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Campus Rhein-Erft

Die TH Köln plant, einen neuen Hochschulstandort im Rhein-Erft-Kreis zu errichten. Mit dem Vorhaben leistet die Hochschule einen wesentlichen Beitrag zum Strukturwandel in der Region. Zugleich reagiert sie auf die Bevölkerungsentwicklung in der Region und möchte die hohe Nachfrage nach Studienplätzen sowie nach qualifizierten Fachkräften nachhaltig sichern.


Öffentliche Bürgerbeteiligung

Bürgermeister Volker Erner stellte gemeinsam mit dem Präsidenten der TH Köln, Prof. Dr. Stefan Herzig, die Planungen für den Campus Rhein-Erft der TH Köln bei der öffentlichen Versammlung vor (v.l.) Bürgermeister Volker Erner und TH-Präsident Prof. Dr. Stefan Herzig (v.l.) (Bild: Stadt Erftstadt)

Am 5. Dezember 2019 fand in der Aula der Liblarer Gottfried-Kinkel-Realschule das öffentliche Beteiligungsverfahren der Bürgerinnen und Bürger an der Bauleitplanung statt. Bürgermeister Volker Erner machte deutlich,

welche Chancen die Ansiedlung des TH-Standortes nicht nur für den Ortsteil Liblar, sondern für ganz Erftstadt hat. Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, informierte umfassend über die aktuellen Planungen für den Campus Rhein-Erft. Der Vorentwurf für die Flächennutzungsplan-Änderung fand allseits Zustimmung (siehe Presse-Info der Stadt Erftstadt).



Bebauungsplanverfahren

Die Stadt Erftstadt legt vom 28. November 2019 bis einschließlich 19. Dezember 2019 den Vorentwurf für die Flächennutzungsplanänderung Nr. 030, Erftstadt-Liblar offen. Damit sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklungen neuer Baugebiete und eines Hochschulstandorts geschaffen werden.

Der Vorentwurf kann im Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung der Stadt Erftstadt (Rathaus, Zimmer 325) bis einschließlich 19. Dezember eingesehen werden – oder online.


Strukturwandel im Rheinischen Revier

Schematische Darstellung der (zukünftig) vier Standorte der TH Köln Schematische Darstellung der (zukünftig) vier Standorte der TH Köln (Bild: Eva Josat / TH Köln)

Die Idee für einen neuen Hochschulstandort geht auf eine Initiative des Rhein-Erft-Kreises und des Region Köln/Bonn e. V. zurück, dem u.a. die kreisfreien Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie der Rhein-Sieg-Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rhein-Kreis Neuss, der Oberbergische Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis angehören.

Im Umfeld der Maßnahmen zum Strukturwandel im Rheinischen Revier (Bund-Länder-Sofortprogamm für die Braunkohlereviere)  gehört das Projekt zu den Starter-Maßnahmen, die das Land mit eigenen Mitteln anschiebt. Eine definitive Zusage der zuständigen Fachministerien zum Aufbau und Betrieb des Campus Rhein-Erft wird für das Jahr 2019 erwartet.  


Ein Student misst etwas an einem Architekturmodell aus (Bild: Thilo Schmülgen / TH Köln)

Studiengangsprofil mit Alleinstellungmerkmal in Deutschland

Ein Campus mit einem eigenständigen fachlichen Profil, das auf den Innovationsbedarf in der Region besonderen Bezug nimmt und eine enge Vernetzung mit privaten Partnern vor Ort ermöglicht: Diesen Ansatz hat die TH Köln ihren Planungen zugrunde gelegt.

Das Konzept sieht den Aufbau einer Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme mit drei Profilschwerpunkten vor:

  • Raumentwicklung und Infrastruktursysteme
  • Infrastrukturmanagement
  • Angewandte Geoinformatik.

Die Fakultät wurde zum 1. Oktober 2019 gegründet.

Mit diesem Schwerpunkt erweitert die TH Köln zugleich ihr Kompetenzprofil in einem Feld, das schon heute bundesweit und im internationalen Umfeld von einer sehr großen Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften geprägt und von besonderer Relevanz für die gesellschaftliche Entwicklung im 21. Jahrhundert ist. Ausgelegt werden soll der neue Hochschulstandort auf 2.000 Studierende; insgesamt könnten am Campus Rhein-Erft 200 Arbeitsplätze in Lehre und Forschung sowie in der Hochschulverwaltung entstehen.

Das geplante Studienangebot am Campus Rhein-Erft

+ Raumentwicklung und Infrastruktursysteme (Bachelor- und Masterstudiengang)

Ingenieurwissenschaften / Technische Infrastruktur

  • Raumentwicklung / Raumplanung
  • Stadtplanung / Stadtentwicklung
  • Verkehrssysteme / Mobiliät
  • Wasserwirtschaft
  • Landschafts- und Freiraumplanung
  • Energiesysteme und Klimaschutz
  • Ver- und Entsorgungssysteme
  • Daten- und Kommunikationsnetze

+ Infrastrukturmanagement (Bachelor- und Masterstudiengang)

Wirtschaftsingenieurwesen
Bauen / Infrastruktur – Klimaschutz und Energie –Umwelttechnologie

  • Ingenieurwissenschaftliches Grundwissen
  • Betriebswirtschaft; insbesondere Controlling, Kosten- und Investitions-rechnung
  • Bau-, Planungs- und Umweltrecht
  • Projektentwicklung, Projektsteuerung
  • Wirtschaftsinformatik
  • Kommunikation und Moderation
  • Konsensbildung / Konfliktmanagement

+ Angewandte Geoinformatik (Bachelor- und Masterstudiengang)

Angewandte Informatik

  • Geoinformatik
  • Geoinformationssysteme
  • Fachspezifische Planungstools und Simulationssoftware
  • Virtualisierung, Gamifizierung

Urban und gut angebunden: Der Campus als Teil der Stadt

Als Anforderung an den neuen Standort der TH Köln im Rhein-Erft-Kreis hat die Hochschule ein ausreichend großes Grundstück von rund 25.000 Quadratmetern mit potenziellen Erweiterungsflächen für eine langfristige Campusentwicklung formuliert. Angrenzende Flächen für ein Studierendenwohnheim, Sportflächen, Flächen / Einrichtungen zur Kinderbetreuung und potenzielle Flächen für Start-up-Unternehmen sollen die Attraktivität des Standortes fördern. Durch eine möglichst urbane Struktur mit einem starken architektonischen Bild soll er in der Stadt sichtbar und erlebbar werden.

Lageplan des zukünftigen Standorts Rhein-Erft der TH Köln Lageplan des zukünftigen Standorts Rhein-Erft der TH Köln (Bild: Eva Josat / TH Köln)

Der Standort sollte über eine fußläufige Anbindung an den schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr verfügen, um sowohl den Studierenden als auch den Beschäftigten eine gute Erreichbarkeit bieten zu können. Die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt die vorgesehene Fläche in Erftstadt-Liblar.

10. Oktober 2019

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