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Beauftragte für Studierende mit Beeinträchtigung

Nadine Sohn

Nadine Sohn

Hochschulreferat Studium und Lehre

  • Campus Südstadt
    Claudiusstraße 1
    50678 Köln
  • Raum E1.17
  • Telefon+49 221-8275-3248

Offene Sprechstunde: mittwochs 13-14 Uhr, persönliche Termine nach Vereinbarung

Rückerstattung Semesterticket

Phillip Beyer
AStA der TH Köln

  • Telefon+49 221-98167-0

Unterstützung während des Studiums

Silhouetten von Menschen, die in einer Gruppe stehen in orange, rot und violett (Bild: TH Köln)

Studierende mit Beeinträchtigungen oder chronischen Krankheiten haben oftmals einen höheren finanziellen Bedarf. Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung sich Ihnen in Form von Studienförderung, Stipendien und Förderung von Auslandsstudien bieten und welche weiteren Unterstützungsangebote Sie in Anspruch nehmen können.

Semesterticket – Rückerstattung bzw. Befreiung

Schwerbehinderte Studierende, die bereits unentgeltlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder auf Grund ihrer Behinderung keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können und einen entsprechenden Nachweis erbringen, haben einen Anspruch auf Rückerstattung der Semesterticket-Beiträge. Die Rückerstattung erfolgt auf Antrag beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der TH Köln. Eine Befreiung kann auch direkt bei der Einschreibung im jeweiligen Studienbüro unter Vorlage der entsprechenden Nachweise vorgenommen werden. Die Befreiung gilt dann grundsätzlich für die komplette Studienzeit.

BAföG

Überschreiten der Altersgrenze bei Studienbeginn

In der Regel haben Sie nur Anspruch auf BAföG, wenn Sie bei Studienbeginn das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Es gibt aber Ausnahmen, die besonders für Studieninteressierte mit einer Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung von Bedeutung sein können. Dies muss im Einzelfall geprüft werden.

Zu den Ausnahmefällen zählen:

  • Die Hochschulzugangsberechtigung wurde über den zweiten Bildungsweg erworben
  • Eine Beeinträchtigung oder Erkrankung macht ein Studium notwendig
  • Die rechtzeitige Studienaufnahme wurde durch eine Beeinträchtigung oder Erkrankung verhindert

Wichtig ist, dass das Studium unverzüglich aufgenommen werden muss, nachdem der Hinderungsgrund weggefallen ist. Als Beispiel: Nach einer langen Erkrankung müssen Sie sich direkt um einen Studienplatz bewerben, sofern Sie studierfähig sind.

Förderung über die Regelstudienzeit hinaus

Aufgrund einer Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung kann sich das Studium verlängern. In diesen Fällen kann BAföG auch über die Förderungshöchstdauer gewährt werden. Um die Verlängerung zu beantragen, müssen folgende Nachweise vorgelegt werden:

  • Nachweis über die Beeinträchtigung oder chronische Erkrankung
  • Nachweis darüber, dass die Beeinträchtigung oder chronische Erkrankung der Grund für die Studienzeitverlängerung ist
  • Nachweis darüber, dass die Verlängerung nicht zu verhindern war
  • Nachweis über den tatsächlich entstandenen Zeitverlust

Wichtig ist, dass der Antrag auf Verlängerung vor dem Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums gestellt wird und dass krankheitsbedingte Verzögerungen möglichst frühzeitig geltend gemacht werden.

Behinderungsbedingter Mehraufwand

Wenn BAföG und eigene Mittel nicht ausreichen, um die behinderungsbedingten Mehrkosten abzudecken, besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Eingliederungshilfe weitere Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Stipendien

Stipendien speziell für Studierende mit Beeinträchtigung oder chronischer Erkrankung gibt es nur wenige. Trotzdem sollten Sie die Möglichkeit nicht außer Acht lassen und sich für ein Stipendium bewerben!  Denn: Nur wer sich bewirbt, hat auch eine Chance! Weitere Informationen, Tipps für die Recherche und eine Datenbank mit Stipendiengebern finden Sie hier:

Nachteilsausgleiche

Wenn Sie aufgrund einer Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung eine Prüfung nicht in der eigentlich vorgesehen Form ablegen können, können Sie einen Antrag auf einen sogenannten Nachteilsausgleich stellen. Ein Nachteilsausgleich soll dabei lediglich für Chancengleichheit sorgen; er stellt keine Vergünstigungen oder Erleichterungen dar. So können zum Beispiel keine Zusatzpunkte gegeben oder Aufgaben erlassen werden. Das Recht, einen Antrag auf Nachteilsausgleich aufgrund einer Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung zu stellen, ist gesetzlich verankert. Allerdings gibt es kein Recht auf einen bestimmten Nachteilsausgleich. Es gibt auch keine Tabellen, in denen nachgeschlagen werden kann, welcher Nachteilsausgleich bei einer bestimmten Beeinträchtigung oder Erkrankung gilt. Vielmehr sollen Nachteilsausgleiche individuell angepasst werden, denn auch gleiche Beeinträchtigungen oder Erkrankungen können sich unterschiedlich auswirken und zu verschiedenen Nachteilsausgleichen führen.

Wenn Sie einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen möchten, ist es wichtig, dies frühzeitig zu tun. Zusammen mit einem formlosen Antrag reichen Sie ein aktuelles, fachärztliches Attest bei der bzw. bei dem Prüfungsausschussvorsitzenden ein. Das Attest muss keine Diagnose enthalten. Es muss aber eine Beschreibung der gesundheitlichen Beeinträchtigung enthalten, die für den Laien verständlich ist. Zudem muss dargelegt werden, wie sich die Beeinträchtigung auf die Prüfung auswirkt. Die Fachärztin bzw. der Facharzt kann eine Empfehlung für die Gestaltung des Nachteilsausgleiches geben.

Ein Schwerbehindertenausweis allein reicht nicht für die Beantragung eines Nachteilsausgleiches. Er kann dem Antrag beigefügt werden, ersetzt aber nicht das aktuelle fachärztliche Attest. Schließlich kennzeichnet der Grad der Schwerbehinderung nicht die Leistungsbeeinträchtigung, sondern ist eine Beschreibung dafür, wie sehr jemand an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt ist. Über den Antrag auf Nachteilsausgleich entscheidet die bzw. der Prüfungsausschussvorsitzende. Nachdem Sie einen Antrag gestellt haben, erhalten Sie einen Bescheid, ob und in welchem Umfang dem Antrag stattgegeben wurde.

Beispiele für einen Nachteilsausgleich:

  • Schreibzeitverlängerung bei Klausuren, Hausarbeiten und Abschlussarbeiten
  • Ablegen der Prüfung in einem separaten Raum
  • Ermöglichung von Erholungspausen bei Prüfungen
  • Splittung von Prüfungsleistungen in Teilleistungen
  • Zulassung von Hilfsmitteln oder Assistenten/ Dolmetschern

Beurlaubung

Sollten Sie aufgrund einer Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung das Studium einmal unterbrechen müssen, können Sie sich für ein Semester beurlauben lassen. Wichtig ist, dass Sie ein paar Dinge bei der Beurlaubung beachten.
Um sich beurlauben zu lassen, reichen Sie den Antrag auf Beurlaubung zusammen mit einem fachärztlichen Attest im zuständigen Studienbüro ein. Gleichzeitig können Sie einen Antrag auf Rückerstattung bzw. Ermäßigung des Semesterbeitrages stellen. Krankheitsbedingt ist ein Urlaubssemester auch im ersten Semester möglich. Eine Beurlaubung ist auch noch während der Vorlesungszeit möglich, solange noch keine Prüfungsleistung erbracht wurde. Sollten Sie nach einem Urlaubssemester immer noch nicht studierfähig sein, können Sie sich für ein weiteres Semester beurlauben lassen. Die Anzahl der Urlaubssemester ist nicht begrenzt. Allerdings müssen Sie die Beurlaubung für jedes Semester neu beantragen.

Generell gilt, dass Sie keine Prüfungen ablegen können, wenn Sie krankheitsbedingt beurlaubt sind. Unbedingt beachten sollten Sie auch, dass Sie nicht BAföG-berechtigt sind während eines Urlaubssemesters. In der Regel haben Sie dann aber einen Anspruch auf ALG II. Damit kein finanzieller Engpass entsteht, sollten Sie sich vor einer Beurlaubung bei der Sozialberatung beraten lassen.

Lern- und Schreibberatung

Vielleicht wissen Sie nicht so genau, wo Sie anfangen sollen, wie Sie die Hausarbeit gliedern müssen oder wie Sie sich am besten auf eine Prüfung vorbereiten sollen – vor allem, wenn aufgrund einer Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung Ihre Kapazitäten begrenzt sind. Diese und andere Probleme sind so alt wie Bücher. Deshalb müssen Sie sich nicht verstecken, sondern Sie sollten die vielseitigen Angebote nutzen!

Auslandssemester

Während eines Auslandsaufenthaltes können Sie nicht nur Ihre Sprachkenntnisse verbessern, sondern Sie sammeln auch wertvolle Erfahrungen. Zusätzlich können Sie bei der Bewerbung mit einem Auslandsaufenthalt beim Arbeitgeber punkten. Deshalb sollten Sie die Chance, ins Ausland zu gehen, nutzen, auch wenn ein Auslandssemester nicht verpflichtend ist. Das Wichtigste dabei ist die sorgfältige und frühzeitige Planung.

Software und Hilfsmittel

ClaroRead für Legastheniker
Die TH Köln verfügt über mehrere Lizenzen der Software ClaroRead. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Software für Legastheniker. Das Programm ist mit einer verbesserten Rechtschreibkorrektur und einer Vorlesefunktion ausgestattet. Das Programm eignet sich deshalb auch für Sehbehinderte. Die Software können Sie kostenlos an der Hochschule nutzen. Die Ausleihe erfolgt beim Pförtner gegen Ihre MultiCa als Pfand (Campus Südstadt Claudiusstraße 1 und Ubierring 48, Campus Deutz und Campus Gummersbach). Am Campus Leverkusen können Sie den Stick bei Frau Iven-Koralli ausleihen. Ein Nachweis, dass Sie berechtigt sind, die Software zu nutzen, ist nicht erforderlich. Das Programm, das auf einem USB-Stick gespeichert ist, ist sofort einsatzbereit. Sie müssen dazu nichts auf dem Rechner installieren. Sie entscheiden, ob Sie Ihren eigenen Rechner oder einen im PC-Pool nutzen möchten. Wenn Sie die Arbeit mit dem Programm beendet haben, geben Sie den Stick beim Pförtner wieder ab und erhalten Ihre MultiCa zurück. An unserem Campus Deutz können Sie zusätzlich einen Stick im PC-Pool der Campus IT ausleihen.

Blindensoftware JAWS
Zusätzlich hält die TH Köln eine Lizenz der Blindensoftware JAWS vor. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Screenreader, der die Textausgabe vom Bildschirm über eine Braillezeile oder über Sprachausgabe ermöglicht. Sollten Sie dafür Bedarf haben, wenden Sie sich bitte an mich.

F01: Mobile Höranlagen und Bildschirmlesegerät
Studierende der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften können zur Nutzung an der Hochschule kostenlos mobile Höranlagen und ein Bildschirmlesegerät (HD-Kamerasystem topolino smart) ausleihen. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an das Medienzentrum der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften.

F01: Visualizer
Ebenfalls ausleihbar für Studierende der Fakultät 01 ist ein sogenannter Visualizer. Mit dieser Dokumentenkamera lassen sich unterschiedliche Arten von Vorlagen (Fotos, Bücher, Texte,…) aufnehmen und die Bilder zum Beispiel mit einem Beamer an die Wand projizieren. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an das Medienzentrum der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften.

F10: Ausleihbare Kopfhörer und Induktionsschlingen für Hörsäle

Foto eines Empfängers und einer InduktionsschlingeInduktionsschlinge mit Empfänger (Bild: TH Köln)

Die Hörsäle 0.401, 0.402, 0.405, 0.501, 0.502, 0.503, 1.122, 1.400, 2.107, 2.108, 3.101, 3.102, 3.106, 3.107 und 3.108 verfügen über eine spezielle Audiotechnik, die über einen Empfänger entweder mit einem Kopfhörer (für Hörbeeinträchtigte) oder mit einer Induktionsschlinge (für Hörgeräteträger) verbunden werden kann. Voraussetzung ist, dass die Dozentin bzw. der Dozent das Mikrofon benutzt. Über den Empfänger kann die Lautstärke am Kopfhörer selbst reguliert werden. Diese Technik kann auch bei Veranstaltungen in der Mensa genutzt werden. Insgesamt stehen 10 Kopfhörer, 10 Induktionsschlingen und 20 Empfänger zur Verfügung, die beim Pförtner gegen Vorlage der MultiCa ausgeliehen werden können.

Serviceangebot der Hochschulbibliothek

Die Hochschulbibliothek hält ein umfassendes Serviceangebot für Studierende mit Beeinträchtigungen bereit.

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