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Pharmazeutische Chemie (Bachelor) – Inhalte

Studierende im Labor (Bild: Thilo Schmülgen/FH Köln)

Der Studiengang Pharmazeutische Chemie fasst die naturwissenschaftlichen Disziplinen zusammen, die benötigt werden, um Wirkstoffkandidaten zu identifizieren und Arzneimittel zu entwickeln, zu produzieren und auf den Markt bzw. zum Patienten zu bringen.

Die Pharmazeutische Chemie ist ein stark durch die organische Chemie geprägtes Teilgebiet der Pharmazie und der Pharmaforschung, den Wissenschaften von den Arzneimitteln. Sie beschäftigt sich klassisch mit der Herstellung, der Analyse und den Eigenschaften von Arzneimitteln.

Die Pharmazeutische Chemie umfasst Teilgebiete der Medizinischen Chemie, der Pharmakologie und der Toxikologie. Die Pharmazeutische Chemie beschäftigt sich z. B. mit den molekularen Wirkungsmechanismen von Arzneistoffen, der Biotransformation
der Arzneistoffe, Prinzipien der Arzneistofffindung, Arzneimittelinteraktionen, Gehalts-
und Stabilitätsbestimmungen von Arzneistoffen und ihrer therapeutischen Verwendung.

Der Studiengang Pharmazeutische Chemie hat starke pharmazeutisch-technologische Schwerpunkte, die die Umsetzung von Synthesen in pharmakologischen Herstellungstechnologien unterschiedlichen Prozessmaßstabes und verschiedener
Chargengröße ermöglichen.

In der Industrie hat aufgrund steigenden Wettbewerbsdruckes eine starke Vernetzung von Analytik und Chemie bzw. Pharmazie stattgefunden. Neue Technologien in der Prozessanalytik erlauben es, integrierte Prozesse zu erstellen, bei denen eine zeitaufwendige, nacheinander ablaufende Entwicklung und Produktion vermieden werden.

Die Grenzen zwischen Chemie und Pharmazie, was sich teilweise in getrennten Standorten für Chemieproduktion und Pharmaproduktion ausdrückte, beginnen aufzuweichen. Es entstehen neue Anlagenkonzepte mit völlig neuen integrierten Abläufen. Der klassische Ansatz dreigleisiger Entwicklungslinien aus chemischer Entwicklung, pharmazeutischer Entwicklung und analytischer Entwicklung verschmilzt zu einem verkürzten, parallelen bzw. integrierten Prozess.

In der Ausbildung gibt es derzeit keinen Studiengang, der diesem Stand der Entwicklung in der Industrie eindeutig Rechnung trägt. Die Entwicklung zu Chemie- und Pharma-Produktionsprozessen wendet sich vom klassischen Scale-up hin zu einem
"Numbering Up" von modularisierten Einheiten mit einem schnelleren Kapazitätsaufbau und -abbau.

Besonders der Studiengang Pharmazeutische Chemie soll diesen veränderten Entwicklungsprozessen von Produktionsprozessen Rechnung tragen.

Eine Vertiefung ist in den folgenden Schwerpunkten möglich

  • Pharmazeutische Chemie und Analytik
  • Bio-Pharmazeutische Chemie
  • Pharmamanagement
  • Pharmazeutische Technologie

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