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Deutscher Weiterbildungspreis für Prof. Brigitte Caster von der Fachhochschule Köln

 	Der Deutsche Weiterbildungspreis wurde von der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW Sylvia Löhrmann im Rahmen einer Festveranstaltung im Haus der Technik in Essen übergeben. Die Preisträgerin Prof. Brititte Caster (3.v.l.) neben Ministerin Sylvia Löhrmann (2.v.l.)  (Bild: Peter Wieler/ Haus der Technik)

Den mit 10 000 Euro dotierten Deutschen Weiterbildungspreis des Hauses der Technik hat Prof. Brigitte Caster von der Fakultät für Architektur und Mitglied im Hochschulrat der Fachhochschule Köln gewonnen. Ihr Wettbewerbsbeitrag „Strategien zur Inklusion“ beschreibt das Konzept des gleichnamigen zweisemestrigen Zertifikatslehrgangs, den die Fachhochschule Köln 2012 das erste Mal angeboten hat.

Das Konzept bündelt das Know-how von vier wissenschaftlichen Disziplinen (Angewandte Sozialwissenschaften, Architektur, Kulturwissenschaften/Design und Bauingenieurwesen), um den vielfältigen Aspekten von Inklusion besser gerecht zu werden als bisher. „Wir tragen alle Scheuklappen unserer Professionen – nehmen aber nur die der anderen wahr“, so Prof. Brigitte Caster, wissenschaftliche Leiterin dieser Weiterbildung. „Die Weiterbildung führt zu einem Bewusstseinswandel und zur Fähigkeit die Perspektive zu wechseln, verschiedene Blickrichtungen wahrzunehmen und sich neuen Aufgaben mit zusätzlichen Methoden und Werkzeugen zu stellen.“

Die Gewinnerin des Deutschen Weiterbildungspreises Prof. Brigitte Caster (3. v.l.) von der Fakultät für Architektur und Mitglied im Hochschulrat der Fachhochschule Köln mit dem Zweitplatzierten Dr. Johann Bölts von der Universität Oldenburg im Kreise der anderen Finalisten.Prof. Brigitte Caster (3. v.l.) von der Fachhochschule Köln mit dem Zweitplatzierten Dr. Johann Bölts im Kreise der anderen Finalisten. (Bild: Peter Wieler/ Haus der Technik)

Übergeben wurde der Deutsche Weiterbildungspreis, der jetzt zum 5. Mal verliehen wurde, von der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW Sylvia Löhrmann im Rahmen einer Festveranstaltung am 25. Februar 2014 im Haus der Technik in Essen. Als Zweitplatzierter wurde Dr. Johann Bölts von der Universität Oldenburg mit „BurnOn – Fit für eine starke Führung“ geehrt.“

„Unsere Preisträgerin für das Jahr 2013 hat mit ihrer Arbeit ein hochaktuelles Thema aufgegriffen. Sie hat ihr Konzept überzeugend dargestellt und bietet einen geeigneten Ansatz, auf der Basis neu erworbenen Theoriewissens sowie eines ganzheitlichen Verständnisses gesellschaftlicher Prozesse den Prozess hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu unterstützen“, erklärt Professor Dr.-Ing. Ulrich Brill, Leiter des Hauses der Technik.

„Planer müssen Inklusion von vorneherein mitdenken – dann entsteht eine Umwelt, die auf nicht diskriminierende Weise barrierefrei ist“, berichtet Professorin Brigitte Caster. „Der Weg durch die Hintertür ist eine Diskriminierung ebenso wie die Rampe, die im Nachhinein irgendwo vorgeschoben wird.“ Das einjährige wissenschaftliche und interdisziplinäre Weiterbildungsprogramm „Strategien zur Inklusion“ haben die vier Fakultäten - Angewandte Sozialwissenschaften, Architektur, Kulturwissenschaften/Design und Bauingenieurwesen - der Fachhochschule Köln gemeinsam entwickelt und 2012 zum ersten Mal angeboten. Durch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen fachdisziplinären Sicht- und Handlungsweisen und den Austausch untereinander erarbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Sichtweisen und lernen strategisch zu denken, inkludierende und exkludierende Verhaltensweisen und Umstände aufzuspüren und Lösungsansätze für die Umsetzung der neu gewonnen Erkenntnisse zu entwickeln. „Die theoretischen und praktischen Werkzeuge zum Erkenntnisgewinn aus vier Disziplinen führen zu einem zunächst individuellen Bewusstseinswandel und Perspektivwechsel“, erläutert Brigitte Caster. „Mit diesem Kompetenzüberstieg ist es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich, sich dem sozialen Imperativ Inklusion qualifiziert zu stellen.“

Der zweisemestrige Zertifikatslehrgang zum Inklusionsexperten „Strategien zur Inklusion“ besteht pro Disziplin aus jeweils drei Modulen an jeweils drei Tagen und zwei interdisziplinären Werkstatttagen. Zielgruppe des Weiterbildungsangebots sind Führungskräfte sowie mittleres Management in Behörden, Verbänden und Unternehmen.

Beteiligte Partner in der Fachhochschule Köln
Prof. Dr. Ulrich Mergner, Prof. Dr. Andrea Platte und Prof. Dr. Julia Zinsmeister (Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Philipp Heidkamp und Prof. Wolfgang Laubersheimer (Fakultät für Kulturwissenschaften / Köln international School of Design), Prof. Karl-Heinz Schäfer (Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik), Prof. Brigitte Caster und Prof. Dr. Norbert Schöndeling (Fakultät für Architektur), Prof. Gerd Hamacher (Prof. em. der Fakultät für Architektur) Prof. Dr. Jürgen Rolle (ehem. Geschäftsführender Direktor des Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung (ZaQwW), Frank Opper (Dozent der Weiterbildung und Architekt für barrierefreies Bauen), Ilona Matheis (Zentrum für akademische Qualifikationen und Wissenschaftliche Weiterbildung (ZaQwW))

In ihrem Hochschulentwicklungsplan hat die Fachhochschule Köln Weiterbildung als Bildungsauftrag im Sinne von Lifelong Learning und Continuing Education definiert und daraus zwei Schwerpunkte für die inhaltliche Arbeit abgeleitet: Angeboten werden sowohl Programme zur fachlichen Weiterqualifikation als auch zur Fortsetzung des persönlichen Bildungsprozesses. Im Weiterbildungsbereich kann die Hochschule ihr Kompetenzspektrum in seiner ganzen Breite und Tiefe nutzen und auf neue Anforderungen in einzelnen Berufsfeldern schnell reagieren. Die Angebotspalette reicht zurzeit von Frühpädagogik über Inklusion, Social Media Management und Wirtschaftsmediation bis hin zu den Themen wie Brandschutz oder Besuchersicherheit – fortlaufend kommen neue Angebote hinzu. Dabei setzt die Hochschule an den Bedürfnissen und Interessen der Nutzerinnen und Nutzer an: In ein- bis dreitägigen Weiterbildungsseminaren, Fachtagungen und Symposien wird Wissen zu aktuellen Fragestellungen oder einzelnen Themen kompakt vermittelt. Hinzu kommen Zertifikatslehrgängen und weiterbildende Masterstudiengänge. Hauptansprechpartner für Interessierte ist das Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung (ZaQwW) mit den Schwerpunkten Schlüsselkompetenzen, Bildungsübergänge, Sprachlernzentrum sowie wissenschaftliche Weiterbildung.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 21 800 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebotder elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 70 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

1927 in Essen gegründet, ist das Haus der Technik heute nicht nur das älteste, sondern auch eines der führenden unabhängigen Weiterbildungsinstitute für Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Mit einem breiten Bildungsangebot in Technik, Wirtschaft, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Medizin, Chemie, Bauwesen, Qualitätsmanagement und Umweltschutz konzentriert sich das HDT auf zukunftsweisende Kernbranchen. 5.000 Referenten, ausgewählte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, vermitteln jeweils Erkenntnisse aus ihren Fachgebieten – aktuell, praxisnah und wissenschaftlich fundiert. Das Haus der Technik unterhält enge Kontakte zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen und versteht sich als Forum für den Austausch von Wissen und Erfahrungen.

26. Februar 2014

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