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Zeitgemäße Bildtafeln für die Kinderpsychologie – Präsentation am 24. Januar 2014

Entwurf für eine objektive Bildtafel. Grafik: Lucia Cosma (Bild: Lucia Cosma)

Die sozialen Beziehungen von Kindern und Jugendlichen zu erfassen, stellt Psychologen vor große Herausforderungen. Ein Hilfsmittel sind sogenannte „projektive“ Bildtafeln mit verschiedenen sozialen Situationen, zu denen die Patienten eine Geschichte erzählen können. Die Psychologen können so Motive, Ängste und Sehnsüchte erfassen, über die oft nur indirekt gesprochen wird.

Seit den 60er Jahren sind solche Tafeln im Einsatz. Inzwischen ist das Bildmaterial allerdings veraltet – Kleidung, Frisuren, Möbel, aber auch die Darstellung von Geschlechterrollen wie die strickende Mutter entsprechen nicht mehr heutigen Vorstellungen. 16 Studierende der Köln International School of Design (KISD) der Fachhochschule Köln haben nun neue Bildtafeln entworfen, die am Freitag, 24. Januar 2014, von 10.30 bis 12.30 Uhr in der Magistrale des Stadthauses Köln-Ost, Willy-Brandt-Platz 3, vorgestellt werden.

Entwurf für eine projektive Bildtafel. Entwurf für eine projektive Bildtafel. (Bild: Lucia Cosma)

Für die erste Projektphase wurden die Themen „Essen mit den Eltern“, „Schulische Leistungssituation“ und „Fußballspiel im Freien“ ausgewählt. Der Auftrag an die Design-Studentinnen und -Studenten: Bilder entwickeln, die Patienten in der Altersspanne von sechs bis zwölf Jahren ansprechen und deren Hauptpersonen sowohl als Junge als auch als Mädchen wahrgenommen werden können. Damit neutrale, positive und negative Gefühle in die Akteure der Geschichten hinein „projiziert“ werden können, sollten Mimik und der Ausdruck der abgebildeten Personen offen gestaltet werden. Da nur ein Studierender den Auftrag erhalten kann, alle 16 Bildtafeln zu gestalten, wurde eine dreiköpfige Jury eingesetzt. Diese hat die Entwürfe begutachtet und wird ihre Entscheidung während der Vorstellung im Stadthaus Köln-Ost bekannt gegeben.

Entwurf für eine projektive Bildtafel. Entwurf für eine projektive Bildtafel. (Bild: Anna Maria Merkel)

Die Idee für die Überarbeitung der Bilder kam von dem Kinder- und Jugendlichentherapeuten Jochen Willerscheidt und Prof. Dr. Elisabeth Sticker, die gleichzeitig an der Universität zu Köln und der Universität Siegen lehrt. Im Kooperationsprojekt mit der KISD der Fachhochschule Köln vermittelten sie den Studierenden psychologisches Hintergrundwissen für das Projekt. Prof. Iris Utikal von der KISD der Fachhochschule Köln und die Berliner Diplom-Designerin Sharmila Banerjee übernahmen die fachliche Beratung zu Fragen des Designs.

Hintergrund
Die alten Versionen der projektiven Bildtafeln wurden in den 60er Jahren von der Kölner Professorin Dr. Sieglinde Kunert entwickelte. Bis heute dienen diese zum Beispiel beim Schulpsychologischen Dienst der Stadt Köln und in der Ausbildung von Individualpsychologischen Beratern und Analytischen Kinder- und Jugendlichentherapeuten als ergänzende Diagnostik bei Kindern mit schulischen Schwierigkeiten. Durch sie soll erfasst werden, wie Kinder und Jugendliche sozialen Beziehungen erleben.

23. Januar 2014

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