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Digital und sozial Lehren und Lernen mit Netz – Lehrpreis der TH Köln

Zwei Konzepte erhalten in diesem Jahr den Lehrpreis der TH Köln: Der berufsbegleitende Masterstudiengang Versicherungsrecht sowie die Lehrveranstaltung „Grundsprachliche Kompetenzen“ im Bachelorstudiengang Mehrsprachige Kommunikation.

Die Preise wurden am 24. Juni im Rahmen des Tags für die exzellente Lehre durch Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, übergeben. Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro erhalten die zwei Sieger zu gleichen Teilen. Die Gelder aus Mitteln der Hochschule sollen zweckgebunden für die qualitative Weiterentwicklung der Lehre eingesetzt werden.

„Wir sehen es als unseren Bildungsauftrag an, unsere Absolventinnen und Absolventen für verantwortliche Tätigkeiten in einer sich wandelnden, zunehmend digitalisierten Berufswelt zu qualifizieren und sie zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung unserer Gesellschaft zu befähigen. Die diesjährigen Konzepte zeigen auf herausragende Weise, wie intensiv an unserer Hochschule über digitale und gute Lehre nachgedacht wird und wie innovative Lösungskonzepte von den Kolleginnen und Kollegen entwickelt werden“, sagt Prof. Dr. Sylvia Heuchemer. „Besonders wichtig war uns bei der diesjährigen Preisvergabe, dass die Konzepte auch den sozialen Aspekt fördern: Unsere Studierenden lernen in heterogenen Teams nicht nur gemeinsam, sondern auch voneinander.“


Der berufsbegleitende Masterstudiengang Versicherungsrecht an der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften setzt auf Blended Learning Arrangements. Bei dieser Lernform werden Präsenzformate und E-Learning-Angebote kombiniert. Im Wechseln lernen die Studierenden in zwei- bis dreitägigen Präsenz- und sechswöchigen Onlinephasen. Dazu gehören Virtual Classrooms, Webkonferenzen, Diskussionsforen sowie Lernvideos. Zwar arbeiten die Studierenden in den Onlinephasen kollaborativ in Eigenregie, die Teams werden dabei aber eng von den Dozentinnen und Dozenten betreut. Die  Studierenden können außerdem aus ihrer beruflichen Praxis resultierende Lernbedürfnisse in den Studiengang einbringen. Die regelmäßigen Evaluationen ergaben, dass die Autonomie der Onlinephasen, in denen man selbstgesteuert und zeitlich flexibel arbeiten kann, bei den berufstätigen Studierenden auf große Zustimmung trifft.

Für das konzipierte Curriculum ausgezeichnet wurden die Professoren Dr. Peter Schimikowski, Dr. Karl Maier, Dr. Jochen Axer, Dr. Dirk-Carsten Günther und Nannette Fabian vom Institut für Versicherungswesen sowie Ilona Matheis von der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung.


Auf Blended Learning-Elemente in Kombination mit Präsenzlehre setzt auch die Pflichtveranstaltung „Grundsprachliche Kompetenzen“ im ersten Semester des Bachelorstudiengangs Mehrsprachige Kommunikation. In diesem Modul werden Deutsche Sprachwissenschaften (Grammatik, Lexik und Syntax) sowie Textverständnis wissenschaftlicher Texte und das Arbeiten mit wissenschaftlichen Nachschlagewerken vermittelt. Dabei sind die Studierenden ebenso heterogen wie ihre Deutschkenntnisse: Studierende, die Deutsch als Mutter- oder Zweitsprache sprechen, und sehr intuitive, mündliche Deutschkenntnisse haben, weisen oft große theoretische Lücken auf. Ausländische Studierenden, die Deutsch als Fremdsprache sprechen, beherrschen die Grammatik besser, haben aber häufig wenig praktische Erfahrungen mit der Sprache. Im Modul „Grundsprachliche Kompetenzen“ erarbeiten die Studierenden in gemischten Teams die Lernmaterialien weitgehend selbstständig über digitale Lernplattformen. Jedes Team übernimmt dabei für ein spezielles Thema eine Expertenfunktion gegenüber den anderen Studierenden, d. h. es steht als erster Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Die mit dem Lehrpreis ausgezeichnete Dozentin Prof. Dr. Ute Barbara Schilly (Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften) versteht sich bei ihrem Modell als Facilitator: als Unterstützerin, die Themen aufbereitet, eine Lernumgebung bereitstellt und steuert, sowie die Studierenden dabei hilft, selber Lösung zu erarbeiten.

28. Juni 2016

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