PAUWES Summerschool 2017

Vom 3. bis 12. Juli 2017 absolvieren 78 Studierende aus 18 afrikanischen Ländern des Instituts für Wasser- und Energiewissenschaften sowie Klimawandel (Water and Energy Sciences/PAUWES) der Panafrikanischen Universität ihre Summerschool in Köln und Bonn. Schwerpunkt der Summerschool an der TH Köln sind Erneuerbare Energien.

Neben dem Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) sind an dem Programm drei weitere Fakultäten sowie das interdisziplinäre Cologne Institute of Renewable Energy (CIRE) beteiligt. Die PAUWES-Studierenden durchlaufen ein umfangreiches Programm mit Expertenvorträgen, Laborbesuchen, experimentellen Arbeiten sowie Exkursionen und Feldversuchen.

Studierende der Panafrikanischen Universität arbeiten bei der Summerschool im Labor
Studierende der Panafrikanischen Universität arbeiten bei der Summerschool in einem Labor der TH Köln (Bild: Michael Bause)
​Dabei werden u. a. Lösungen und neue Technologien vorgestellt, die in Deutschland eingesetzt werden und für afrikanische Länder geeignet sind. Gleichzeitig findet ein Erfahrungsaustausch zu energiepolitischen Themen sowie zu Anpassungsstrategien an den Klimawandel statt. Zudem soll die Summerschool dazu beitragen, das Kontaktnetzwerk der Studierenden speziell zu internationalen Unternehmen des Energiesektors, die in Deutschland ansässig sind, zu erweitern. Die diesjährigen Summerschool-Studierenden stammen aus 18 Ländern: Algerien, Äthiopien, Benin, Botswana, Burundi, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Ruanda, Somalia, Uganda, Tansania, Togo und Tschad.

Studierende der Panafrikanischen Universität arbeiten bei der Summerschool im Labor
Ein Schwerpunkt der Summerschool ist das experimentelle Arbeiten (Bild: Michael Bause)

Das 2014 von der Afrikanischen Union (AU) gegründete Institut hat seinen Sitz in Nordafrika im algerischen Tlemcen an der Abou Bekr Belkaid Universität. Deutsche Hochschulpartner beim Aufbau von PAUWES sind das Institut für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen- und Subtropen (ITT) der TH Köln, das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn und die United Nations University in Bonn (Institute for Environment and Human Security). Als eins von fünf afrikaweit verteilten Instituten der Panafrikanischen Universität soll PAUWES dazu beitragen, ein Hochschulnetzwerk zu etablieren, zentrale Lücken in der afrikanischen Hochschulbildung zu schließen sowie Wissenschaft und Technologie auf exzellentem Niveau auszubauen. Neben der Entwicklung und Verbreitung von Bildungsressourcen sollen insbesondere für Afrika relevante Forschungsprioritäten herausgefiltert und gemeinsame Forschungsvorhaben, die an den Bedarfen Afrikas orientiert sind, durchgeführt und die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem öffentlichen und privaten Sektor gefördert werden. Der Aufbau des PAUWES Instituts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Dies umfasst die technische Zusammenarbeit durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), in deren Rahmen u.a. der Deutsche Akademische Austauschdienst die Partnerschaft mit deutschen Hochschulen unterstützt.  Die KfW Entwicklungsbank leistet finanzielle Unterstützung.

Studierende des Instituts für Wasser- und Energiewissenschaften der Panafrikanischen Universität (PAUWES)
Studierende des Instituts für Wasser- und Energiewissenschaften der Panafrikanischen Universität (PAUWES), die an der Summerschool 2017 an der TH Köln teilnehmen. (Bild: Simon Corbeck)
​PAUWES bietet seit Oktober 2014 zwei Graduiertenprogramme an: einen Masterstudiengang in Wasserwissenschaften und einen Masterstudiengang in Energiewissenschaften, für die das Institut die besten Studierenden Afrikas gewinnen will. Einige von ihnen werden ihre Masterthesis in Deutschland schreiben und einige Studierende der deutschen Hochschulpartner werden Studienabschnitte bei PAUWES absolvieren. Die praxis- und forschungsorientierten Master- und PhD-Programme sollen Kenntnisse und Kompetenzen vermitteln zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung des afrikanischen Energie- und Wassersektors.

Die von der Afrikanischen Union initiierte Panafrikanische Universität (PAU) ist ein Forschungs- und Lehrnetzwerk von Universitätszentren in fünf afrikanischen Regionen (Nord-, Ost-, Süd-, West- und Zentralafrika). Offiziell gegründet wurde die Einrichtung im Dezember 2011. Die PAU wird an bereits bestehenden Hochschulen in Afrika eingerichtet. Internationale Partner übernehmen die Patenschaft für einzelne Standorte. Deutschland hat die Patenschaft für Wasser und Energie einschließlich Klimawandel. Thematische Partnerländer der anderen vier Institute der Panafrikanischen Universität sind unter anderem Indien (Westafrika) und Japan (Ostafrika).

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