"Sehr gut" für die Promotion von Christian Jung an der TU Dortmund

Promotion C. Jung (Bild: TH Köln/IDEA)

Christian Jung hat seine Promotion am 12. Dezember 2019 an der TU Dortmund mit der Note "sehr gut" abgeschlossen. Seine Dissertation mit dem Titel „Data-Driven Optimization of Hot Rolling Processes“ wurde am Institut für Data Science, Engineering, and Analytics (IDE+A) der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften der TH Köln erstellt.

Die Promotion wurde kooperativ mit der TU Dortmund durchgeführt und von Herrn Prof. Dr. Günter Rudolph betreut. Seitens der TH Köln wurde die Arbeit von Prof. Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein betreut. Herr Jung hat diese Arbeit neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit bei der SMS Group AG verfasst. Er hat während seiner Promotion in mehreren Forschungsprojekten des Instituts IDE+A gearbeitet.

Anwendungsnah und interdisziplinär

Das von Herrn Jung bearbeitete Thema ist äußerst anwendungsnah und interdisziplinär. Es behandelt ein Thema an der Nahtstelle zwischen Maschinenbau, Statistik und Informatik ("Maschinelles Lernen"). Für die komplexen Analysen des Warmwalzprozesses und der Erörterung praxisrelevanter Fragestellungen kann Herr Jung auf seine mehr als zehnjährige berufliche Industriepraxis im Umfeld von Walzwerken zurückgreifen.  

Die Arbeit hat einen wesentlichen Einfluss auf die Verbesserung der Walzprozesse, die in der Stahl- und Aluminiumverarbeitung erforderlich sind. Dabei wird die Dicke des Materials von mehreren Zentimetern auf nur wenige Millimeter reduziert.
Die Ergebnisse der Arbeit ermöglichen 

- eine Optimierung des Produktionsprozesses, so dass bessere Produkte entstehen,

- eine Verringerung des Ausschusses, so dass umweltfreundlicher produziert wird,

- eine Reduktion des Energiebedarfs, so dass ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geliefert wird sowie 

- eine Verbesserung der Arbeitssicherheit, da durch die optimierte Prozessführung weniger unvorhersehbare Ereignisse und daher auch weniger Unfälle auftreten.

Der Einsatz von Stahl- und Aluminiumprodukten ist bekanntermaßen aus dem Alltag nicht wegzudenken. So werden die von Herrn Jung erforschten Resultate beispielsweise bei der Produktion von Stahl für die Automobilindustrie oder beim Schiffs- und Pipelinebau benutzt.

Herr Jung stellt die von ihm entwickelten Programme und die zugehörigen Datensätze als Open-Source für die Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung, so dass auch andere Forscherinnen und Forscher von seinen Ergebnissen profitieren. 

IDE+A Promotionsprogramm

Die Promotion wurde im Rahmen des IDE+A Promotionsprogramms durchgeführt. Dieses stellt eine enge thematisches Klammer für die im Institut für Data Science, Engineering and Analytics durchgeführten Forschungsarbeiten dar. Im stark interdisziplinär ausgerichteten Institut IDE+A arbeiten Wissenschaftler/innen aus den Disziplinen Informatik, Mathematik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Statistik, Automatisierungs- und Elektrotechnik. Das Institut wurde gegründet, um Forschungsergebnisse aus den Bereichen Data Science, KI und ML zu erforschen und für die Praxis nutzbar zu machen.

Im Promotionsprogramm erfolgt die fachliche Betreuung für die Dissertationen aus diesen Bereichen. Es werden fachliche Qualifizierungsangebote (insbesondere im Promotionskolloquium, zu dem auch externe Experten eingeladen werden) angeboten. Das Promotionsprogramm wird von den Professoren des Instituts IDE+A (Stand Juni 2019: Profs. Bartz-Beielstein, Naujoks und Zühlke) geleitet. Hinzu kommen momentan 14 Doktorandinnen und Doktoranden. Kernelement des IDE+A Promotionsprogramms ist das Promotionskolloquium („Doktorandenseminar“). Es findet regelmäßig (wöchentlich während der Vorlesungszeit, nach Bedarf außerhalb der Vorlesungszeit) statt und dient dem fachlichen Austausch.

Die Online-Darstellung der Promotionsstrukturen der TH Köln ist unter https://www.th-koeln.de/forschung/strukturierte-programme_67223.php zu finden

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