ISSM

Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM) an der TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Judith Knabe

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM)

  • Campus Südstadt
    Ubierring 48
    50678 Köln
  • Telefon+49 221-8275-3329

Restorative Justice als Perspektivenerweiterung in der Straffälligenhilfe

Gastvortrag, 01. Juli 2022

Der Vortrag von Christoph Willms findet im Rahmen der Praxisbegleitung des Praxiszentrums „Resozialisierung und berufliche Wiedereingliederung“ statt und ist für Interessierte aus der Praxis geöffnet. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und möchten über die Schwerpunkte des Ansatzes und seine Möglichkeiten für die Soziale Arbeit diskutieren.

Auf einen Blick

„Für einen anderen Umgang mit Kriminalität: Restorative Justice als Perspektivenerweiterung in der Straffälligenhilfe“

Gastvortrag

Wann?

  • 01. Juli 2022
  • 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • in meinen Kalender übertragen

Wo?

Die Veranstaltung findet über Zoom statt.
Zoom-Meeting beitreten
Meeting-ID: 864 0169 8673 Kenncode: 170828
https://th-koeln.zoom.us/j/86401698673

ReferentIn

Christoph Willms
Leitung des Servicebüros für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung des DBH e. V.
Dipl.-Sozialarb. mit Diploma of Advanced Studies in Criminology, Mediator in Strafsachen

Anmeldung

Für Rückfragen zur Teilnahme: judith.knabe@th-koeln.de


Liebe Studierende und Kolleg*innen sowie Fachinteressierte,

gerne möchten wir Sie am 01. Juli von 10 – 12 Uhr zum Fachvortrag einladen mit unserem Referenten Christoph Willms, Leiter des Servicebüros für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung des DBH e. V., Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik, zum Thema:

„Für einen anderen Umgang mit Kriminalität: Restorative Justice als Perspektivenerweiterung in der Straffälligenhilfe“

Diese Einladung kann gerne an Interessierte in Theorie und Praxis weitergegeben werden. Der Vortrag findet im Rahmen der Praxisbegleitung des Praxiszentrums „Resozialisierung und berufliche Wiedereingliederung“ statt und ist für Interessierte aus der Praxis geöffnet. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und möchten über die Schwerpunkte des Ansatzes und seine Möglichkeiten für die Soziale Arbeit diskutieren.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Zoom-Meeting beitreten
https://th-koeln.zoom.us/j/86401698673
Meeting-ID: 864 0169 8673
Kenncode: 170828

Einige Handlungen, die zu realen Verletzungen von anderen Menschen und Beziehungen führen oder gegebenenfalls aus diesen heraus entstanden sind, sind unter bestimmten Voraussetzungen strafrechtlich relevant. Das Strafrecht und seine Mittel dienen jedoch kaum zur Bearbeitung von Konflikten oder gar zur Minderung des bestehenden Leids. Fern von der lebensweltlichen Realität der Beteiligten führen sie häufig vielmehr zu dessen Vergrößerung und nehmen ihnen sowie der Gesellschaft die Möglichkeiten zur Klärung der Normen.

In den 1970er Jahren entstand unter dem Begriff der Restorative Justice (RJ) in Nordamerika und in den 1980er Jahren unter dem des Täter-Opfer-Ausgleichs (TOA) in Deutschland, ein intensiver fachlicher Diskurs über das Verständnis von „Konflikten als Eigentum“ (Nils Christie). Konkret ging bzw. geht es hierbei um Möglichkeiten eines weitreichenden alternativen und auf Wiedergutmachung ausgerichteten Umgangs mit Straftaten im Sinne einer partizipativen Konfliktvermittlung zwischen den Beteiligten und einer damit verbundenen realen Rückgabe der Konflikte an sie.

Bewährt hat sich hierfür in Deutschland z.B. die Praxis der Mediation in Strafsachen. Ausgebildete Konfliktvermittler:innen schaffen Raum für Begegnung, Dialog, Verbindung, Wiedergutmachung und vielleicht sogar auch Versöhnung zwischen den Beteiligten. (Inter-)nationale Studien belegen die vielfältige positive Wirkung eines solchen Angebots sowohl für tatbetroffene und tatverantwortliche Personen.

Doch auch für Fachkräfte der Straffälligenhilfe ist die Auseinandersetzung mit Restorative Justice vielversprechend, weil

  • sie ihnen eine alternative Betrachtung von ‚Kriminalität‘ und eine kritische Reflexion von Strafe anbietet;
  • sie ihnen konkrete Handlungsansätze zur Förderung des sozialen Friedens nahelegt;
  • restorative Werte und Prinzipien die Arbeit der Straffälligenhilfe darüber hinaus nachhaltiger gestalten können.

Darum soll es in diesem Vortrag gehen.

ISSM

Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM) an der TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Judith Knabe

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM)

  • Campus Südstadt
    Ubierring 48
    50678 Köln
  • Telefon+49 221-8275-3329


M
M