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Ilona Arcaro

Ilona Arcaro

Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung

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Wie gelingt der Transfer von der wissenschaftlichen Weiterbildung in die berufliche Praxis?

Key Visual DGWF (Bild: TH Köln)

VertreterInnen von Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen und Unternehmen treffen sich vom 5. bis 7. September 2018 zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) an der TH Köln. Thema ist die Gestaltung innovativer Weiterbildungsangebote, die den Transfer des Erlernten in die Praxis fördern.

Ilona Arcaro ist Leiterin der Wissenschaftlichen Weiterbildung an der TH Köln und erklärt, wie die Hochschule Berufstätige dabei unterstützt, neue berufliche Herausforderungen zu bewerkstelligen.

Das diesjährige Motto der DGWF-Jahrestagung lautet "Transferorientierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung". Worum geht es dabei genau?
Die Tagung beschäftigt sich mit der Frage, wie die wissenschaftliche Weiterbildung den Transfer des Erlernten in die berufliche Praxis sowohl für hochschulische als auch außerhochschulische Akteurinnen und Akteure flankieren kann.

Und wie unterstützt die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der TH Köln die TeilnehmerInnen von Weiterbildungen dabei, das Erlernte in der Praxis umzusetzen?
Den Transfer des Erlernten in die Praxis in allen Weiterbildungsmanagementphasen zu fördern, begreifen wir als eine zentrale Aufgabe. Voraussetzung für einen gelingenden Transfer sind Weiterbildungsinhalte, die Antworten auf zentrale Fragen der Praxis bieten. Daher arbeiten wir bei der Entwicklung der Weiterbildungscurricula eng mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zusammen. Um die Aktualität der Weiterbildungsinhalte zu gewährleisten, holen wir zudem regelmäßig Feedback von Teilnehmenden und Dozierenden ein. 

Können Sie Beispiele nennen, wie Transfer und Praxisbezug in den Seminaren konkret aussehen?
Damit der Transfer des Erlernten in die Praxis gelingt, wenden die TeilnehmerInnen unserer Zertifikatslehrgänge und weiterbildenden Masterstudiengänge Lerninhalte in sogenannten Projektphasen unmittelbar an. Die Projekte sind eng an die Berufspraxis der TeilnehmerInnen angelehnt. Beispielsweise bearbeiten die Studierenden des Masterstudiengangs Versicherungsrecht realitätsnahe Rechtsfälle und verhandeln diese am Ende der Projektphase in einer fiktiven Gerichtsverhandlung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weiterbildung "Social Media ManagerIn" entwickeln eine Social-Media-Strategie für ihr Produkt oder Unternehmen. In der Weiterbildung "FachplanerIn und LeiterIn Besuchersicherheit" erstellen die Teilnehmenden ein Sicherheitskonzept für eine Veranstaltung. In jeder Arbeitsphase erhalten die Teilnehmenden dabei ein ausführliches Feedback von den Dozierenden.

Welchen Input erhoffen Sie sich von der DGWF-Jahrestagung?
Ich freue mich erst einmal auf den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Besonders neugierig bin ich auf die unterschiedlichen Perspektiven, die von erfahrenen ForscherInnen bis hin zu Dozierenden, die langjährige Erfahrung in der transferorientierten Gestaltung von Weiterbildungen mitbringen, reicht. Ebenso spannend wird sein, welches Verständnis die Teilnehmenden zum Thema Transferorientierung mitbringen. Ich stelle mir die Frage: "Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen transferorientierter Weiterbildungen?" Meine Erkenntnisse werde ich in jedem Fall in dem von uns gestalteten Tagungstagebuch festhalten.

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