Sicherheitsforschung im Bahnverkehr wird zusammen mit Experten an der TH Köln evaluiert

Logo RE(H)STRAIN (Bild: Universität der Bundeswehr München)

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der TH Köln richtete erfolgreich einen Workshop im Forschungsprojekt RE(H)STRAIN aus. Präsentiert wurden Ergebnisse im Bereich Sicherheitsmaßnahmen, Resilienzansätze und grenzüberschreitendes Krisenmanagement.

Das deutsch-französische Forschungsprojekt RE(H)STRAIN, das die Resilienz im schienengebundenen Hochgeschwindigkeitspersonenverkehr gegenüber terroristischen Bedrohungen untersucht, ging mit einem Workshop in Köln in seine letzte Phase. Ziel des Workshops war es, den Endanwendern des Bahnverkehrs vorläufige Ergebnisse aus dem Projekt vorzustellen. Mit Hilfe der Expertise der Endanwender wurden die Projektergebnisse evaluiert und diskutiert. Die Erkenntnisse des Workshops fließen nun in den Ergebnisbericht des Projektes ein. Insgesamt wurden im Rahmen des Workshops drei große Themenfelder behandelt.​

Sicherheitstechnologien, Resilienzansatz, Grenzüberschreit
Themenfelder des Workshops (Bild: Florian Steyer / TH Köln)


 


Innovative Sicherheitsmaßnahmen

Die Projektpartner Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (HBRS) und das Fraunhofer Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) entwickelten im Projekt neuartige Sensoren, die z.B. in Bahnhöfen zur berührungslosen Detektion gefährlicher Materialien genutzt werden können. Die neuartigen Technologien standen am ersten Tag des Workshops im Fokus. Hierzu wurde ein Keynote Speaker von der Deutsche Bahn AG eingeladen, der über die Möglichkeiten und Grenzen von Technologien in der Terrorismusabwehr bei der DB referierte. Im Anschluss  wurde ein Busshuttle organisiert, das die Gäste zum Fraunhofer Forschungszentrum nach Wachtberg brachte, wo die entwickelten Technologien vorgestellt und im Rahmen einer Diskussionsrunde mit den Experten besprochen wurden.

Resilienzansätze für den Bahnhochgeschwindigkeitsverkehr

Zu Beginn des zweiten Workshop Tages wurden Resilienzansätze, also Ansätze, wie man die Widerstandsfähigkeit eines Systems messen und ausbauen kann, vorgestellt.

Keynote des Weltverbandes für Eisenbahnunternehmen (UIC)
Keynote des Weltverbandes für Eisenbahnunternehmen (UIC) (Bild: Chris Hetkämper / TH Köln)
Hierzu wurden in einer Keynote des Weltverbandes für Eisenbahnunternehmen (UIC) verschiedene Perspektiven aufgegriffen, wie präventive Ansätze der Terrorismusbekämpfung aussehen könnten. Im Anschluss stellten die Projektpartner, u.a. auch die TH Köln, ihre erforschten wissenschaftlichen Ansätze vor und evaluierten diese zusammen mit den Teilnehmern im Rahmen einer moderierten Diskussion.​​


Empfehlungen für grenzüberschreitendes Krisenmanagement

Gruppenarbeitsphase während des Workshops
Gruppenarbeitsphase während des Workshops (Bild: Chris Hetkämper / TH Köln)
Die letzte Session des Workshops, die am Nachmittag des zweiten Tages stattfand, befasste sich mit reaktiven Maßnahmen. Hier wurde ein von der TH Köln erarbeiteter Entwurf für grenzüberschreitendes Krisenmanagement für internationale Eisenbahnunternehmen vorgestellt. Die darin enthaltenen Empfehlungen wurden in Gruppenarbeiten inhaltlich und formal diskutierte. Hier konnte die TH Köln wertvolles Feedback von den Experten erhalten, das nun in einer finalen Version der Empfehlungen Einzug findet und nächsten Monat veröffentlicht werden soll. 

Unter Leitung von Prof. Ompe Aimé Mudimu (Projektleiter TH Köln) wurde der Workshop inhaltlich und organisatorisch durch die Projektmitarbeitern Florian Steyer, Simon Schleiner, Alexander Gabriel und Verena Gellenbeck vorbereitet. Neben den Projektmitarbeitern von RE(H)STRAIN kamen außerdem Experten von der DB AG, der SNCF, dem Weltverband für Eisenbahnunternehmen (UIC) und den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB).

Projektmitarbeiter von RE(H)STRAIN an der TH Köln
Projektmitarbeiter von RE(H)STRAIN an der TH Köln (Bild: Chris Hetkämper / TH Köln)

​Das Projekt RE(H)STRAIN wird durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) und der französischen Forschungsagentur ANR gefördert und hat eine Laufzeit von Oktober 2015 bis Januar 2018.

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