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Prof. Dr. Sabine Schlüter

Raumentwicklung und Infrastruktursysteme
Institute for Technology and Resources Management in the Tropics and Subtropics (ITT)

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Die Welt und das Revier im Blick

Das Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) ist Teil der neu gegründeten Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme. Welche Erfahrung das ITT in die Region bringt, erläutert die Geschäftsführende Direktorin Prof. Dr. Sabine Schlüter.

Prof. Dr. Sabine Schlüter, Direktorin des ITT Prof. Dr. Sabine Schlüter, Direktorin des ITT (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Wo liegen die Schwerpunkt Ihrer Arbeit?
Prof. Dr. Sabine Schlüter.: Das ITT ist sehr forschungsstark insbesondere in den Themenfeldern Ressourcenmanagement, nachhaltige Entwicklung und Ökologie. Wir betrachten die Ressourcen Land, Wasser und Energie integrativ und im regionalen Kontext. Lehre und Forschung sind eng miteinander verzahnt, und in sämtlichen Projekten arbeiten wir zusammen mit PartnerInnen aus der jeweiligen Region, mit der Bevölkerung, den VertreterInnen der Politik, mit der Wirtschaft. Wir setzen bewusst auf die Bildung von Netzwerken, denn nur durch gegenseitiges Verständnis können wir Innovation gestalten. Das wissenschaftliche Personal am ITT bringt seine Expertise in das Projekt Campus Rhein-Erft ein, in die Curricula: in das Forschungs- und Transferprofil, aber auch in die Gewinnung von Geldern für Forschung, Entwicklung und Transfer.    

Herausforderungen in Asien, Afrika oder Lateinamerika – inwiefern tangieren sie uns im Lokalen?
Diese Regionen sind vom Klimawandel bereits stärker betroffen als wir in Europa. Die Herausforderungen des globalen Wandels wie Erderwärmung, Bevölkerungswachstum und Verstädterung sind in vielen Ländern deshalb früher sichtbar und spürbar geworden. Solche Fragestellungen und Lösungsansätze sind auch für das Rheinische Revier von großer Relevanz, denken Sie etwa an das Bodenmanagement oder andere Fragen einer nachhaltigen Landwirtschaft unter der Bedrohung durch landwirtschaftliche Dürren, auch im Rheinland. Wenn wir vor der Problemstellung „Dürregefahr“ nach Lösungen für die Landwirtschaft suchen, müssen die Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Energien genauso wie nachhaltiges Wassermanagement mitgedacht werden. Ebenso wichtig ist die Betrachtung des gesellschaftlich-sozialen Zusammenhangs, indem die Anpassungsmaßnahmen stattfinden können. In diesem ganzheitlichen Verständnis sind wir am ITT in unseren internationalen Aktionsräumen oft einen Schritt voraus.

Welche weiteren Vorteile entstehen durch die Verbindung von Internationalität mit Regionalität?
Die Studierenden am ITT kommen aktuell aus circa 40 Ländern, sie tragen ein hohes Maß an interkultureller Erfahrung nicht nur in die Hochschule, sondern auch in die Region. Sie kommen häufig aus Gebieten, in denen sich Stadt und Land bereits sehr stark verändert haben oder miteinander verschmelzen. Aus den gemeinsam forschenden und lernenden Studierenden werden zukünftige PartnerInnen für internationale Zusammenarbeit von Unternehmen, Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen. In praktischen Studierendenprojekten im Rheinischen Revier können frühzeitig wertvolle Kontakte für die Zusammenarbeit geknüpft oder international kompetente Arbeitskräfte gewonnen werden – ein Wettbewerbsvorteil für den Innovationsstandort Rhein-Erft. 

Wie will das ITT den neuen Standort bzw. die Region für seine Arbeit nutzen?
Wir verstehen uns als Teil des Umfelds, zu dessen Gestaltung und Entwicklung wir beitragen wollen.  Wir sind schon heute in der Region aktiv, wir vernetzen uns mit den Gemeinden – auch als Institut mit internationaler Ausichtung. Der Prozess der Veränderung, den die Region nun vor sich hat, bietet so viele Potenziale: Wie meistern wir die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie gelingt ökologisch nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum? Die Region kann für viele andere Modell stehen. 

Juli 2020

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