Chemiestudium mit Doppelabschluss

Stefan Peters, Studierender des Masterstudiengangs Drug Discovery and Development (Bild: Viola Gräfenstein/TH Köln)

Stefan Peters hat den Bachelorstudiengang Pharmazeutische Chemie an der TH Köln absolviert und ist im dritten Semester des Masterstudiengangs Drug Discovery and Development. Der Masterstudent erzählt, warum sich ein Doppelabschluss für ihn lohnt.

Warum haben Sie sich für ein Studium der Pharmazeutischen Chemie entschieden?
Stefan Peters:
Ich wollte etwas Naturwissenschaftliches im Bereich Biologie, Biotechnologie oder Biochemie machen. Ich habe mich dann für einige Studiengänge in dieser Richtung beworben, doch dieser Studiengang schien mir ein interessanter Mix zu sein. Zudem ist der Standort Köln extrem attraktiv für Studierende.

Wie sind Sie auf den Studiengang gekommen?
Stefan Peters:
Ich habe mich über das Internetportal „Hochschulkompass“ informiert, der angehenden Studierenden einen Überblick über alle Studiengänge verschafft. Die Informationen haben mir bei der Orientierung geholfen.

Konnten Sie sich schon immer für Angewandte Naturwissenschaften begeistern?
Stefan Peters:
Für Naturwissenschaften allgemein schon. Vor Beginn des Studiums war es mir egal, ob es ein eher theoriebetontes, universitäres Studium oder ein anwendungsbetontes Fachhochschulstudium wird. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass es anwendungsbezogener ist. Die vielen Praktika, die man hier absolvieren muss und das Themengebiet „Pharma“ sind für mich sehr interessant, weil es viele verschiedene Naturwissenschaften miteinander verbindet.

Sie machen jetzt Ihren Master in Drug Discovery and Development. Warum haben Sie sich für diesen Masterstudiengang entschieden?
Stefan Peters:
Ich fand, dass der Master den Mix aus dem Bachelor gut fortsetzt und weiter vertieft und ich mein Wissen aus dem Bachelor hier wieder anwenden und deutlich erweitern kann. Außerdem war mir bewusst, dass ich für diesen Master die Zulassungsbeschränkungen erfülle, und keine Module nachholen muss. Des Weiteren ist die Kooperation mit der Universität zu Köln sehr attraktiv, da ich dadurch einen Abschluss sowohl von der TH Köln als auch von der Universität zu Köln erhalte.

Gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Bachelor- und dem Masterstudiengang?
Stefan Peters:
Wenn man Spaß an den Inhalten des Bachelors hatte, kommt man im Master auch auf seine Kosten, auch wenn alles etwas zeitaufwändiger wird, aber der Aufwand lohnt sich. Die sehr breite Aufstellung des Studiengangs schreckt eventuell den ein oder anderen „Spezialisten“ ab, aber jetzt im dritten Semester merkt man, dass das ganze doch eine runde Sache ist, und dass man viele erlernte und vorläufig als unnütz abgetane Dinge tatsächlich sehr gut gebrauchen kann.

Wo haben Sie Ihre Praktika absolviert?
Stefan Peters:
Mein Praxisprojekt und die Bachelor Thesis habe ich im Labor von Prof. Dr. Sherif El Sheikh absolviert. Im Rahmen des Masters habe ich auch ein Praktikum in der Arbeitsgemeinschaft von Dr. Jay Gopalakrishnan im CMMC der Universitätskliniken Köln absolviert (Modul: Molekulare Pharmakologie) und bin gerade in der AG von Prof. Dr. Uwe Fuhr am Zentrum für Molekulare Pharmakologie der Universitätskliniken Köln (Modul: Klinische Studien).

Warum würden Sie hier wieder studieren?
Stefan Peters:
Der Doppelabschluss der TH Köln und der Universität zu Köln lohnt sich, weil man durch diese Kooperation Kontakte zu interessanten Leuten bekommt und die Studierenden viele neue Standorte und Labore kennenlernen. Die Kontakte der Dozenten zu späteren potentiellen Arbeitgebern werden durch die Dozenten der Universität zu Köln noch einmal erweitert, und durch die sehr frei gestalteten Praktika kann man selber sein Netzwerk vergrößern. Die Möglichkeit der Teilnahme an Kongressen und Seminaren ist ebenfalls sehr von Vorteil für die spätere Jobsuche.

Was würden Sie anderen Studierenden, die das Gleiche studieren wollen, empfehlen?
Stefan Peters:
Angehende Studierende sollten sich nicht abschrecken lassen, wenn sie bestimmte Fächer oder Leistungen in der Schule nicht so intensiv hatten. Im Bachelor gibt es einige Tutorien. Es ist auch immer sinnvoll, sich in Lerngruppen zu organisieren. Trotzdem ganz wichtig: Durchhaltevermögen und eigenverantwortliches Lernen.

Was wollen Sie nach Ihrem Master machen?
Stefan Peters:
Ich möchte nach dem Masterabschluss gerne promovieren.

(Interview: Viola Gräfenstein)

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