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Studienberatung Bibliothekswissenschaft

Prof. Dr. Haike Meinhardt-Wirrmann

Institut für Informationswissenschaft (IWS)

Bibliothekswissenschaft (Bachelor) – Inhalte

Zwei Studierende am Arbeiten (Bild: Thilo Schmülgen / FH Köln)

Der Bachelor-Studiengang Bibliothekswissenschaft befähigt die Absolventen zur selbständigen Ausübung bibliothekarischer Tätigkeit innerhalb und außerhalb des Bibliothekswesens. Es handelt sich um Tätigkeiten, die in Bibliotheken, Informations- und Dokumentationseinrichtungen sowie in Bibliotheksservicezentren im kommunalen, staatlichen und privatwirtschaftlichen Bereich ausgeübt werden.

Erstsemester-InfosErstsemester-Infos (Bild: TH Köln)

Am 6. und 7. Oktober 2016 finden die Einführungstage für den Studiengang Bibliothekswissenschaft (BIW) statt.

Alle notwendigen Informationen zu diesen beiden Tagen finden Sie im Ablaufplan der Veranstaltung.

Qualifikationsziele

Der Studiengang vermittelt spartenübergreifende Qualifikationen für die Tätigkeit in Öffentlichen Bibliotheken, in Wissenschaftlichen Bibliotheken, in Spezialbibliotheken wie z.B. Firmenbibliotheken sowie in anderen Informationseinrichtungen.

Gegenüber vorwiegend praktischen Berufsausbildungen vermittelt das Bachelorstudium Bibliothekswissenschaft über instrumentelles Wissen hinaus Kontextwissen, das Innovationsfähigkeit erzeugt. Damit befähigt es die Absolventen, kleinere Einrichtungen zu leiten oder in größeren Einrichtungen die Leitung kleinerer Funktionseinheiten oder Teams zu übernehmen.

Absolventen des Bachelor-Studiengangs sind in der Lage, schwierige und komplexe bibliothekarische Aufgaben zu lösen; sie verfügen dank ihres Kontextwissens über die Fähigkeit, strategische Konzepte mit zu entwickeln und sie praktisch umzusetzen. Diese Innovationsfähigkeit ist Voraussetzung dafür, dass Bibliotheken als lernende Institutionen die außerordentlich dynamische Entwicklung der Informationslandschaft aktiv mitgestalten.

Fachliche Kernkompetenzen

  • Kundenorientierter Aufbau und Vermittlung von Informationsbeständen
  • Nachhaltige Speicherung und Bereitstellung von Medien und Informationen
  • Anwendungsorientierte Informationserschließung
  • Entwicklung, Gestaltung und Evaluierung nutzerorientierter Informationsdienstleistungen
  • Management kleinerer Informationseinrichtungen oder einzelner Funktionsbereiche von größeren Einrichtungen
  • Adäquater Einsatz von Informationstechnologien in Bibliotheken
  • Umgang mit allen Medienformen von Printmedien bis zu digitalen Netzpublikationen

Diese Kompetenzen können – anders als bloße Fertigkeiten – nur erworben werden, wenn gleich-zeitig Kenntnisse über das Bibliotheks- und Informationswesen in Geschichte und Gegenwart vermittelt werden und das gesamte Spektrum der Tätigkeitsfelder im nationalen und internationalen Kontext vorgestellt wird.

Schlüsselkompetenzen

Die intrapersonellen Fähigkeiten des Einzelnen sollen gestärkt und gefördert werden. Dies geschieht insbesondere durch die Vermittlung von Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, die u.a. bei der Erstellung von Seminar-, Haus- oder Bachelorarbeiten durch den einzelnen Studierenden zum Tragen kommen. Die Studierenden werden dazu angeregt, sich eigenständig und kritisch mit spezifischen Themenstellungen auseinander zu setzen. Auf diese Weise werden Urteilsvermögen, Kritikfähigkeit und Problemlösungskompetenz gestärkt und entwickelt.

Die interpersonellen Fähigkeiten, die „social skills“ innerhalb einer Gruppe, sollen trainiert und weiterentwickelt werden. Dazu zählen insbesondere die aufeinander aufbauenden Komponenten der Kommunikations-, der Kooperations- und der Teamfähigkeit. Das wird insbesondere gewährleistet durch folgende Lehrformen:

  • seminaristischer Unterricht sowie Seminar – mit deutlich stärkeren kommunikativen sowie interaktiven Anforderungen (im Vergleich zur Lehrform Vorlesung);
  • Projektarbeit – im Rahmen derer vor allem Kooperation und Teamfähigkeit erworben, trainiert und durch gemeinsame Ergebnisse nachgewiesen werden. Flankierend wird hierbei auch die Konfliktfähigkeit ausgebildet, d.h. die Fähigkeit, sachlich und fachlich begründete Urteile auszutauschen und zu vertreten;
  • Laborarbeit – die neben dem exemplarischen Erlernen operativer Fertigkeiten insbesondere gegenseitige Unterstützung, Hilfe und das Teilen von „Expertenwissen“ erfordert;

Kommunikative Fähigkeiten sollen darüber hinaus nicht nur innerhalb von Gruppen, sondern auch gegenüber Dritten erlernt und trainiert werden. Dieser Ausprägung von Vermittlungskompetenz dienen insbesondere Präsentationen und Vortragssituationen, die z.B. im Zusammenhang mit der Ergebnisdarstellung von Seminar- oder Projektarbeiten entstehen.

Besonderes Profilmerkmal: Praxisnähe

Das Profil des Studienganges wurde am Institut eigenständig entwickelt. Berücksichtigt wurden dabei Anregungen aus der Praxis, die dank der vielfachen Kontakte der Lehrenden mit Bibliotheken und anderen relevanten Einrichtungen in die Überlegungen einbezogen werden konnten.

Vorgesehen sind praxisnahe Projekt, die die Studenten weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich realisieren und die häufig in engem Kontakt mit externen Praxispartnern angestoßen und umgesetzt werden.

Die zwanzigwöchige Praxisphase im 5. Semester erlaubt, die differenzierten Aufgabenstellungen und Tätigkeitsfelder der bibliothekarischen Praxis kennen zu lernen, zum anderen wird nur so gewährleistet, dass die im Rahmen der Praxisphase zu realisierenden Projekte auch einen Mehrwert für die Praxis vor Ort (TH-Praxis-Transfer) erbringen können.

Generell wird im Laufe des Studiums nun in noch vertiefter Art und Weise Wert darauf gelegt, die erworbenen theoretischen Kenntnisse in praxisnahe Umgebungen zu transferieren und damit erfahrbar, überprüfbar und reflektierbar zu machen. Das geschieht beispielsweise durch die hohen Anteile von Laborarbeit, in deren Rahmen bspw. Datenbankumgebungen selbstständig aufgebaut, Bibliothekssoftware angewendet wird bzw. Recherche- und Auskunftssituationen simuliert und nachvollzogen werden.

Aber auch auf den Transfer theoretischen Wissens in die Erarbeitung praxisnaher Problemlösungen durch Übungsaufgaben bzw. kleinere projektorientierte Aufgaben (Auswertung von Umfragen, Vergleich von Praxiskonzepten in Bezug auf bestimmte Fragestellungen) wird Wert gelegt. In diesem Kontext wird auch das erforderliche methodische Rüstzeug explizit und implizit erworben.

Der Bachelor-Studiengang vermittelt den Absolventen insbesondere die Fähigkeit, Innovationsbedarf zu erkennen und entsprechende strategische Konzepte zur Modernisierung zu entwickeln und durchzuführen.

Hochschulgrad nach erfolgreichem Abschluss

Bachelor of Arts

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