Methangasernte aus Stauseen

Arbeitsplattform auf dem See (Bild: TH Köln)

Methan gehört neben Kohlendioxid und Stickstoff zu den natürlichen Treibhausgasen, die für die Klimaveränderung verantwortlich sind. Auch Stauseen stoßen Methan aus. Im Forschungsprojekt „Methangaselimination“ wird im Labor für Wasser und Umwelt (LWU) ein Prototyp zur Methangasernte aus Stauseen weiterentwickelt. ForscherInnen des LWU haben diesen Prototypen nun auf der Wuppervorsperre getestet.

Der Prototyp zur Methangasernte wirbelt das Sediment am Gewässergrund mithilfe von Hochdruckdüsen innerhalb eines Saugkopfes auf und leitet es mithilfe einer Tauchpumpe in einen Gasabscheider auf einer Arbeitsplattform. Im Gasabscheider wird das im Förderstrom befindliche Gas abgetrennt. Im Saugkopf wird gleichzeitig auch das direkt aus dem Sediment entweichende Gas aufgefangen und ebenfalls zur Arbeitsplattform transportiert.

Auf der Arbeitsplattform wird sowohl die Gasmenge als auch die Gaszusammensetzung sowie die Menge des verlagerten Sedimentes gemessen.

Vorteil des weiterentwickelten Systems ist, dass es sich über ein 3D gedrucktes Schwimmerventil selbst regelt. Sobald Gas im Gasabscheider aufsteigt, sinkt das Ventil ab und das Gas wird durch den Förderdruck der Pumpe in die Gasmessstrecke gedrückt. Solange kein Gas aufsteigt, ist das System in sich geschlossen und das Sediment-Wasser-Gemisch wird durch den Druck der Förderpumpe aus dem Gasabscheider herausgedrückt.

Das Forschungsprojekt „Methangaselimination“ wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

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