Mathilde-von-Mevissen-Promovendinnenförderung
Start der neuen Förderrunde!
Für die TH Köln ist die aktive Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ein integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Hochschulentwicklung. Mit der Mathilde-von-Mevissen-Förderung haben Master-Absolventinnen bzw. Promovendinnen der TH Köln die Möglichkeit, kooperativ mit einer Hochschule mit Promotionsrecht oder im Rahmen des Promotionskollegs NRW zu promovieren.
Frauen mit abgeschlossenem Masterstudium, die ein Promotionsvorhaben an der TH Köln verfolgen (möchten) und die Bedingungen der jeweiligen Promotionsordnung erfüllen, können sich auf eine Förderung von bis zu 36 Monaten bewerben.
Promovendinnen der TH Köln, die bislang nicht im Mathilde-von-Mevissen-Programm gefördert wurden, können sich außerdem auf eine Abschlussförderung zur Fertigstellung ihrer Promotion bewerben. Diese Förderung kann bis zu zwölf Monate umfassen.
Das Förderprogramm richtet sich bevorzugt an Promovendinnen aus Studiengängen in denen der Anteil von Promotionen von Frauen deutlich unter 50 Prozent liegt. Bewerbungen aus allen Fächern sind jedoch ausdrücklich erwünscht.
Bitte beachten Sie, dass die Bewerbung gemeinsam mit der*dem Betreuer*in der TH Köln erfolgt.
Die Förderung erfolgt über die Anteilsfinanzierung einer TV-L E 13-Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Die Ko-Finanzierung erfolgt zu gleichen Teilen durch den*die antragstellende Professor*in an den Fakultäten.
Bewerbungsfrist ist der 02.03.2026.
In den bisherigen Förderrunden wurden folgende Promovendinnen gefördert:
Mathilde-von-Mevissen-Promovendinnen
Mathilde von Mevissen-Figur am Kölner Rathausturm
(Bild: Raimond Spekking, wikimedia commons)
Wer war Mathilde von Mevissen?
Die Kölnerin Mathilde von Mevissen (1848-1924) war mit ihren Initiativen zur Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten von Mädchen und Frauen eine der bedeutendsten Frauenrechtlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. In ihrem unermüdlichen Kampf um Zulassung von Frauen zum Studium kam sie zu der Überzeugung, dass akademische Bildung für Frauen nur zu erreichen sei, wenn sie dieselben Bildungsvoraussetzungen erfüllten wie Männer. Zur Verbesserung der Mädchenbildung in Köln gründete sie, unterstützt von Freunden und Bekannten, den Verein „Mädchengymnasium Köln", mit dessen Hilfe sie ein humanistisches Mädchengymnasium errichtete. Nachdem im Zuge der preußischen Reform des Mädchenschulwesens im Jahre 1908 die Schule als vollwertiges Mädchengymnasium von der Stadt Köln übernommen wurde, wurde im Jahr 1909 der Verein „Mädchengymnasium Köln" in den „Verein Frauenstudium" überführt und widmete sich von nun an der finanziellen Förderung von Studentinnen. Mathilde von Mevissen ließ es sich nicht nehmen, stets noch bis zu drei Studentinnen selbst zu finanzieren und darüber hinaus als Mentorin allen Studentinnen bei der Bewältigung ihres Universitätsalltags beratend zur Seite zu stehen.