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Mathilde-von-Mevissen-Promovendinnenförderung

Feierliche Vergabe der Stipendienurkunden

Stipendienurkunden übergeben Feierliche Verleihung der Stipendienurkunden (Bild: TH Köln/Michael Bause)

Für die TH Köln ist die aktive Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ein integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Hochschulentwicklung. Durch die Förderung von Wissenschaftlerinnen früher Karrierestufen zielt das Mathilde-von-Mevissen Promotionsprogramm langfristig darauf ab, den Weg zu einer paritätischen Besetzung von Professuren zu ebnen.

Im neuen Förderzyklus werden acht hervorragende Doktorandinnen aus sechs Fakultäten mit einer Ko-Finanzierung von Promotionsstellen gefördert. Die Finanzierung erfolgt anteilig aus gleichstellungsfördernden Mitteln im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 und aus Mitteln der Fakultäten.

In den bisherigen Förderrunden des Mathilde-von-Mevissen-Promotionsprogramms wurden bislang 12 Doktorandinnen gefördert, drei von ihnen wurden mittlerweile auf Professuren berufen.

Der offizielle Auftakt der aktuellen Förderrunde startete mit der feierlichen Übergabe der Stipendienurkunden am 16.10.2026.

Förderungen erhalten:

In den bisherigen Förderrunden wurden folgende Promovendinnen gefördert:

Mathilde von Mevissen Mathilde von Mevissen-Figur am Kölner Rathausturm (Bild: Raimond Spekking, wikimedia commons)

Wer war Mathilde von Mevissen?

Die Kölnerin Mathilde von Mevissen (1848-1924) war mit ihren Initiativen zur Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten von Mädchen und Frauen eine der bedeutendsten Frauenrechtlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. In ihrem unermüdlichen Kampf um Zulassung von Frauen zum Studium kam sie zu der Überzeugung, dass akademische Bildung für Frauen nur zu erreichen sei, wenn sie dieselben Bildungsvoraussetzungen erfüllten wie Männer. Zur Verbesserung der Mädchenbildung in Köln gründete sie, unterstützt von Freunden und Bekannten, den Verein „Mädchengymnasium Köln", mit dessen Hilfe sie ein humanistisches Mädchengymnasium errichtete. Nachdem im Zuge der preußischen Reform des Mädchenschulwesens im Jahre 1908 die Schule als vollwertiges Mädchengymnasium von der Stadt Köln übernommen wurde, wurde im Jahr 1909 der Verein „Mädchengymnasium Köln" in den „Verein Frauenstudium" überführt und widmete sich von nun an der finanziellen Förderung von Studentinnen. Mathilde von Mevissen ließ es sich nicht nehmen, stets noch bis zu drei Studentinnen selbst zu finanzieren und darüber hinaus als Mentorin allen Studentinnen bei der Bewältigung ihres Universitätsalltags beratend zur Seite zu stehen.

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