Prof. Dr. Sigrid Leitner

Dr. phil.
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM)

Prof. Dr. Sigrid Leitner

Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln
Raum R. 334 Postanschrift


  • Telefon+49 221-8275-3332

Sprechstunden

Sprechstunde für Studierende
Dienstag, 09.30 bis 11.00 Uhr
Campus Südstadt, Ubierring 48, Raum 334
Meine Sprechstunde findet wieder in Präsenz statt, kann auf Wunsch aber auch über Zoom stattfinden.

Funktionen

  • Direktorin der Abteilung "Soziales und Gesundheit" im Promotionskolleg NRW
  • Gründungsmitglied des DIFIS - Deutsches Zentrum für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung
  • Vertrauensdozentin der Hans-Böckler-Stiftung
  • Mitglied im Beirat für den 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Lehrgebiete

  • Sozialpolitik Soziale Arbeit als politische Akteurin

Forschungsgebiete

  • Sozialpolitik als Geschlechterpolitik, Pflege- und Betreuungspolitik, Wandel von Sozialpolitik, international vergleichende Sozialpolitik, Sozialpolitik und Soziale Arbeit, Soziale Arbeit als politische Akteurin
  • DemSoz - Sozialstaatsreform "von unten"
    Im Zentrum des Forschungprojekts zur advokatorischen Interessen­vertretung durch Soziale Arbeit stehen wichtige demokratie­theoretische Fragen, wie und durch wen sozial­politische Reformen initiiert und umgesetzt werden und wie Beteiligungsspielräume genutzt werden. Das Projekt ist (inter-) disziplinär an der Schnittstelle zwischen politikwissenschaftlicher Wohlfahrtsstaatsforschung und der Wissenschaft Sozialer Arbeit angesiedelt. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern Bedarfs- und Interessenlagen von erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen und ihren Familienangehörigen in sozialpolitische Reformprozesse in Bund, Land und Kommune eingebracht werden. Durchgeführt werden fünf Teilforschungsprojekte, die inhaltlich miteinander verknüpft sind und zwei disziplinäre Perspektiven verbinden. Zum einen wird an das aus der Politikwissenschaft stammende Politikzyklusmodell angeknüpft und das politische Handeln von Akteur*innen Sozialer Arbeit, insbesondere der Wohlfahrtsverbände als Anwälte marginalisierter Interessen, fokussiert. Dabei werden insbesondere die Politikphasen Problemdefinition, Agenda Setting, Politikformulierung und Implementation untersucht. Zum anderen wird der aus der Wissenschaft der Sozialen Arbeit stammende Diskurs zum politischen Mandat innovativ weitergeführt, indem Akteur*innen der Sozialen Arbeit, die sich als Berufspolitiker*innen im Inneren des politischen Systems bewegen, in ihrer Rolle als Lobby für Interessen von Adressat*innen Sozialer Arbeit in den Blick genommen werden.
    Projekt DemSoz
  • Qualitative Untersuchung von subjektiven Ausprägungen und Dynamiken sozialer Lagen
    Durch die Untersuchung sollen u.a. systematische Erkenntnisse zu den komplexen lebensweltlichen Mechanismen sowohl der Verstetigung bzw. Veränderung von sozialen Lagen im Lebensverlauf (intragenerative Mobilität) als auch der „Vererbung“ sozialer Positionen von einer Generation zur nächsten (intergenerative Mobilität) gewonnen werden. Projektleitung: Prof. Dr. Antonio Brettschneider, Prof. Dr. Sigrid Leitner und Prof. Dr. Johannes Schütte Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Vorstudie für den 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
  • Abteilung "Soziales und Gesundheit" im Promotionskolleg NRW
    Die Fachgruppe „Soziales und Gesundheit“ hat sich am 07.07.2016 an der TH Köln gegründet und umfasst die Bereiche „Soziales“, „Gesundheit“ und „Pflege“. Die Fachgruppe bietet forschungsinteressierten Professorinnen und Professoren aus FH/HAW und Universitäten eine Plattform zur Zusammenarbeit sowie zur Belebung des Forschungsdiskurses zwischen den Hochschulen. Die Fachgruppe baut auf bestehenden Kooperationen zwischen FH/HAW und Universitäten auf und führt diese im Rahmen des GI NRW auf neuer Ebene fort. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit der Fachgruppe wird dabei die Nachwuchsförderung durch kooperative Promotionsverfahren und begleitende Qualifizierungs- und Vernetzungsmaßnahmen sein. Seit 01.01.2020 wurde die Fachgruppe in die Abteillung "Soziales und Gesundheit" des Promotionskollegs NRW überführt.
    Weitere Infos zur Fachgruppe
  • Stiftungsprofessur "Kommunale Sozialpolitik"
    Das BMAS fördert für fünf Jahre eine Stiftungsprofessur Sozialpolitik an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln. Die Stelle ist derzeit im Ausschreibungs- bzw. Besetzungsverfahren. Die Professur widmet sich dem vielschichtigen Forschungsfeld der kommunalen Sozialpolitik. Insbesondere für die Lösung von sozialen Problemen, die einen starken lokalen Bezugsrahmen aufweisen, werden die Kommunen zunehmend als wichtige Handlungsebene der Sozialpolitik wahrgenommen. Die Professur wird sich mit der Heterogenität der sozialpolitischen Entwicklung in den Kommunen und den Wirkungen kommunaler Sozialleistungen auf die Adressat*innen vor Ort beschäftigen. Ebenso stehen die Interessenartikulation und die Interessendurchsetzung in Bezug auf sozialpolitische Forderungen auf kommunaler Ebene sowie die Auswirkungen betriebswirtschaftlicher und wirkungsorientierter Steuerung auf die Sozialwirtschaft und deren Klient*innen im Zentrum des Forschungsinteresses. Ziel der Professur ist es, soziale Ein- und Ausschlüsse auf kommunaler Ebene zu identifizieren und die Schnittstellen von kommunaler Sozialpolitik und Sozialer Arbeit in den Blick zu nehmen. Dabei geht es beispielsweise um die Pflegeversorgung, die Integration von Geflüchteten, die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, neuere Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe oder die zunehmende soziale Spaltung durch Gentrifizierung. Auch Fragen der Aktivierung von zivilgesellschaftllichen Ressourcen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Gemeinwesenarbeit und der Sozialraumorientierung sollen thematisiert werden. Die Professur wird aktiv mit Praxispartnern wie z.B. Einrichtungen und Trägern der Sozialen Arbeit, der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement, dem Sozialverband VdK NRW, den Sozialdezernaten der Städte Köln und Neuss und dem Landschaftsverband Rheinland zusammenarbeiten, um Problemlagen und Lösungsmöglichkeiten praxisnah zu erforschen. An der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Köln wird die Professur in Kooperation mit den dort wirkenden Kolleg*innen einen Forschungsschwerpunkt Sozialpolitik aufbauen. In der Lehre wird die Professur vorwiegend im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit und im Masterstudiengang Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit Aufgaben übernehmen.
  • Pflegende Angehörige als Adressat*innen einer vorbeugenden Pflegepolitik: Eine intersektionale Analyse (PflegeIntersek)
    Der Fokus der meisten Analysen vorbeugender Sozialpolitik richtet sich bislang auf Kinder und Jugendliche sowie Erwerbstätige. Dieses Forschungsprojekt stellt dagegen eine Adressat_innen-Gruppe ins Zentrum, welche bisher nur selten aus einer Präventionsperspektive betrachtet wurde: pflegende Angehörige. Sie sind bislang die tragende Säule der pflegerischen Versorgung in Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Im Sinne eines sozialpolitischen Präventionsgedankens ist es somit zentral, pflegende Angehörige darin zu unterstützen, häusliche Pflegearrangements möglichst lange und unter möglichst guten Bedingungen aufrechtzuerhalten. Dabei geht es einerseits um die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Pflegebedürftigen, andererseits um die Vermeidung gesundheitsgefährdender Belastungen und (Armuts‑)Risiken der Pflegepersonen. Es gibt bereits eine Vielfalt an Studien aus unterschiedlichen Disziplinen zum Thema pflegende Angehörige. Viele davon betonen die Heterogenität dieser Personengruppe, die es zu verstehen gilt, um pflegende Angehörige sozialpolitisch möglichst gezielt präventiv zu unterstützen. Das geplante Projekt geht noch einen Schritt weiter. Es möchte nicht nur die gruppenspezifischen Bedarfe untersuchen, sondern stattdessen sollen pflegende Angehörige aus einer intersektionalen Perspektive betrachtet werden: die Wechselwirkungen der Differenzkategorien Geschlecht, soziale Schicht, Erwerbstätigkeit und Ethnizität werden fokussiert. Eine solche Herangehensweise bietet nicht nur die Möglichkeit, sozialpolitische Strukturen und Prozesse macht- und ungleichheitssensibel zu untersuchen, sondern kann auch als eine handlungswissenschaftliche Orientierung zur Konzeptionalisierung von Unterstützungsmaßnahmen und Sozialplanung dienen.
    Projekthomepage PflegeIntersek
  • Männer zwischen Erwerbstätigkeit und Pflege
    Das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Projekt analysiert anhand von Betriebsfallstudien und qualitativen Interviews typische Strukturen und Problembewältigungsstrategien erwerbstätiger pflegender Männer in häuslichen Pflegearrangements sowie deren regionale, familiäre, soziale und betriebliche Ressourcen und deren spezifische Bedarfe.
    MÄNNEP
  • Promotionskolleg "Leben im transformierten Sozialstaat"
    Das Promotionskolleg erforscht, wie sich Veränderungen in der Sozialpolitik auf die Zielgruppen der Sozialen Arbeit auswirken. Die sozialpolitische Wirkungsforschung wird dabei erstmals systematisch mit der in der Sozialpädagogik etablierten Adressat/inn/enforschung zusammengeführt. Auf diese Weise kann herausgearbeitet werden, wie sich veränderte sozialpolitische Maßnahmen und Leistungen konkret auf die Lebensführung verschiedener Zielgruppen auswirken.
    TransSoz
  • Promotionskolleg "Widersprüche gesellschaftlicher Integration. Zur Transformation Sozialer Arbeit"
    Der thematische Fokus des Promotionskollegs richtet sich auf die grundlegend veränderten fachlich-organisationalen und politisch-konzeptionellen Ausprägungen Sozialer Arbeit, die seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zu beobachten sind und sich seit den 1990er Jahren zuspitzen. Diese Transformation Sozialer Arbeit vollzieht sich als Teil der fundamentalen Veränderungen des wohlfahrtsstaatlichen Arrangements. In diesem grundlegend veränderten Kontext erscheint das wohlfahrtsstaatliche Postulat gesellschaftlicher Integration zunehmend nicht mehr einlösbar.
    HBS-Promotionskolleg
  • Auth, Diana; Leiber, Simone; Leitner, Sigrid (2023): Contestations in Coping with Elderly Care: An Intersectional Analysis Addressing Family Caregivers in Germany. In: European Journal of Politics and Gender. Vol. 6, S. 222 - 239.
  • Waldmann, Mario; Leitner, Sigrid; Hoenig, Ragnar (2023): Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit: Ergebnisse einer qualitativen Befragung (Teil 1). In: Soziale Sicherheit : Zeitschrift für Arbeit und Soziales. Vol. 72, S. 363 - 368.
  • Waldmann, Mario; Leitner, Sigrid; Hoenig, Ragnar (2023): Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit: Ergebnisse einer qualitativen Befragung (Teil 2). In: Soziale Sicherheit : Zeitschrift für Arbeit und Soziales. Vol. 72, S. 397 - 403.
  • Jagusch, Birgit; Gille, Christoph (2023): Wissen und Widerstand: Politische Bildung als Mittel gegen das Erstarken extrem rechter Ideologien. In: Leiber, Simone; Leitner, Sigrid; Schäfer, Stephan (Hrsg.): Politische Einmischung in der Sozialen Arbeit : Analyse- und Handlungsansätze. Stuttgart: Kohlhammer, S. 183 - 198. (peer-reviewed)
  • Leiber, Simone; Leitner, Sigrid; Schäfer, Stephan (Hrsg.) (2023): Politische Einmischung in der Sozialen Arbeit : Analyse- und Handlungsansätze. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Leitner, Sigrid (2022): Sozialpolitische Entwicklungen : Renten- und Pflegepolitik. In: Bleck, Christian; van Rießen, Anne (Hrsg.): Soziale Arbeit mit alten Menschen : Ein Studienbuch zu Hintergründen, Theorien, Prinzipien und Methoden. Wiesbaden: Springer VS, S. 99 - 114.
  • Leitner, Sigrid (2022): „Wohlfahrtsstaat und Infrastruktur – das Soziale organisieren“, Welfare State and Infrastructure—Organizing Social Policy. In: Soziale Passagen : Journal für Empirie und Theorie sozialer Arbeit. Vol. 14, S. 23 - 40. (peer-reviewed/Open Access)
  • Leiber, Simone; Leitner, Sigrid; Schäfer, Stefan; Bieker, Rudolf (Hrsg.) (2022): Politische Einmischung in der Sozialen Arbeit : Analyse- und Handlungsansätze. Stuttgart: Kohlhammer (Grundwissen Soziale Arbeit).
  • Leitner, Sigrid; Schäfer, Stefan (2022): Die Vertretung von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen im Gesetzgebungsprozess : Präsenz, Einfluss und Ohnmacht von Wohlfahrts- und Sozialverbänden. In: WSI-Mitteilungen : Zeitschrift des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Vol. 75, S. 20 - 28. (peer-reviewed)
  • Leitner, Sigrid; Stolz, Klaus (2022): German Social Workers as Professional Politicians: Career Paths and Social Advocacy, Deutsche Sozialarbeiter(innen) in der Berufspolitik: Politische Karrieren und advokatorische Interessenvertretung. In: European Journal of Social Work. (peer-reviewed)
  • Hilke, Maren; Jehles, Nora; Leitner, Sigrid (2022): Subjektive Wahrnehmung und Bewältigung von Einkommensarmut. In: Marquardsen, Kai (Hrsg.): Armutsforschung : Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Baden-Baden: nomos, S. 147 - 161.
  • Leitner, Sigrid (2022): Sozialpolitische Forschung an staatlichen Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Bereich Soziale Arbeit : Übersicht und Aufbau einer Projektdatenbank. Duisburg/Bremen: Deutsches Institut für interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS Impulse).
  • Leitner, Sigrid; Schäfer, Stefan; Leiber, Simone (2022): Politisches Handeln und Soziallobbying. In: van Rießen, Anne; Bleck, Christian (Hrsg.): Handlungsfelder und Adressierungen der Sozialen Arbeit. Stuttgart: Kohlhammer, S. 607 - 618.
  • Leitner, Sigrid (2021): Männer als sorgende Angehörige pflegebedürftiger älterer Menschen: eine intersektionale Perspektive. In: Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit : TUP. Vol. 72, S. 298 - 305.
  • Brettschneider, Antonio; Leitner, Sigrid; Schütte, Johannes Daniel; Hilke, Maren; Jehles, Nora; Pullen, Armin; Schäfer, Stefan (2021): Qualitative Untersuchung von subjektiven Ausprägungen und Dynamiken sozialer Lagen. Köln: Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . (Open Access)
1988-1993 Studium der Politikwissenschaft sowie der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien
1993-1999 Dissertationsstudium in Politikwissenschaft an der Universität Wien
1994 Auslandssemester an der Georgetown University in Washington DC
1995-1997 Graduiertenausbildung in Politikwissenschaft am Institut für Höhere Studien in Wien
1996-1997 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien
1999 Promotion in Politikwissenschaft an der Universität Wien
1998-2007 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Sozialpolitik und am Zentrum für Europa- und Nordamerika-Studien der Georg-August-Universität Göttingen
Seit März 2008 Professorin für Sozialpolitik an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln
Juli 2009 Habilitation an der Georg-August-Universität Göttingen, Venia Legendi: Politikwissenschaft
April 2010 Ruf an die Universität Wien abgelehnt

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