Prof. Dr. Markus Ottersbach

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT)

Prof. Dr. Markus Ottersbach

Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln
Raum 138 Postanschrift


  • Telefon+49 221-8275-3331

Sprechstunden

Mittwoch, 10.00 bis 11.00 Uhr
Campus Südstadt, Ubierring 40, Raum 138
In der vorlesungsfreien Zeit finden Sprechstunden nur nach vorheriger Anmeldung per Email statt.

Funktionen

  • Promotionsbeauftragter der Fakultät
  • Leiter und Sprecher des Forschungsschwerpunkts "Migration und Interkulturelle Kompetenz"
  • Direktor des Instituts für interkulturelle Bildung und Entwicklung

Lehrgebiete

  • Soziale Ungleichheit, Migration und Soziale Arbeit

Forschungsgebiete

+Projekte / Kooperationen

  • Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge und von Flüchtlingen und Soziale Arbeit in NRW - BEFSA
    Im Jahr 2015 kamen fast eine Million Flüchtlinge nach Deutschland, rund ein Fünftel von ihnen wurde in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Das bürgerschaftliche Engagement für geflüchtete Menschen hat in diesem Zusammenhang zeitweise eine große mediale Aufmerksamkeit erfahren. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die verschiedenen Formen dieses Engagements liegen bisher jedoch nur in Ansätzen vor. Um die Nachhaltigkeit des Engagements zu sichern, ist es darum wichtig, mehr Wissen über das Engagement mit geflüchteten Menschen, insbesondere aber auch über das Engagement der geflüchteten Menschen selbst zu generieren. Gleichzeitig gilt es, die professionelle Soziale Arbeit in den Blick zu nehmen, denn Sozialarbeiter_innen/Sozialpädagog_innen sind entscheidende Schlüsselpersonen, wenn es um die Koordination, Begleitung und Weiterbildung von freiwillig Engagierten geht. Im Feld der Flüchtlingssozialarbeit sind sie derzeit allerdings selbst teilweise unter schwierigen Bedingungen tätig und besonders gefordert, ihre eigene Position zu klären. Das geplante Forschungsprojekt fokussiert vor diesem Hintergrund die Schnittstellen zwischen dem bürgerschaftlichen Engagement und der professionellen Sozialen Arbeit im Handlungsfeld der Flüchtlingsarbeit. Folgende Fragestellungen sollen erkundet werden: a) Welche Erfahrungen machen die verschiedenen Akteur_innen derzeit in der Praxis? b) Wo gibt es Berührungs- oder Bezugspunkte zwischen bürgerschaftlichem Engagement und professioneller Sozialer Arbeit und wie wird das Neben- oder Miteinander seitens der verschiedenen Akteur_innen wahrgenommen und gestaltet? c) Wo gibt es Konflikte und unter welchen Umständen gelingt die Kooperation? Diesen Fragen soll im Rahmen einer qualitativen resp. rekonstruktiven Studie nachgegangen werden. Ihr Erkenntnisinteresse zielt auf die Handlungsorientierungen, die der Praxis von freiwillig Engagierten und Sozialarbeiter_innen/Sozialpädagog_innen zugrunde liegen. In drei Kommunen NRWs werden offene leitfadengestützte Interviews mit verschiedenen Akteur_innen geführt und auf der Basis der Dokumentarischen Methode ausgewertet. Die Projektergebnisse sollen in Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis münden und in Form einer wissenschaftlichen Publikation öffentlich gemacht werden.
  • Die politische Partizipation Jugendlicher in Frankreich und Deutschland (im Auftrag des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), Berlin/Paris)
    Im Anschluss an die Evaluation des seitens des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) geförderten Programms „Integration und Chancengleichheit fördern – ein deutsch-französisches Netzwerk zum Austausch von beispielhaften Initiativen auf regionaler und lokaler Ebene“, in dem es thematisch um die Öffnung der internationalen Jugendarbeit für sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund ging, beschäftigt sich die deutsch-französische Forscher(innen)gruppe ab Januar 2016 für 3 Jahre mit der Thematik der politischen Partizipation Jugendlicher in Deutschland und Frankreich. Folgende Fragestellungen möchte die Gruppe bearbeiten: a) Welche Formen politischer Partizipation Jugendlicher gibt es in Frankreich und Deutschland? (z.B. entlang der Kriterien konventionell/unkonventionell) unter Berücksichtigung von Formen politischer Partizipation im öffentlichen Raum und in privaten Kontexten? b) Welche Formen politischer Partizipation nutzen Jugendliche aktuell unter welchen Rahmenbedingungen, in welchem Ausmaß und auf welche Art und Weise? c) Auf welche Weise stehen die Formen politischer Partizipation Jugendlicher zueinander in Beziehung (auch historisch)? d) Welche Bedeutung haben die Formen politischer Partizipation für den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und Frankreich? e) Welche Bedeutung haben die Formen politischer Partizipation für die politische, insbesondere auch demokratische Bewusstseinsbildung in Deutschland und Frankreich? f) Welche Beziehungen haben Jugendliche mit Migrationshintergrund zu aktuellen Formen politischer Partizipation in den Herkunftsländern ihrer Familien? Geplant ist zunächst eine Analyse der neueren Literatur zur Thematik. Im Anschluss daran wollen wir versuchen, durch teilnehmende Beobachtung, eine Sekundäranalyse bereits vorhandener quantitativer Daten und mit eigens durchzuführenden qualitativen Interviews mit Jugendlichen und Expert(inn)en Antworten auf diese Fragestellungen zu erhalten. Zum Abschluss der theoretischen Aufarbeitung und der empirischen Forschungsphase ist wiederum eine deutsche und eine französische Publikation geplant.
  • Die Unterbringung von Flüchtlingen in nordrhein-westfälischen Kommunen - Bausteine eines integrierten Gesamtkonzepts" (im Auftrag des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW), Düsseldorf)
    Die Studie beschreibt und analysiert Aspekte eines tragfähigen, integrierten Gesamtkonzepts zur nachhaltigen Inklusion von Flüchtlingen, das den Kommunen in NRW Handlungsorientierungen für eine menschenwürdige Unterbringung und eine sinnvoll abgestimmte Form von Beratung, Betreuung und Versorgung ermöglicht. Deutlich wird in der Studie, dass aus der Perspektive der Menschenwürde und der Menschenrechte die Zustände in den so genannten Notunterkünften der Stadt Köln nicht hinnehmbar sind. Integration wird durch den derzeitigen Umgang mit Flüchtlingen verhindert oder zumindest erschwert. Als eine Direktmaßnahme sollten die vom „Runden Tisch für Flüchtlingsfragen“ entwickelten „Mindeststandards für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Köln“ angewendet werden. Um Flüchtlingen eine menschenwürdige Bleibe zu verschaffen und potenzielle Konflikte zu verhindern, sollte eine „vorbeugende Sozialpolitik“ die Wohnungsnot mittelfristig in den Großstädten lindern. Sie ist zudem eines der effektivsten Mittel, rechten Strömungen Einhalt zu gebieten. Mehrere Institutionen sind zurzeit mit unterschiedlichen Dienstleistungen für Flüchtlinge beschäftigt, wobei in einem integrierten Gesamtkonzept nicht alles in einer Einrichtung angeboten werden muss. Mittelfristig sollten auch Flüchtlinge in die Regelsysteme integriert werden. Der wichtigen Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterbringung, Betreuung und Beratung von Flüchtlingen und insbesondere von schutzbedürftigen Personengruppen muss in Bezug auf die Ressourcenausstattung Rechnung getragen werden. Der bisherige Personalschlüssel für diese Tätigkeiten ist viel zu gering. Zudem sollten systematische Verfahren entwickelt werden, um die Aspekte spezifischer Vulnerabilität wie Traumatisierung, Schwangerschaft, Kindeswohlgefährdung und Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen erfolgreich zu bearbeiten.
  • Evaluation des Programms "Förderung von Integrationsagenturen für die Belange von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte" (im Auftrag von Unviation - Institut für Evaluation, Köln und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS), NRW)
    Das Förderprogramm wird in Kooperation mit Univation – Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH evaluiert. Im 2012 novellierten „Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration“, in dem der Gedanke der gesellschaftlichen Partizipation der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nochmals bestärkt wird, wird die Funktion der Integrationsagenturen hervorgehoben und deren Ausweitung befürwortet. Es handelt sich bei dem Programm um einen Maßnahmenkatalog der sog. „nachholenden Integration“, der sich als Ergänzung zu bundespolitischen Maßnahmen der Beratung für Neuzuwanderinnen und -zuwanderer versteht. Das Programm besteht weniger aus direkten Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund (wie z.B. Beratung), sondern intendiert vor allem eine Veränderung der Strukturen und Institutionen, die die Situation der Menschen mit Migrationshintergrund maßgeblich prägen. Interkulturelle Öffnung von Organisationen, Sozialräumliche Arbeit in sozial benachteiligten Gebieten, Anti-Diskriminierungsarbeit und Bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Integration sind die vier Eckpunkte, in denen die Integrationsagenturen agieren. Basierend auf Sozialraum- und Bedarfsanalysen wählen die Integrationsagenturen ihre individuellen Eckpunkte und Aufgabenfelder aus. Informationen sollen zu folgenden Bereichen eruiert werden: 1. die Aktivitäten der Integrationsagenturen und deren Verlauf innerhalb der vier Eckpunkte, 2. die intendierten und nicht-intendierten Wirkungen dieser Aktivitäten, 3. die Kooperation mit Partnern, 4. der Gehalt der Spezifischer Maßnahmen, 5. die Rolle der Koordinatorinnen und Koordinatoren im Rahmen des Programms, 6. die Rezeption des Programms durch Nutzerinnen und Nutzer, 7. das Berichtswesen und 8. die räumliche Versorgungsqualität innerhalb des Programms.
  • Inklusive Bildung im Abseits? – Inklusion und Diversität als Herausforderung für Schule und Soziale Arbeit in marginalisierten Kölner Quartieren (im Auftrag der Rhein-Energie-Stiftung, Köln)
    In dem gemeinsam mit Prof. Dr. Lisa Rosen (Universität zu Köln) durchgeführten Projekt wird der Frage nachgegangen, welche Beiträge die Schule und Einrichtungen der Sozialen Arbeit zur Bildungsinklusion von Kindern und Jugendlichen aus marginalisierten Quartieren leisten (können). Inklusive Bildung verstehen wir dabei als Kompetenzerwerb und -vermittlung zwecks gleichberechtigter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bzw. im Sozialraum. Gemäß diesem Verständnis bezieht sich inklusive Bildung nicht nur auf die Partizipation von Menschen mit Behinderungen, sondern berücksichtigt weitere Kategorien sozialer Unterscheidung und Ungleichheit wie ‚race‘, ‚class‘ und ‚gender‘. Die Projektidee bezieht sich auf die Impulse der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und die Selbstverpflichtung der Stadt Köln, einen Inklusionsplan zu erarbeiten. Exemplarisch sollen anhand von zwei Einrichtungen der Sozialen Arbeit und zwei Schulen in marginalisierten Stadtvierteln von Köln die bereits vorhandenen inklusiven Bildungspraxen (explizit und implizit) nachgezeichnet und Herausforderungen wie Chancen aus Sicht der beteiligten Akteure herausgearbeitet werden. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt in zwei Teilprojekten, da mit Bildung gleichzeitig ein Auftrag an das Bildungs- und das Hilfesystems verbunden ist und somit Institutionen der Schule und der Sozialen Arbeit näher ins Blickfeld der Betrachtung rücken. Das Teilprojekt „Soziale Arbeit“ wird an der Fachhochschule Köln verwirklicht während das Teilprojekt „Schule“ an der Universität zu Köln durchgeführt wird. Methodisch wurde im Rahmen des Projekts der qualitative Zugang gewählt. An Schulen und sozialen Einrichtungen in marginalisierten Quartieren werden Experteninterviews und Interviews mit Jugendlichen bzw. Schüler und Schülerinnen durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, auf lokaler Ebene (sozial)pädagogisches Handeln im Umgang mit Differenzen über die Grenzen der einzelnen Bildungsinstitutionen hinweg zu dokumentieren und zu reflektieren. Neben den zu berücksichtigenden Differenzlinien körperliche und geistige Behinderung sowie Geschlechterverhältnisse liegt der Schwerpunkt der intersektionellen Analyse auf Migration und Klasse bzw. Sozialraum. Der Erkenntnisgewinn besteht darin, die subjektiven Sichtweisen von Schülern/ Schülerinnen, Lehrern/ Lehrerinnen, Sozialarbeitern/ Sozialarbeiterinnen und Klienten/ Klientinnen zu rekonstruieren und somit die Debatte um Inklusion anzuregen.
  • Evaluation des Netzwerks "Integration und Chancengleichheit" (im Auftrag des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), Berlin/Paris)
    Hier handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Ahmed Boubeker (Universität St. Étienne), PD Dr. Pierro Galloro (Universität Lorraine), Hervé de Paris (Cité Publique, Lyon), Prof. Dr. Schahrzad Farrokhzad (Fachhochschule Köln) und Sonja Preissing (Universität zu Köln), in dem es um die Evaluation eines Förderprogramms für marginalisierte Jugendliche in Frankreich und Deutschland geht. Im Vordergrund der Evaluation stehen folgende Leitfragen: 1. Welchen Beitrag leistet der vom DFJW organisierte Fachaustausch der Projektverantwortlichen im Rahmen des Netzwerks zum Gelingen der Arbeit vor Ort? 2. Welchen Beitrag leistet der vom DFJW organisierte internationale Jugendaustausch zum Gelingen der Arbeit vor Ort? 3. Inwieweit und unter welchen Rahmenbedingungen gelingt es den Projektverantwortlichen, die Zielgruppe des internationalen Jugendaustauschs zu erreichen (Akquise)? 4. Inwieweit werden die Jugendlichen erfolgreich in die Projekte einbezogen (Kontinuität)? 5. Welchen nachhaltigen „Gewinn“ erzielen die Jugendlichen durch ihre Teilnahme an den Projekten (mit Hinblick auf die gesellschaftliche und berufliche Integration sowie im Hinblick auf interkulturelle Lerneffekte)? Während der gesamten Laufzeit der Untersuchung wird der Fachaustausch im Rahmen des Netzwerks evaluiert (teilstandardisierter Fragebogen, qualitative Interviews). Einerseits werden auf den Netzwerktreffen teilstandardisierte Fragenbögen an die Tagungsteilnehmenden verteilt, andererseits werden ausgewählte Teilnehmer/innen per Leitfadeninterview im Nachgang der Netzwerktreffen zu dem Fachaustausch und zu den Netzwerktreffen befragt. Daneben erfolgt die Untersuchung in zwei Phasen. In der ersten Untersuchungsphase geht es um zentrale Merkmale und Rahmenbedingungen der Arbeit in den ausgewählten Projekten sowie um deren Ideen und Konzeptionen. Im Mittelpunkt der leitfadengestützten themenzentrierten Interviews mit jeweils einem/einer hauptberuflichen, haupt- oder ehrenamtlichen Leiter/in, Mitarbeiter/Mitarbeiterin bzw. Akteur/Akteurin der an den ausgewählten Projekten vor Ort beteiligten Organisationen stehen Fragen zur Konzeption, zur praktischen Arbeit, zu interkulturellen Angeboten/Aktivitäten sowie zu den Rahmenbedingungen der Arbeit vor Ort. Zum Abschluss der ersten Untersuchungsphase wird ein Zwischenbericht zum Verlauf der Untersuchung und zu den empirischen Befunden vorgelegt. In der zweiten Untersuchungsphase werden die Nutzung und die Gestaltung des jeweiligen Projekts durch jugendliche Akteure/-innen untersucht. Zunächst wird mit den Beteiligten (ggf. einer Auswahl der Beteiligten) eines konkreten Angebots bzw. einer Aktivität eine Gruppendiskussion durchgeführt. Die Gruppendiskussionen sollen einen Einblick in Motive, Einstellungs- und Handlungsorientierungen der Jugendgruppe, in Rekrutierungsmechanismen von Mitgliedern, in den Gruppenzusammenhalt sowie die Gruppenpraxis geben (Hauptaugenmerk: kollektive Orientierung). Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang die Rekonstruktion möglicher Projekterfolge in Bezug auf die gesellschaftliche und berufliche Integration der Jugendlichen, aber auch bezüglich möglicher kultureller Zuschreibungen und Vorurteile, Prozesse der „Ethnisierung“ sowie Öffnungs- und Ausschlussmechanismen im interkulturellen Kontext. Ergänzt werden die Gruppendiskussionen bei einer ausgewählten Anzahl von zwei bis drei Projekten je Land um leitfadengestützte qualitative Interviews mit jeweils einem/einer Jugendlichen der jeweiligen Diskussionsgruppe (subjektive Orientierung). Die Auswahl der Projekte orientiert sich an dem Erhebungsmaterial der Gruppendiskussion. Beabsichtigt ist, Beispiele zu berücksichtigen, die im Sinne einer „guten Praxis“ modellhaften Charakter für gelungene Strategien einerseits einer interkulturellen Arbeit und andererseits einer Verbesserung der gesellschaftlichen und beruflichen Integration der beteiligten Jugendlichen haben. Die Interviews mit ca. vier bis sechs Jugendlichen sollen Einblick in deren subjektive Motive, Interessen und Orientierungen, Einschätzungen und Bewertungen der interkulturellen Zielsetzungen sowie der Chancen in Bezug auf ihre gesellschaftliche und berufliche Integration geben.
  • Modellprojekt „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“ (im Auftrag des Europäischen Integrationsfonds, des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und des Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW)
    Das Projekt „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“, basiert auf einer gemeinsamen Konzeption des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, der Stiftung Mercator und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), den beteiligten Universitäten sowie den Fachhochschulen und den kommunalen Partnern. Ziel des Projektes ist es, die Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte deutlich zu verbessern. Die folgend genannten strukturellen und inhaltlichen Maßnahmen sollen dazu führen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft im Bildungssystem angemessen gefördert werden, um eine erfolgreiche schulische und berufliche Ausbildung absolvieren zu können. Des Weiteren wird angestrebt, interkulturelle und Förderkompetenzen in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte langfristig zu verankern. Das Konzept bringt daher zwei Zielgruppen zusammen: Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte Studierende der schulischen und außerschulischen Pädagogik im Rahmen der Lehrerausbildung und der Ausbildung im Fachbereich Sozialwesen Die Hochschulen vermitteln den Studenten der Sozialen Arbeit die theoretischen Grundlagen zur Interkulturellen Pädagogik sowie zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Im Anschluss daran arbeiten die Studenten als Honorarkräfte mit einer Kleingruppe von ca. 6 Kindern mit Zuwanderungsgeschichte. Sie gestalten und betreuen außerschulische Angebote. Möglich sind hier kreative, musische oder medienpädagogische Zugänge. Ein zentraler Punkt ist hier die Persönlichkeitsstärkung, wie z.B. die Resilienzförderung. Über die Mitwirkung in dem Projekt erhalten die Studierenden darüber hinaus Einblicke in den Aufbau und die Arbeitsweisen kommunaler Netzwerke. Sie lernen die Strukturen der schulischen und außerschulischen Arbeit kennen.
  • Partizipation in der Einwanderungsgesellschaft. Zur Nachhaltigkeit zivilgesellschaftlicher Partizipation am Beispiel der Kalker Ereignisse vom Januar 2008 (im Auftrag der Rhein-Energie-Stiftung, Köln)
    In dem gemeinsam mit Prof. Dr. Wolf-D. Bukow (Universität zu Köln) durchgeführten Projekt wird der Frage nach der zivilgesellschaftlichen Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund in urbanen Gesellschaften nachgegangen. Angesichts zunehmender Migration und Mobilität wird die für ein funktionierendes Zusammenleben der Bevölkerung notwendige politische Beteiligung der Menschen in der Stadtgesellschaft zu einer besonderen Herausforderung. Die Frage nach der zivilgesellschaftlichen Partizipation und nach den Formen gesellschaftspolitischer Beteiligung in der Stadtgesellschaft soll exemplarisch an dem Stadtteil Köln-Kalk und hier insbesondere an den Kalker Ereignissen im Januar 2008 untersucht werden. Anfang des Jahres 2008 demonstrierten vor allem junge Kalker Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund über mehrere Tage gegen ihre gesellschaftspolitische Benachteiligung in der Migrationsgesellschaft. Im Zentrum des Projektes steht dabei die Frage, inwieweit die Ereignisse vom Januar 2008 als eine „von unten“ entstandene Form zivilgesellschaftlicher Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil gedeutet werden kann. Weitergehend wird danach gefragt, welche nachhaltige politische Wirkungskraft den Kalker Ereignissen vom Januar 2008 in Bezug auf die Situation der Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil zugesprochen werden kann. Zudem geht es darum, die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten im Kontext unserer Demokratie bewusst zu machen und ein verändertes bzw. erweitertes gesellschaftspolitisches Bewusstsein von der Relevanz zivilgesellschaftlichen Engagements der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zu implementieren. Methodisch sollen neben einer Analyse der Quartierssituation die Kalker Ereignisse vom Januar 2008 rekonstruiert und qualitative Interviews mit Akteur(inn)en und Mediator(inn)en der Zivilgesellschaft in Bezug auf das zivilgesellschaftliche Engagement der Menschen mit Migrationshintergrund in Kalk durchgeführt werden.
  • Interkulturelle Öffnung in der verbandlichen Jugendarbeit - Stand, Hindernisse und Möglichkeiten der Realisierung (im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
    Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), München, und Prof. Dr. Andreas Thimmel (Fachhochschule Köln) durchgeführt. Ziel des Projekts war es, Grundlagen zu erarbeiten und bereitzustellen, die geeignet sind, die Umsetzung einer interkulturellen Öffnung auf örtlicher Ebene der Jugendverbandsarbeit zu fördern und Hindernisse zu ihrer Realisierung abzubauen. Mit der Konzentration auf die Frage der konkreten Umsetzung des Anspruchs der interkulturellen Öffnung in der Jugendverbandsarbeit wird der Blick sowohl auf Zielsetzungen zur Verbesserung der Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur Beteiligung in Jugendverbänden als auch auf die Förderung interkultureller Verständigungsprozesse und Kompetenzen gerichtet. Dabei sollen sowohl deutsche traditionelle Verbände wie auch selbstorganisierte Vereine von jungen Leuten einbezogen werden, die selbst oder deren Eltern zugewandert sind. Im Zentrum des Projekts steht dabei die Frage, wie die Jugendverbandsarbeit Konzepte der interkulturellen Öffnung aufnimmt bzw. entwickelt und umsetzt. Der Blick richtet sich zunächst auf interkulturell orientierte Projekte, Initiativen und Aktivitäten auf der örtlichen Jugendverbandsebene. Gefragt wird nach ihrer Konzipierung, ihrer Organisation, den Bedingungen für ihr Gelingen und für Umsetzungsprobleme sowie nach der Gestaltung von Angeboten und Aktivitäten. Interkulturell orientierte Programme und Zielsetzungen auf überörtlicher Ebene und bei Dachverbänden stehen für sich genommen nicht im Zentrum der Untersuchung, sondern erhalten ihre Bedeutung zum einen als Rahmenbedingung für die inhaltliche Konturierung und die strukturelle Ausstattung der konkreten Jugendarbeit, zum anderen durch ihre praktische Relevanz für die Gestaltung und Orientierung der Angebote und Initiativen. Ausgehend von der konkreten lokalen Jugendverbandsarbeit werden zudem interne und externe Einflüsse auf die Realisierung einer interkulturellen Öffnung, die Umsetzungsmöglichkeiten und -probleme vor Ort sowie die aktive Gestaltung interkultureller Angebote bzw. Initiativen durch jugendliche Mitglieder und Teilnehmer(innen) analysiert. Damit sind bereits die beiden Ebenen der Untersuchung benannt, an denen sich der Entwurf des Forschungsdesigns orientiert: (1) die Konzepte und Rahmenbedingungen von Projekten, Angeboten und Initiativen der interkulturellen Jugendarbeit vor Ort und (2) die konkrete Gestaltung der interkulturellen Jugendverbandsarbeit durch die beteiligten Jugendlichen.
  • Rollenverständnis von Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte unter Berücksichtigung intergenerationeller und interkultureller Einflüsse (im Auftrag des Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW)
    Ein gemeinsam mit Univation, Institut für Evaluation Dr. Beywl & As-sociates GmbH, und women on top durchgeführtes Forschungsprojekt zur Erkundung des Rollenverständnisses von Frauen und Männern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte mittels leitfadengestützter qualitativer Interviews. Ziele dieses Forschungsprojektes sind u.a. die Sichtbarmachung der Rollenverständnisse russisch- und türkischsprachiger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Vergleich zu Deutschen ohne Zuwanderungsgeschichte. Die Rollenleitbilder und Handlungsorientierungen der Zielgruppen werden durch intergenerative Interviews mit Vätern und ihren Söhnen sowie Müttern und ihren Töchtern erhoben. Damit sollen intergenerative Einflüsse zum Rollenverständnis sichtbar gemacht werden. Zudem werden mögliche Zusammenhänge zwischen Rollenverständnis und Integration herausgearbeitet. Unter Rückgriff auf vorhandene Forschungsarbeiten soll diese Befragung zum Thema Rollenverständnisse weitere Erkenntnisse liefern und den Blick auf verschiedene Differenzlinien lenken.
  • Die subjektive Sicht von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungschichte auf ihr Lebensumfeld (im Auftrag des Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW)
    Hier handelt es sich um eine gemeinsam mit Dr. Andreas Deimann (RAA Leverkusen) und Dipl.-soz.päd. Solveigh Skaloud (Fachhochschule Köln) durchgeführte Expertise für den 9. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Einerseits um den Partizipationsaspekt zu stärken und andererseits um effektiv pädagogisch handeln zu können, ist es sinnvoll, die subjektive Sicht von Klient(inn)en auf ihr Lebensumfeld zu erkunden. Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte sind diesbezüglich bisher eine vernachlässigte Gruppe. Die Expertise will versuchen, dieses Manko zu kompensieren. Ziel der Untersuchung ist zunächst, grundlegende Merkmale der verschiedenen Lebenssituationen von Kindern und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen zu beschreiben. Dabei wird nicht primär von Armut und Bildungsferne der Kinder und Jugendlichen ausgegangen, vielmehr wird nach ihren Potenzialen der Selbstbestimmung und der gesellschaftlichen Teilhabe gefragt. Mögliche Forschungsfragen sind: • Welche sind die zentralen Aspekte der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte? • Wie gehen diese Kinder und Jugendlichen mit diesen Aspekten ihrer Lebenssituation um? Welche Bewältigungsformen haben sie entwickelt? Wie erfolgreich sind sie damit? • In welchen Bereichen können Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen ihr Leben selbst gestalten? • Wo sehen sich Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte fremdbestimmt, abhängig von Personen oder sozialen Bedingungen? Auch und gerade Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte erleben in Deutschland eine individualisierte Jugendphase. Wie alle Kinder und Jugendlichen stehen sie zwischen Autonomie und Anpassung • im Familiensystem • im Erziehungs- und Bildungssystem • beim Übergang von der Schule in den Beruf und • in sozialen Netzwerken Allgemein von vielfältigen Faktoren geprägt (Status der Eltern, Bildung, Gesundheit, Wohnen, politische Partizipation, Freizeit) kommen bei Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte Aspekte hinzu, die direkt mit der Migration zusammenhängen: • unterschiedliche Migrationsmotive und Integrationsverläufe • unterschiedliche Aufnahmebedingungen und soziale Erwartungen im Einwanderungsland. Zweifellos gibt es „die“ Kinder und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte nicht als eine homogene soziale Gruppe. Dies hat einmal mehr die aktuelle SINUS-Studie zu Migrant(inn)enmilieus verdeutlicht. Innerhalb der Gruppe der Kinder und Jugendlichen, als deren gemeinsames Merkmal eine Zuwanderungsgeschichte gelten kann, ist eine große Heterogenität von Lebenslagen und Lebensstilen zu finden. Um die Nuancen der Zuwanderung angemessen zu berücksichtigen, werden vier Formen der Zuwanderung unterschieden: • Arbeitswanderungen • Familiennachzug • Zuwanderung von Asylsuchenden • Spätaussiedler(innen) und Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen GUS Angenommen wird, dass die subjektive Sicht von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte auf ihre Lebenssituation durch die Form der Zuwanderung vorstrukturiert ist. Diese Annahme wird mit acht qualitativen Leitfadeninterviews überprüft, von denen jeweils zwei einer der vier Zuwanderungsformen entsprechen. Pro Zuwanderungsform werden ein Mädchen und ein Junge im Alter von 12-25 Jahren interviewt, um auch mögliche Geschlechterdifferenzen aufzunehmen.
  • Evaluationsstudie zum Thema „Organisationsstruktur und -entwicklung der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd)“ (im Auftrag der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), Bonn
    Das Projekt beinhaltet eine externe Evaluation der Organisationsstruktur und -entwicklung der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd).
  • Evaluationsstudie zum Thema „Zukunftschancen internationaler Workcamps“ (im Auftrag der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), Bonn)
    Hierbei handelt es sich um eine externe Evaluation der Teilnahmebereitschaft von Jugendlichen und Gruppenleiter(inne)n an internationalen Workcamps mittels qualitativer Interviews mit Expert(inn)en der internationalen Jugendarbeit und potenzieller Teilnehmer(innen) (Schüler(innen) und Student(inn)en)
  • Evaluationsprojekt „Empowerment and learning through the arts“ (im Auftrag der Melanchthon-Akademie Köln im Rahmen des SOKRATES-Programms der Europäischen Kommission
    In diesem Projekt ging es um eine externe Evaluation der Angebote der Teilprojekte einer Grundtvig-Lernpartnerschaft in Deutschland, Italien, Frankreich und Dänemark. Vergleich unterschiedlicher sozialpädagogischer Methoden und Angebote für sozial ausgegrenzte Bürgerinnen und Bürger in Ländern der EU.
  • Forschungsprojekt „TransKom – Gesund und Sozial“ (im Auftrag des Landeszentrum für Zuwanderung (LzZ) NRW im Rahmen der EQUAL-Initiative der Europäischen Kommission)
    In diesem Projekt ging es um eine interne formative und summative wissenschaftliche Evaluation der von den Projektpartnern für Flüchtlinge durchgeführten Weiterbildungsangebote mit dem Ziel, den neuen Ausbildungsgang des Kultur- und Sprachvermittlers in Deutschland zu etablieren.
  • Forschungsprojekt „OpenIT – Öffnung von IT-Berufen für Migrantinnen und Migranten“ (im Auftrag des Landeszentrums für Zuwanderung (LzZ) NRW im Rahmen der EQUAL-Initiative der Europäischen Kommission)
    In diesem EU-Projekt ging es um die Eruierung der Gründe der Unterrepräsentation von Migrantinnen und Migranten im IT-Bereich mittels qualitativer, teils biographisch orientierter und teils leitfadengestützter Interviews und Entwicklung von Maßnahmen, die geeignet sind, ihre Repräsentation in diesem Bereich zu erhöhen.
  • Evaluationsprojekt zur „Situation der politischen Partizipation von Migrant(inn)en auf kommunaler Ebene“ (im Auftrag des Landeszentrum für Zuwanderung (LzZ) NRW)
    Hierbei handelt es sich um eine summative Evaluation verschiedener Modellprojekte zur politischen Partizipation von Migrant(inn)en auf kommunaler Ebene (Evaluation des Ausschusses für Zuwanderer und Integrationsangelegenheiten der Stadt Solingen, des Beirats für Zuwanderung und Integration der Stadt Duisburg und des Ausländerbeirats der Stadt Bonn) mittels einer Inhaltsanalyse von Sitzungsprotokollen, teilnehmender Beobachtung und qualitativer Interviews. In diesem Evaluationsprojekt ging es darum zu überprüfen, ob und - wenn ja - wie sich in diesen neuen Gremien die politische Partizipation der Migrant(inn)en gegenüber den alten Ausländerbeiräten verändert bzw. verbessert hat.
  • Literaturstudie „Die Sozialräumliche Segregation und die Situation von Jugendlichen in marginalisierten städtischen Quartieren in Frankreich“ (im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts)
    Ziel dieser Literaturstudie war die Präsentation der sozialwissenschaftlichen Diskussion zu sozialräumlicher Segregation in Frankreich, der Entstehung und Typen marginalisierter Quartiere in Frankreich, der Situation von Jugendlichen in marginalisierten städtischen Quartieren, der auf die Thematik bezogenen allgemeinen politischen Programme (insbesondere Politique de la Ville), der jugendpolitischen Konzepte, der Organisation der Ressourcen der BewohnerInnen dieser Quartiere und der Ergebnisse der auf die politischen Maßnahmen bezogenen Forschung.
  • Literaturstudie zum Thema „Schulsozialarbeit“ (im Auftrag von Jugendhilfe und Schule e.V.)
    Hierbei ging es um eine Darstellung und Kritik der für die Sozialpädagogik relevanten Literatur zum Thema „Schulsozialarbeit“ (SSA) der 80er Jahre.

+Publikationen

+Vorträge

+Tagungen

  • Migration und Zugehörigkeiten
    Im Kontext von Migration kommt der Frage nach Zugehörigkeiten eine besondere Bedeutung zu. Denn Migration ist ein Prozess, in dem einerseits etablierte Zugehörigkeiten beibehalten werden, sich verändern, in Frage gestellt, ganz oder teilweise aufgegeben werden, und andererseits Zugehörigkeiten neu entstehen können. Der Begriff der Zugehörigkeit verweist auf die Teilhabe von einzelnen Personen an kollektiven Zusammenhängen. Im Kontext von Migration werden vor allem herkunftsbezogene, politische und gesellschaftliche Zugehörigkeiten thematisiert und zum Teil auch problematisiert, wie beispielsweise als vermeintlicher Loyalitätskonflikt in Zusammenhang mit der doppelten Staatsbürgerschaft. Die Frage nach den Zugehörigkeiten fokussiert daher sowohl auf die Frage "Wer bin ich?" als auch auf die Frage "Wo gehöre ich hin?" Darüber hinaus stellt sich aber auch die Frage "Wer erkennt mich als zugehörig an?" Im Rahmen der Konferenz wird diesen Fragen in internationaler und interdisziplinärer Perspektive nachgegangen. Veranstaltende: - Kompetenzplattform für Migration und interkulturelle Kompetenz (KOPF) der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln (Deutschland) - Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (Olten, Schweiz) - Institut für Regional- und Migrationsforschung IRM (Trier, Deutschland) - Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH (Dudelange, Luxemburg).
    22.-24. Juni 2017 an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Olten
    http://www.migrationskonferenz.ch/
  • Migration und Generationen
    Im Migrations- und Integrationsdiskurs ist Generation als Merkmal zur Kategorisierung und Unterscheidung sehr präsent. So wird beispielsweise im Zusammenhang mit Einwanderung von erster und zweiter Generation von Migrantinnen und Migranten gesprochen. Der Generationenbegriff verweist in diesem Zusammenhang auf einen tatsächlichen oder vermeintlichen gemeisamen Erfahrungsgehalt, der durch die Migrationssituation konstituiert wird. Im Rahmen der Konferenz werden Begriff und Konzept von Generation im Kontext von Migration diskutiert, sowie die Verwendung des Generationenbegriffs in der empirischen Forschung und in den öffentlichen Diskursen in den Blick genommen. Dabei geht es auch darum, das Phänomen Migration in intergenerationaler Perspektive zu betrachten und zu fragen, inwieweit dies zu einem besseren Verständnis von Migration beitragen kann. Veranstaltende: - Kompetenzplattform für Migration und interkulturelle Kompetenz (KOPF) der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Köln (Deutschland) - Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (Olten, Schweiz) - Institut für Regional- und Migrationsforschung IRM (Trier, Deutschland) - Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH (Dudelange, Luxemburg) - Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Innsbruck (Österreich)
    23.-25. Juni 2016 an der Universität Innsbruck
    http://www.migrationskonferenz.ch/
  • Migration und Gender
    Gender ist neben race und class eine gesellschaftlich relevante und ungleichheitsstrukturierende Differenzlinie, die auch im Kontext von Migration von zentraler Bedeutung ist. Seit den 1980er Jahren hat sich die sozialwissenschaftliche Forschung über Migration und Geschlecht ausdifferenziert, zunächst insbesondere mit Blick auf die Motive, die Lebenslagen von Migrantinnen und das Bild der Migrantin, später mit Interesse für die Geschlechterverhältnisse. Auch in der Jugendforschung wurden ab Ende der 1990er Jahre die spezifischen Sozialisationsbedingungen von weiblichen und männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund vermehrt in den Blick genommen. In den 1990er Jahren wurde zeitweise von einer Feminisierung der Migration gesprochen. Anlass war die verstärkte Einwanderung von Frauen zur Erwerbstätigkeit in privaten Haushalten und im Care Sektor – eine Migration, die deshalb von Interesse ist, weil hier in der öffentlichen Diskussion erneut das Klischee von Frauenarbeit bedient wurde. Männlichkeit im Kontext von Migration hat als eigenständiges Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum erst in der vergangenen Dekade vermehrt Beachtung in der Männlichkeitsforschung gefunden. In der Analyse von Männlichkeiten und Migration – wie bei der Forschung über Migrantinnen – müssen neben den Kategorien Geschlecht und Ethnizität auch die Kategorien Klasse und Körper in der Analyse mit berücksichtigt werden. Eine Verbindung dieser verschiedenen Ungleichheits- und Unterdrückungsverhältnisse, deren Bedeutung für die sozialen Positionierungen und verschiedene Ein- und Ausgrenzungsmechanismen fokussiert der Ansatz der Intersektionalität. Inzwischen findet auch die Queer-Theorie verstärkt Beachtung, mit der weitere Dimensionen des Geschlechterverhältnisses im Kontext von Migration sichtbar gemacht werden können und insbesondere die Bipolarität von Geschlechterkonstruktionen in Frage gestellt wird. Im Rahmen der Konferenz wird das Verhältnis von Migration und Gender in interdisziplinärer und internationaler Perspektive und in unterschiedlichen Kontexten analysiert und diskutiert. Folgende Perspektiven stehen im Zentrum: Geschlechterverhältnisse im Kontext von Migration; Ansätze der Forschung zu Gender und Migration; Mediale und öffentliche Repräsentationen von Gender und Migration; Sexualität, Körper, Identität im Kontext von Migration; Fluchtmigration und Gender; Migration und Gender in Erinnerungskulturen: Ausstellungen, Museen und öffentlicher Raum. Veranstaltende: - Kompetenzplattform für Migration und interkulturelle Kompetenz (KOPF) der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln (Deutschland) - Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (Olten, Schweiz) - Institut für Regional- und Migrationsforschung IRM (Trier, Deutschland) - Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH (Dudelange, Luxemburg) - Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Innsbruck (Österreich)
    18.-20. Juni 2015 im Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH, Dudelange/Luxemburg
    http://www.migrationskonferenz.ch/
  • Migration und Mobilität
    Migration und Mobilität werden vielfach als unterschiedliche Phänomene wahrgenommen und diskutiert: Von Migration wird eher dann gesprochen, wenn es um Arbeitskräftewanderungen aus nicht europäischen Ländern, aus Drittstaaten oder um Flucht und Asyl geht. Als Mobilität werden zum einen innereuropäische und speziell inner-EU-Wanderungen und generell auch Wanderungen von Hochqualifizierten bezeichnet. Dies verweist darauf, dass Fragen von Migration und Mobilität immer auch mit spezifischen Positionierungen innerhalb komplexer gesellschaftlicher Verhältnisse verbunden sind. Sie verweisen aber auch darauf, dass die jeweiligen Deutungen sozialer Verhältnisse in Macht- und Herrschaftsverhältnisse eingebunden sind. Im Kontext globaler Krisen, wie beispielsweise Finanzkrisen, Umweltkatastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen werden diese Deutungen virulent, da sie mit spezifischen Legitimations- und Delegitimationsstrategien von Migration verbunden sind. Die Frage nach der Unterscheidung von Migration und Mobilität gewinnt daher verstärkt an Bedeutung. Aktuelle Migrations- und Mobilitätsphänomene bilden hochkomplexe soziale Zusammenhänge ab. Sie sind nicht nur vielschichtig und dynamisch, sie verweigern sich auch vielfach dauerhaften kategorialen Zuordnungen. Die in der Migrations- und Mobilitätsforschung gewohnten Topoi, beispielsweise Touristen, Arbeitsmigranten und Arbeitsmigrantinnen, Familiennachzügler und Familiennachzüglerinnen, Aussiedler und Aussiedlerinnen und Spätaussiedler und Spätaussiedlerinnen, Studierende, Flüchtlinge, Saisonarbeiter und Saisonarbeiterinnen und Berufspendler und Berufspendlerinnen sind zu fluiden Kategorien geworden, sie lösen sich auf, werden im weiteren Migrations- und Mobilitätsverlauf zu bloßen Übergängen und verdichten sich anschließend wieder in neuen Formen. So werden aus Touristinnen und Touristen etwa Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, aus "ausländischen" Studierenden Flüchtlinge und Saisonarbeitende. Unterscheidungen konkretisieren sich dabei in verschiedenen räumlichen und zeitlichen Dimensionen. Darin werden unterschiedlichen Profile geografischer Mobilität sichtbar. Während die älteren, weiterhin existierenden Formen der Migration vielfach durch Aufbrechen und Weggehen einerseits und Ankommen bzw. Bleiben andererseits gekennzeichnet sind, sind für die neueren Formen geografischer Mobilität eher kontinuierliche Bewegungen von Menschen charakteristisch, wie sie etwa im Rahmen der Netzwerkforschung oder in der transnationalen Perspektive sichtbar gemacht werden. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die diesjährige Internationale Migrationskonferenz mit Migration und Mobilität und beleuchtet dabei das wechselseitig verschränkte Verhältnis im Zusammenhang mit geografischen und sozialen Veränderungsprozessen. Das Verhältnis von Migration und Mobilität wird im Rahmen der Konferenz daher aus verschiedenen disziplinären Perspektiven und in unter-schiedlichen, insbesondere auch internationalen Kontexten thematisiert und diskutiert werden. Veranstaltende: - Kompetenzplattform für Migration und interkulturelle Kompetenz (KOPF) der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln (Deutschland) - Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (Olten, Schweiz) - Institut für Regional- und Migrationsforschung IRM (Trier, Deutschland) - Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH (Dudelange, Luxemburg) - Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Innsbruck (Österreich)
    03.-05. Juli 2014 an der Fachhochschule Köln
    http://www.migrationskonferenz.ch/
  • Inklusive Bildung im Abseits!?
    In dem Projekt „Inklusion und Diversität als Herausforderung für Schule und Soziale Arbeit in marginalisierten Kölner Quartieren“ ist eine Forschergruppe um Prof. Dr. Lisa Rosen von der Universität zu Köln sowie Prof. Dr. Markus Ottersbach von der Fachhochschule Köln der Frage nachgegangen, welche Beiträge zur Bildungsinklusion geleistet werden können. Die Ergebnisse präsentieren sie nun auf einer Abschlusstagung an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Die Tagung „Inklusive Bildung im Abseits?!“ stellt gleichzeitig einen Rahmen her, um mit WissenschaftlerInnen, ExpertInnen aus Bildung und Stadtplanung, Studierenden sowie allen weiteren Interessierten einen Einblick in Bildungsprozesse von Jugendlichen zu gewinnen. Fokussiert werden dabei Lebenswelten und Bildungsräume von Jugendlichen, die in marginalisierten Vierteln Kölns aufwachsen, etwa in den rechtsrheinisch gelegenen Stadtteilen Kalk, Ostheim und Holweide. Das Tagungsziel besteht darin, nach Auswirkungen der geforderten Inklusion auf die schulischen wie außerschulischen Bildungsräume der Jugendlichen, ihren Sichtweisen sowie der von professionellen Akteuren zu fragen: Setzt die Debatte um Inklusion von SchülerInnen mit Behinderung Synergien frei für andere gesellschaftlich stigmatisierte und bildungsbenachteiligte Jugendliche? Veranstaltende: Universität zu Köln (Prof. Dr. Lisa Rosen, Sabine Roeber, Anja Kleiser), Fachhochschule Köln (Prof. Dr. Markus Ottersbach, Sultan Kilic)
    16. November 2013
    https://www.f01.th-koeln.de/imperia/md/content/interkult/inklusive_bildung_im_abseits.pdf
  • Migration und Urbanität
    Migrationsbedingte Mobilität war seit jeher konstitutiv für die Entwicklung von Städten. Die Industrialisierung des 19. und 20. Jahrhunderts und die Entstehung grosser Arbeitsmärkte in städtischen Zentren forcierten die regionale, insbesondere aus ländlichen Regionen, und grenzüberschreitende, internationale Zuwanderung von Arbeiterinnen und Arbeitern auf der Suche nach einer gesicherten Existenz. Im Laufe der Industrialisierung entstanden in den Städten segregierte Arbeiterquartiere, in denen Zuwandererinnen und Zuwanderer unter zum Teil desolaten Bedingungen ihr Leben fristeten. Die Städte Europas wurden über Jahrhunderte von unterschiedlichen Migrationsbewegungen geprägt. Im Grunde sind Stadtentwicklung und Urbanität also ohne Migration kaum vorstellbar. Stadtgeschichten sind daher immer auch Wanderungsgeschichten in denen Migrantinnen und Migranten als neue ethnische Minderheiten auf vielfältige Weise (mit-)gestaltend und handelnd sichtbar werden. Die Präsenz der Migrantinnen und Migranten in der Stadt wird allerdings meist unter negativen Vorzeichen betrachtet. Denn wahrgenommen und als Problem thematisiert wird meist nur die Zuwanderung und Veränderung der schon als Problemviertel identifizierten Arbeiterviertel, die nun als Ausländerviertel in Verruf geraten und als Ghettos, ethnische Kolonien oder als Parallelgesellschaften etikettiert werden. Oftmals gelten sie als verlorene Territorien. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die diesjährige Internationale Migrationskonferenz mit dem Blick in die urbanen Wirklichkeiten und zeigt dabei anhand unterschiedlicher Kontexte auf, wie die urbanen Räume durch die betroffenen Menschen gestaltet, verändert oder auch wiederbelebt werden. Das Verhältnis von Migration und Urbanität wird im Rahmen der Konferenz aus verschiedenen disziplinären Perspektiven und in unterschiedlichen, insbesondere auch internationalen Kontexten thematisiert und diskutiert werden. Veranstaltende: - Kompetenzplattform für Migration und interkulturelle Kompetenz (KOPF) der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln (Deutschland) - Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (Olten, Schweiz) - Institut für Regional- und Migrationsforschung IRM (Trier, Deutschland) - Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH (Dudelange, Luxemburg), Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Klagenfurt.
    13.-15. Juni 2013 an der Universität Basel
    http://www.migrationskonferenz.ch/
  • Städtische Quartiere im sozialen Wandel lebenswert gestalten - Herausforderungen und Chancen für neuere kommunale Ansätze.
    Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, die zunehmende Soziale Ungleichheit und Diversität und dem verstärkten Verlangen der Bürgerinnen und Bürger nach direkter Partizipation muss die Frage nach der Gestaltung lebenswerter städtischer Quartiere neu gestellt werden. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen Fragen wie „Was sind lebenswerte Quartiere?“, „Wie ist das Ausmaß der Segregation in deutschen Städten und welche politischen Konzepte gegen zunehmende Segregation gibt es?“, Welche Auswirkungen haben die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auf die Gestaltung städtischer Quartiere?“, „Welche Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Konzepte der städtischen Quartierentwicklung gab und gibt es?“ gestellt und öffentlich diskutiert werden. Auf Initiative der Beteiligten im Modellprojekt „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ laden die Fachhochschule Köln, die Fachhochschule Düsseldorf und die Stadt Köln deshalb zu einer Tagung ein, in der es darum geht, aus der Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, aber auch aus Sicht der Praxis theoretische Ansätze, historische Entwicklungen und empirisch evaluierte regionale Konzepte zur Gestaltung lebenswerter städtischer Quartiere vorzustellen und zu diskutieren. Konkretes Ziel ist, die Stärken und Schwächen kommunaler Konzepte seitens der Städte Köln, Essen und München von Expert(inn)en präsentieren zu lassen und im Kontext der Politik und der Verwaltung zu diskutieren. Dabei sollen die Herausforderungen und Chancen dieser kommunalen Ansätze ausgelotet und zukunftstaugliche Konzepte diskutiert werden. Mit unterschiedlichen Methoden der Präsentation und Diskussion mit Referent(in)en im Plenum und mit einer Podiumsdiskussion wollen wir versuchen, der Thematik in einer abwechslungsreichen und lebendigen Form gerecht zu werden. Zielgruppe der Tagung sind Studierende, Vertreter(inn)en der Politik, der Verwaltung, der Wissenschaft, Multiplikator(inn)en und Fachkräfte der Sozialen Arbeit.
    18.-19. April 2013
    http://www.f01.fh-koeln.de/Kalender/2012/12/f01_msg_02683.html
  • Zur Politisierung der Sozialen Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft.
    Herbsttagung der Arbeitsgruppe Interkulturelle Soziale Arbeit (AG-IKSA) des Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) an der Fachhochschule Köln in Kooperation mit dem Kölner Flüchtlingsrat.
    20.-21. Oktober 2011
    http://ag-iksa.web.fh-koeln.de/?option=com_content&task=blogcategory&id=96&Itemid=88
  • Von der Revolte zur Steuerung – und zurück? Zur Zukunft der Gemeinwesenarbeit (GWA)
    Nach einer 40-jährigen Akzeptanzphase fristet die Gemeinwesenarbeit als eine der drei klassischen Methoden der Sozialen Arbeit inzwischen fast nur noch ein Nischendasein. Auch in den Studiengängen der Hochschulen taucht sie als eigenständiges und explizites Angebot inzwischen kaum noch auf. Bedeutet dies, dass sie inzwischen überflüssig geworden ist? Oder ist sie eher zu einem selbstverständlichen und damit äußerlich eher unsichtbaren Bestandteil der Sozialen Arbeit avanciert? Im Rahmen des zweitägigen Dies Academicus der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln sollen die aktuelle und die zukünftige Rolle der Gemeinwesenarbeit am Beispiel der Stadt Köln neu ausgelotet werden. Um dieser Aufgabe erfolgreich nachzukommen, muss zunächst die Entwicklung der GWA rekonstruiert werden. Unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen und mit welchen Zielen ist die GWA in den 60er Jahren hierzulande angetreten? Wie hat sich ihre Rolle mit der Zeit verändert? Kann sie heute ihren kritischen Ruf noch einlösen? Hat sich die Realisierung der GWA auf bestimmte Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit reduziert und wenn ja, auf welche? Wie definieren Theorie, Praxis, Politik und Verwaltung jeweils heute die Rolle der GWA? Dominiert eine gemeinsame Einschätzung oder gibt es eher Differenzen? In welchem Verhältnis steht GWA zu neueren Konzepten wie der Sozialraumorientierung? Um alle diese Fragen zu beantworten, haben wir zahlreiche Forscher(innen), Praktiker(innen), Verantwortliche aus der Verwaltung und der Politik in die Fachhochschule zu einer Tagung eingeladen. Mit unterschiedlichen Methoden der Präsentation und Diskussion mit Referent(in)en im Plenum und in Arbeitsgruppen, mit Podiumsdiskussionen und einer Open-Space-Veranstaltung wollen wir versuchen, der Thematik in einer abwechslungsreichen und lebendigen Form gerecht zu werden. Die Fachtagung findet in Kooperation mit dem Veedel e.V. statt, der dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Im Anschluss an die fachliche Auseinandersetzung gibt es am Freitagmittag ein Büffet, zudem alle herzlich eingeladen sind.
    18.-19. November 2010
    http://www.verwaltung.fh-koeln.de/aktuelles/2010/11/verw_msg_03503.html
  • Alltagsweltorientierte Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft.
    Herbsttagung der Arbeitsgruppe Interkulturelle Soziale Arbeit (AG-IKSA) des Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) an der Fachhochschule Köln.
    03.-04. September 2009
    http://ag-iksa.web.fh-koeln.de/?option=com_content&task=view&id=58&Itemid=91
  • Flüchtlingsschutz zwischen globalen und lokalen Herausforderungen.
    230 Flüchtlinge ertranken allein im März 2009 im Mittelmeer – auf der Fahrt von Libyen nach Italien. Bis zum Ende dieses Jahres werden weitere Menschen ihr Leben riskieren, um in Europa, möglicherweise auch in Deutschland und vielleicht sogar in Köln Schutz – und ein besseres Leben zu finden. Die Grundlage des internationalen Flüchtlingsschutzes bildet bis heute die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951. Danach ist ein Flüchtling eine Person, die "aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt". In Deutschland wurde der Flüchtlingsschutz bereits 1949 im Artikel 16 des Grundgesetzes „Politisch Verfolgte genießen Asyl“ verankert. Anlässlich dieses 60. Jahrestag wie auch dem 25 jährigen Bestehen des Kölner Flüchtlingsrates greift die Fachhochschule Köln die Frage auf: Wie und ob der Flüchtlingsschutz international, national und kommunal heute funktioniert. (Dieser Absatz kann weg, wenn es zu lang ist: Brisant, denn das globale Flüchtlingsproblem nimmt zu. Gleichwohl ist es zum medialen Ereignis ohne Alltagsbezug geworden. Kamen die 10 Tausend Bootsflüchtlinge aus Vietnam, deren Bilder im Sommer 1979 durch die Medien gingen und viele Bürger hierzulande bewegten, auch tatsächlich in Deutschland an, so erhalten die heutigen Bootsflüchtlinge in der Regel keinen Einlass nach Europa. Der Flüchtlingsschutz sei an die Grenzen Europas outgesourced worden, kritisieren Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international oder Pro Asyl und beklagen massive Menschenrechtsverletzungen. Im vergangenen Jahr stellten nur 22 Tausend Flüchtlinge einen Antrag auf Asyl in Deutschland. Zum Vergleich: 1992 waren es 440 000. Diese Zahlen dienten damals als Begründung für eine drastische Einschränkung des Grundgesetzes. Trotz der geringen Aufnahmezahlen bleibt die Lage vieler Flüchtlinge in der Bundesrepublik prekär. 104 Tausend Migranten leben mit einer Duldung, einem gänzlich unsicheren Aufenthaltsrecht, im Land. Die damit einhergehende Desintegration der Betroffenen und ihrer Kinder ist eine Herausforderung für die soziale Arbeit, ebenso wie die zunehmende Zahl der irregulären Migration. Neuen Beratungsbedarf melden auch einst anerkannte Asylbewerber an, unter ihnen viele irakische Flüchtlinge, die ihren sicheren Aufenthaltsstatus mit der Begründung entzogen bekommen, im Heimatland habe sich die politische Situation grundlegend verändert. Unterdes beteiligt sich Deutschland erstmals an einem Flüchtlingsprogramm des UNHCR, das die dauerhafte Aufnahme und Integration von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen aus dem Irak ohne Asylverfahren vorsieht. Im Rahmen dieses „Resettlement“-Programms soll 2500 Flüchtlingen ein dauerhafter Aufenthalt in der Bundesrepublik ermöglicht werden. Die gemeinsame Tagung der Fachhochschule Köln und des Kölner Flüchtlingsrates analysiert die neuen Konzepte und Organisationstrukturen der globalen und nationalen Flüchtlingspolitik. Erörtert werden insbesondere Handlungsspielräume für die Soziale Arbeit in der Kommune im Sinne einer Menschenrechtsarbeit.
    29.-30. Oktober 2009
    http://www.verwaltung.fh-koeln.de/aktuelles/2009/09/verw_msg_02494.html
  • Der nationale Integrationsplan: Aufbruch in eine neue Gesellschaft der Vielfalt oder Etikettenschwindel?
    Herbsttagung der Arbeitsgruppe Interkulturelle Soziale Arbeit (AG-IKSA) des Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) an der Fachhochschule Köln.
    13.-14. November 2008
    http://ag-iksa.web.fh-koeln.de/?option=com_content&task=view&id=53&Itemid=91
  • Jugendliche im Abseits? Ist die Situation in französischen und deutschen marginalisierten Stadtquartieren vergleichbar? Wie reagieren Politik und Soziale Arbeit? Ein deutsch-französisches Symposium.
    Lange Zeit galten die Bilder aus den französischen Banlieues, die bereits seit Beginn der 80er Jahre und auf intensivere Art und Weise erneut im Herbst 2005 in deutschen Medien zu sehen waren, eher als exotische Erscheinungen. Man kannte sie höchstens von den in Deutschland stark ritualisierten Ausschreitungen anlässlich des 1. Mai in Großstädten wie Berlin. Dennoch gibt es inzwischen vor dem Hintergrund der bekannten Entwicklungen an Haupt- und Realschulen auch bei uns Anzeichen dafür, dass sich die Jugendgewalt vergleichbar mit derjenigen in Frankreich entwickeln könnte. Deshalb war die Thematik der Situation der Jugendlichen in marginalisierten Quartieren Frankreichs und Deutschlands, die vom 14.-15. Juni 2007 im Rahmen eines deutsch-französischen Symposiums in der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln diskutiert und vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Institut Francais in Köln und der Universität Bordeaux II gefördert wurde, durchaus aktuell. Etwa 160 Teilnehmer(innen), die sich aus Vertreter(inne)n der Praxis der Sozialen Arbeit, der Politik, der Wissenschaft und aus Studierenden verschiedener Fachhochschulen und Universitäten zusammensetzten, verfolgten die Vorträge zur Thematik der Situation Jugendlicher in marginalisierten Quartieren in Frankreich und Deutschland. Dabei wurden sowohl einige Parallelen als auch zahlreiche Unterschiede in der Entwicklung der Situation der Jugendlichen offenbart. In Bezug auf das Ausmaß der Probleme scheint die Situation der Jugendlichen – so die Referent(inn)en – in marginalisierten Quartieren Deutschlands (noch) harmloser zu sein als in Frankreich. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zustände wie die in den französischen Banlieues auch in Deutschland entwickeln könnten, angesichts einer zunehmend neoliberal orientierten Globalisierung, verbunden mit dem Um- und Abbau des Sozialstaats und einer bisher nicht bewältigten Bildungsmisere, deutlich zunehmen wird. Sowohl die Politik als auch die Soziale Arbeit sind vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen besonders herausgefordert, Ansätze zu entwickeln, die helfen, die Situation dieser Jugendlichen deutlich zu verbessern. Vor und nach dem Symposium fand auch ein vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördertes Seminar statt, in dem zehn Studierende der Universität Bordeaux II und dem Institut Regional de Travail Social (IRTS) Aquitaine in Bordeaux und fünfzehn Studierende der Fachhochschule Köln unter der Leitung von Maitena Armagnague (Universität Bordeaux) und Dr. Markus Ottersbach (Fachhochschule Köln) über die Thematik diskutierten. Den Studierenden haben die Präsentationen der verschiedenen Perspektiven und die Diskussionen sehr gut gefallen, so dass für Frühjahr nächsten Jahres ein Gegenbesuch in Bordeaux geplant ist.
    14.-15. Juni 2007
    http://www.f01.fh-koeln.de/Nachrichten/2007/06/f01_msg_00684.html
  • Parallelgesellschaften - Folgen des Diskurses und Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit.
    Fachtagung der Arbeitsgruppe Interkulturelle Soziale Arbeit (AG-IKSA) des Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) an der Fachhochschule Köln.
    14.-15. April 2007
    http://ag-iksa.web.fh-koeln.de/?option=com_content&task=view&id=58&Itemid=91

+Mitgliedschaften

+Lebenslauf

seit 06/2008 Professor für Soziologie an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln
2005-2008 Vertretungsprofessur für Methoden der empirischen Sozialforschung, soziale Ungleichheit und sozialer Wandel, Gender-, Diversity- und Minderheiten-/Migrationsthematik an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln
2001-2005 Durchführung von Evaluations- und Forschungsprojekten im Auftrag des Landeszentrum für Zuwanderung (LzZ) NRW in Solingen
2002 Habilitation in Soziologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
2000-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei NAVEND - Zentrum für Kurdische Studien e.V., Bonn
seit 1999 Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften
1996-1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln, Seminar für Sozialwissenschaften, Abteilung Soziologie
1996 Promotion in Soziologie an der Humanwissenschaftlcihen Fakultät der Universität zu Köln
1989-1996 Pädagogischer Mitarbeiter im Stadtteilzentrum Jugendladen Nippes, Jugendhilfe und Schule e.V., Köln
1988 Abschluss als Diplom-Pädagoge an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
1983-1988 Studium in Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Albertus-Magnus-Universität zu Köln
1982-1983 Zivildienst im Jugendzentrum Am Lippeweg, Köln-Höhenhaus
1981-1982 Studium in Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Rheinischen-Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn
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