Studiengangsleiter

Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Raum ZS-04-02
  • Telefon+49 221-8275-2206

Institutsleiter

Prof. Dr. Dr. Alexander Lechleuthner

Prof. Dr. Dr. Alexander Lechleuthner

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Raum ZS-04-1b
  • Telefon+49 221-8275-4568

Rettungsingenieurwesen (Bachelor) – Inhalte

Ein Studierender im Studiengang Rettungsingenieurwesen als Übungsboebachter (Bild: TH Köln/IRG)

Rettungsingenieurwesen (B.Eng.) verbindet Ingenieurwissenschaften mit Bevölkerungsschutz und Gefahrenabwehr. Im Studium beschäftigst du dich mit Risikoanalyse, kritischen Infrastrukturen, Brand- und Explosionsschutz sowie technischen und organisatorischen Grundlagen von Einsätzen. Im Studienverlauf setzt du eigene Schwerpunkte in Rettungsingenieurwesen oder Brandschutzingenieurwesen.

Rettungsingenieurwesen verbindet in einem 7-semestrigen Studium Ingenieurwissenschaften mit Bevölkerungsschutz und Gefahrenabwehr. Der Studiengang ist genau an dieser Schnittstelle verortet: zwischen technischen Grundlagen, Risiko- und Krisenmanagement, Brand- und Explosionsschutz, sicherheitstechnischen Systemen sowie organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Einsätzen.

Wie sich diese Inhalte durch das Studium ziehen, macht der Studienverlauf mit seinen Trails sichtbar. Der Grundlagentrail führt durch die naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Basismodule wie Ingenieurmathematik, Technische Mechanik und Weitere. Parallel dazu baut der Profiltrail das fachliche Profil des Studiengangs auf, etwa mit Risikomanagement, Sicherheitsanalyse, Gefahren und Risiken, Kritischen Infrastrukturen und Bevölkerungsschutz oder Führungsarbeit in der Gefahrenabwehr. Der Digitaltrail setzt mit Modulen wie Informatik und Programmieren, Rescue Data Science, Simulationsprogrammen oder Informations- und Kommunikationstechnik zusätzliche Akzente in datenbezogenen und digitalen Anwendungen. Im Projekttrail werden diese Inhalte in Projektwoche, messtechnischem Projekt, Praxisphase und Abschlussarbeit zusammengeführt und auf konkrete Fragestellungen übertragen.

Ab dem weiteren Studienverlauf kommt die Spezialisierung hinzu. Je nach Schwerpunkt vertiefst du Rettungsingenieurwesen oder Brandschutzingenieurwesen mit eigenen Modulen, die den Studiengang entweder stärker auf Gefahrenabwehr, Lagebewertung, Kommunikation und Rettungswesen oder stärker auf Branddynamik, Explosionsschutz und technische Brandschutzsysteme ausrichten. Zusätzliche Wahlpflichtmodule geben dir darüber hinaus die Möglichkeit, eigene fachliche Schwerpunkte zu setzen und den Studienverlauf gezielt zu ergänzen, etwa in rechtlichen, psychologischen oder einsatzbezogenen Themenfeldern.

Was studierst du im Rettungsingenieurwesen? Inhalte und Studienverlauf

Zu Beginn baust du über das Grundstudium ein technisches Fundament auf. In den ersten Semestern stehen Ingenieurmathematik, Technische Mechanik, Informatik und Programmieren, naturwissenschaftliche Grundlagen, Elektrotechnische Grundlagen, Strömungslehre, Technische Thermodynamik, Wärmeübertragung und Messtechnik auf dem Plan. Dazu kommen von Anfang an Einführung in das Rettungs- und Brandschutzingenieurwesen, Risikomanagement sowie Methoden der Risikoanalyse. Das Studium trennt Technik und Gefahrenabwehr also nicht, sondern führt beides früh zusammen. In den Modulen geht es unter anderem um Gleichungen und Differentialrechnung, Kräfte und Momente, Algorithmen und Programmiersprachen, chemische Reaktionen und Verbrennungsprozesse, elektrische Systeme, Strömungsformen, Zustandsänderungen, Energie- und Massenbilanzen sowie Messverfahren.

Darauf folgen aufbauende Inhalte, die dein späteres Profil schärfen. Dazu gehören Prozess- und Anlagensicherheit, Sicherheitsanalyse, Grundlagen Staats-, Straf- und Zivilrecht, Grundlagen Gefahrenabwehr – Führungswissenschaft, Kritische Infrastrukturen und Bevölkerungsschutz sowie Logistik und Managementsysteme. Inhaltlich lernst du Risiken nicht nur allgemein zu benennen, sondern mit strukturierten Verfahren zu analysieren und zu bewerten – etwa durch Fehlermöglichkeits- und Einflussanalysen, Ereignisbaumanalysen oder systematische Gefahrenidentifikation nach HAZID- und HAZOP-Methodik. Statt Risiken nur abstrakt zu besprechen, lernst du im Studium, Gefahrenlagen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu untersuchen: mal über Beobachtungen vor Ort, mal über systematische Analysen, mal über Daten und digitale Werkzeuge. So geht es nicht nur darum, Gefahren zu erkennen, sondern sie auch räumlich einzuordnen, ihre Auswirkungen besser abzuschätzen und Entscheidungen auf eine belastbare Grundlage zu stellen. Genau hier greifen Inhalte aus Risikoanalyse, Informatik, Programmieren, Rescue Data Science und räumlicher Risikoanalyse ineinander.

Praxisphase: Projekte in Behörden, Feuerwehr und Industrie

Im fünften Semester ist eine Praxisphase mit Praxisphasenworkshop vorgesehen. Hierbei planst, strukturierst und realisierst du dort ein praxisrelevantes Projekt in einer Organisation oder in einem Unternehmen aus dem Bereich der Gefahrenabwehr. Dabei analysierst und bewertest du technische und organisatorische Abläufe mit Methoden der Risikoanalyse und Prozessbeurteilung, dokumentierst deine Ergebnisse und reflektierst sie im Hinblick auf berufliche Anforderungen. Der Praxisworkshop ergänzt das um die systematische Darstellung verschiedener Berufsfelder, den Vergleich von Praxisstellen, die Präsentation von Praxisprojekten in visueller Form sowie einen strukturierten Praxissemesterbericht. Du beschäftigst dich mit Fragen, die für Feuerwehr, Behörden oder Organisationen im Bevölkerungsschutz relevant sind, etwa wenn Risiken bewertet, Einsatzabläufe technisch unterstützt oder kritische Infrastrukturen betrachtet werden. Ebenso kommen Tätigkeitsfelder in Unternehmen und der Industrie in den Blick, wenn es um Prozess- und Anlagensicherheit, Brandschutz oder die Bewertung technischer und organisatorischer Abläufe geht. Auch Organisationen mit Bezug zur Gefahrenabwehr werden im Modulhandbuch ausdrücklich als mögliches Umfeld der Praxisphase genannt.

Fachrichtung wählen: Rettungsingenieurwesen oder Brandschutzingenieurwesen

Relevant werden die beiden Fachrichtungen im weiteren Studienverlauf, nachdem du dir in den ersten Semestern die gemeinsamen ingenieurwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen und sicherheitsbezogenen Grundlagen erarbeitet hast. Ab dem dritten und vierten Semester setzt dann die fachliche Spezialisierung ein. Beide Fachrichtungen bauen also auf demselben Fundament auf, führen aber in unterschiedliche Anwendungsfelder und Problemstellungen.

Die Fachrichtung Rettungsingenieurwesen spezifiziert das Studium in Richtung Gefahrenabwehr, Einsatzorganisation und risikobezogene Lagebewertung. Module wie Gefahren und Risiken, Räumliche Risikoanalyse, Führungsarbeit in der Gefahrenabwehr, Informations- und Kommunikationstechnik in der Gefahrenabwehr, Ingenieurtechnische Anwendungen in der Gefahrenabwehr, Rescue Data Science und Rettungswesen zeigen, dass hier vor allem die Analyse von Gefahrenlagen, die technische und organisatorische Unterstützung von Einsätzen sowie der Umgang mit Daten, Kommunikation und Führung im Mittelpunkt stehen.

Die Fachrichtung Brandschutzingenieurwesen spezifiziert das Studium dagegen in Richtung Brandentstehung, Brandverhalten, Schutzsysteme und technische Brandschutzkonzepte. Das wird an Modulen wie Brand- und Verbrennungslehre, Simulationsprogramme Brand- und Personensicherheit, Löschmittel, Explosionsschutz, sowie anlagentechnischem, abwehrendem und betrieblichem Brandschutz deutlich. Hier geht es also stärker darum, Brände und Explosionen fachlich zu bewerten, Schutzmaßnahmen zu planen und brandschutztechnische Anforderungen in Anlagen, Gebäuden und Betrieben einzuordnen.

Praxisorientierte Lehre: Forschung, Labore und reale Gefahrenlagen

Praxisorientierte Lehre bedeutet im Rettungsingenieurwesen, technische und organisatorische Inhalte unmittelbar auf reale Aufgaben der Gefahrenabwehr zu beziehen. Neben Vorlesungen und Übungen arbeiten Studierende in Projektarbeiten, Laborpraktika und der Praxisphase an konkreten Fragestellungen – eingebunden in laufende Forschungsprojekte des Instituts, darunter Großübungen und methodische Übungen. Die institutseignen Labore liefern dabei Ergebnisse, die direkt in die Lehre einfließen und so den Transfer zwischen Forschung und Praxis sicherstellen. Hinzu kommen Kooperationen mit Unternehmen und Behörden sowie ein fachlich begleitetes Praxissemesterprojekt in einer externen Organisation. Gruppenarbeit, Posterpräsentationen und strukturierte Reflexionsphasen runden das Lehrkonzept ab. Wissenschaftliches Arbeiten, methodische Analyse und berufliche Anwendung greifen so im gesamten Studienverlauf eng ineinander.

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