Arbeiten

Eine Frau und ein Mann unterhalten sich an einem Messestand (Bild: Costa Belibasakis/FH Köln)

Neben dem Studium zu arbeiten bringt viele Vorteile mit sich: Studierende bessern mit Nebenjobs ihr Einkommen auf, machen wertvolle Erfahrungen in der Berufswelt und knüpfen erste Kontakte für ihre weitere Karriere. Besonders für internationale Studierende lohnen sich erste Einblicke in den deutschen Arbeitsalltag.

Vor dem Studium

Als Schüler*in eines Studienkollegs oder Teilnehmer*in an einem studienvorbereitenden Sprachkurs dürfen Sie in der Regel keiner Beschäftigung nachgehen. Ausgenommen von dieser Regelung ist jedoch die vorlesungsfreie Zeit. Ob und wie lange Sie in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten dürfen, hängt von der Zustimmung der Ausländerbehörde ab und wird von dieser in Ihrem Aufenthaltstitel vermerkt. Informieren Sie sich über die für Sie geltenden Bestimmungen am besten direkt bei Ihrem ersten Besuch der Ausländerbehörde.

Während des Studiums

Während ihres Studiums haben generell alle internationalen Studierenden das Recht, in Deutschland einem Nebenjob nachzugehen. Allerdings gelten für Bürger*innen der Europäischen Union (EU) andere Regelungen als für Nicht-EU-Bürger*innen:

Staatsangehörige von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) – also Norwegen, Island und Liechtenstein – sowie der Schweiz sind auf dem Arbeitsmarkt deutschen Staatsangehörigen gleichgestellt. Dies bedeutet, dass Studierende aus diesen Ländern den gleichen Zugang zum Arbeitsmarkt besitzen wie deutsche Studierende und ohne Genehmigung der Behörden so viel arbeiten dürfen wie sie möchten. Bitte beachten Sie jedoch die Auswirkungen auf Ihre Krankenversicherung.

Internationale Studierende, die nicht aus Mitgliedsstaaten der EU, des EWR oder der Schweiz stammen, dürfen in der Regel 120 volle oder 240 halbe Tage pro Jahr in Deutschland arbeiten oder freiwillige Praktika ausüben, wenn sie einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen. Dieser Arbeitsumfang wird von der Ausländerbehörde in Ihrem Aufenthaltstitel vermerkt.

Wenn Sie eine studentische Nebentätigkeit ausüben, dürfen Sie die 120-Tage-Grenze überschreiten. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall jedoch die für Sie zuständige Ausländerbehörde und lassen Sie sich dies vorab genehmigen.

Auch wenn Sie ein für das Studium erforderliches Pflichtpraktikum absolvieren, dürfen Sie die 120-Tage-Grenze überschreiten.

Nebenjobsuche

Viele Studierende finanzieren sich einen Teil ihres Studiums durch einen Nebenjob. Bei der Suche nach einer passenden Tätigkeit kann Ihnen die TH Köln behilflich sein. Sowohl der Career-Service als auch der Nebenjobservice bieten umfangreiche Beratungen und gezielte Informationsveranstaltungen zum Thema Arbeiten neben dem Studium an.
Im Jobportal des Career-Service finden Sie Stellenangebote für Studierende und Absolvent*innen und können Ihr persönliches Bewerbungsprofil erstellen. In den Büros des Nebenjob-Service am Campus Deutz und Campus Südstadt haben Sie die Möglichkeit, sich persönlich zur Jobvermittlung beraten zu lassen. In diesem Gespräch können Sie zudem Ihre beruflichen Kenntnisse und Jobwünsche erfassen lassen, um individuell auf Sie zugeschnittene Stellenangebote per E-Mail zu erhalten. Auch auf der Website des Stellenwerks der Universität zu Köln finden Sie zahlreiche Jobangebote für Studierende.

Nach dem Studium

Als internationale* Absolvent*in einer deutschen Hochschule stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen, einen Arbeitsplatz in Deutschland zu finden. EU-Bürger*innen genießen dieselben Rechte wie deutsche Staatsangehörige und haben somit uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Absolvent*innen aus allen anderen Ländern haben nach Ende Ihres Studiums 18 Monate Zeit, sich einen Job zu suchen, der ihrem Abschluss angemessen ist. Um sich die Zeit der Arbeitsplatzsuche zu finanzieren, dürfen internationale Absolvent*innen in diesen 18 Monate uneingeschränkt anderen Jobs nachgehen.

Der Akademiker*innen-Service der Agentur für Arbeit unterstützt insbesondere Absolvent*innen und Studierende in ihrem letztem Semester bei der Arbeitssuche. Auch internationale Studierende können Deutschkurse und Bewerbungstrainings über die Arbeitsagentur fördern lassen.

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