ulrike Bergmann

  • Telefon+49 221-8275-3642

Seniorprofessorin

Kulturwissenschaften (Kunstgeschichte)

Restauratorinnen bei der Arbeit (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Der Fachbereich „Kulturwissenschaften“ zielt auf eine geisteswissenschaftliche Kontextualisierung des kulturellen Erbes. Die im Studienbereich vertretenen kunst- und kulturgeschichtlichen sowie philosophisch-ästhetischen Perspektiven lenken den Blick verstärkt auf die immaterielle Bedeutung des kulturellen Erbes.

Sie verstehen die Objekte in ihrem materiellen Bestand als sinnlich erfahrbare, anschauliche Träger einer Ideengeschichte. Dieses interdisziplinäre geisteswissenschaftliche Verständnis definiert den Standpunkt für jegliche konservatorische und restauratorische Tätigkeit und bereitet den Weg für die Entscheidungsfindung jeder Maßnahme zum Erhalt von Kunst und Kulturgütern. Verständnis und Respekt für kulturelle Werte sowie die Fähigkeit zur offenen, kritischen Abwägung komplexer Interessenlagen stehen unabdingbar am Anfang der Entwicklung eines ethisch-philosophisch begründeten, tragfähigen und vertretbaren Erhaltungskonzepts.

Die Lehre im Bereich der Kulturwissenschaften richtet die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung und Kontexte der Objekte. Sie fokussiert auf die Einübung von grundlegenden Kompetenzen, die den Studierenden helfen, zielgerichtete Fragen zu stellen, systematisch zu recherchieren, Forschungsergebnisse/-ansätze kompetent zu lesen und zu hinterfragen, um eine durchdachte und tragfähige Argumentationsgrundlage für die Entwicklung eines Konservierungs- oder Restaurierungskonzeptes zu gewinnen. Sie will die Studierenden anregen, den eigenen restauratorischen Standpunkt selbstreflexiv zu hinterfragen, Ziele und Intentionen verschiedener Interessensgruppen wahrzunehmen, abzuwägen und integrativ wirkend konservatorische/restauratorische Maßnahmen zu vermitteln.

Das wechselnde Lehrangebot im Bachelor-Studium thematisiert zunächst grundlegend Recherchewege und -methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, übt das Beschreiben und Vergleichen von Objekten als Basis kunsthistorischer/wahrnehmungstheoretischer Betrachtung und Argumentation, führt in die historisch-kritische Quellenlektüre ein und stellt mit der Ikonographie/Ikonologie eine kunsthistorische Methode zur Identifizierung und Interpretation von Bildinhalten im historischen Kontext vor.

Conservation Philosophy als eine weitere Basis der kulturwissenschaftlichen Lehre des Bachelor-Studiums hinterfragt aus philosophisch-ästhetischer Perspektive das konservatorisch-restauratorische Handeln und strebt in Verbindung mit der kritischen Lektüre zentraler restaurierungsethischer Leitlinien und Chartas eine problembewusste eigenständige Positionierung im künftigen beruflichen Aufgabenfeld an. In interdisziplinären Lehrkonzepten (Debatten) werden an konkreten Fallbeispielen die unterschiedlichen Argumente der kulturwissenschaftlichen Perspektiven diskutiert.

Weitere Lehrveranstaltungen im Bachelor-Studium, die auch durch Exkursionen begleitet werden, geben Einblick in aktuelle kunst- und kulturwissenschaftliche Forschungsansätze und -themengebiete. Wissenschaftliche Kolloquien fördern als interdisziplinäre Veranstaltungen vor Objekten in den Ateliers und Werkstätten die wissenschaftliche Reflexion. Eine weitere Kompetenzentwicklung unterstützt die Lehre, die das Vermitteln als Aufgabenfeld der künftigen Restauratoren in den Blick nimmt und z.B. das zielgruppenorientierte Verfassen von Texten sowie Führungen in Museen und anderen Kultureinrichtungen erarbeitet.

Im Master-Studium werden die im Bachelor gelegten Grundlagen vertieft, systematisch interdisziplinär vernetzt und verschiedene Themenfelder im Hinblick auf kunst- und kulturwissenschaftliche Forschungsfragen der Konservierung und Restaurierung betrachtet, beispielsweise Restaurierungsgeschichte, Geschichte und Philosophie der Denkmalpflege, Objektbiographie, Zerstörungs- und Gebrauchsspuren als historische Quellen, die Kunst- und Kulturgeschichte des Materials oder Sammlungsgeschichte(n).

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