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Künstliche Intelligenz bei der HIP im SoSe 2019

Eine Projektgruppe der Studierenden entwickelte die Projektidee "KI-Bienen" - nur eine Zukunftsvision oder schon bald Realität? (Bild: HIP / TH Köln)

„Künstliche Intelligenz“ ist ein wichtiges Zukunftsthema in der globalen Technologiebranche und bestimmt thematisch das Wissenschaftsjahr 2019. Dazu setzten sich mehr als 600 Studierende bei der Hochschulweiten Interdisziplinären Projektwoche (HIP) vom 13. bis 17. Mai 2019 mit der Frage auseinander, wie sich die zukünftige Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gestalten lässt.

Diesmal richtete Frau Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, zunächst das Wort per Videobotschaft an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der voll besetzten Aula am Campus Südstadt. Sie betonte, welchen Anforderungen Studierende im Rahmen dieser Projektwoche ausgesetzt werden: neues Wissen in einem Bereich zu erschließen, in dem sie nicht ausgebildet wurden, diesbezügliche Problemstellungen zu erkennen, Fragestellungen dazu zu formulieren und wissenschaftliche Lösungen zu entwickeln. In kreativer und kooperativer Zusammenarbeit mussten Studierende diesmal also eine Projektidee zum Thema „Künstliche Intelligenz“ entwickeln.


Rahmenbedingungen

Die Rekordteilnehmendenzahl aus dem Sommersemester 2018 wurde zwar nicht übertroffen, aber dennoch ein großer Teil der Hochschule mobilisiert: 615 Studierende aus 10 Fakultäten und über 15 Studiengängen arbeiteten in 40 Projektgruppen an der Aufgabenstellung. Begleitet wurden die Gruppen von geschulten Tutorinnen und Tutoren, die sie beim Gruppenfindungs- und Arbeitsprozess unterstützten und in der Reflexion anleiteten. Bunt gemischt waren auch die Teams der Gutachterinnen und Gutachter, in denen 8 Fakultäten, das Kompetenzzentrum SIDI und auch das Gleichstellungsbüro vertreten waren.


Aufgabe

Die Aufgabe bestand darin, eine interdisziplinäre Projektidee zum Thema „Künstliche Intelligenz“ zu entwickeln und über die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu reflektieren. Dabei standen die Interaktion in heterogenen Teams und die Entwicklung eines Verständnisses für die eigene Disziplin sowie für die Methoden und Perspektiven der anderen Disziplinen im Fokus.

Den Projektgegenstand, die Projektumsetzung sowie die Projektplanung stellten die Studierenden in einer jeweils zehnminütigen Präsentation vor den Gutachterinnen und Gutachtern sowie einem Teil ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen zum Projektabschluss am Freitag vor. Anschließend führten die Gutachterinnen und Gutachter jeweils gruppeninterne Reflexionsgespräche durch. Grundlage für diese Gespräche bildeten unter anderem die Einzelreflexionen der Studierenden, die am Tag zuvor eingereicht werden mussten und die persönliche Betrachtung der einzelnen Studierenden widerspiegelten.


Projektergebnisse

So stellt sich eine Projektgruppe der Studierenden das Funktionsschema zu ihrer Projektidee "Medical Interface Care Assistent" vor - eine mögliche Lösung für den Fachkräftemangel im Pflegesektor? Funktionsschema der Projektidee "Medical Interface Care Assistent" - eine mögliche Lösung für den Fachkräftemangel im Pflegesektor? (Bild: HIP / TH Köln)

Wie erwartet waren die Ergebnisse der Arbeiten in den unterschiedlichen Projektgruppen sehr vielfältig und breit gefächert, wobei sich die meisten Studierenden in einer bestimmten Sache einig waren, wie folgendes Zitat aus einer der Einzelreflexionen zeigt: „Die Denkweisen der anderen Studierenden haben mir dabei geholfen, das Thema aus verschiedenen Richtungen zu betrachten.“

Beim Blick auf die Projektinhalte kamen so zahlreiche interessante Ideen zusammen, zum Beispiel zur Einsetzung von KI im Bauwesen (Projektidee „Intelligent Construction Algorithm (ICA)“) und in der Landwirtschaft, zur KI-gestützten Hilfe im Studium oder Beruf und zur Früherkennung und Prävention von Krankheiten (Projektidee „MICA – Medical Interface Care Assistant“), zum Einsatz von KI im eigenen Haus, in Hotels und in der Mensa, bei der Verkehrssteuerung oder auch als App zum Auffinden von gestohlenen Fahrrädern. Darüber hinaus haben alle Studierenden gleichzeitig über ethische Aspekte nachgedacht. Dazu entwickelte eine Projektgruppe ganz konkret einen KI-Podcast, der zur Sensibilisierung und Diskussion in Hinblick auf künstliche Intelligenz beitragen soll, während eine andere Projektgruppe sich mit der Frage „KI und Kreativität“ auseinandersetzte.

Eine Projektgruppe der Studierenden entwickelte die Projektidee "Intelligent Home Optimization System" - wie viel Smart Home vertragen die eigenen vier Wände? Projektidee "Intelligent Home Optimization System" - wie viel Smart Home vertragen die eigenen vier Wände? (Bild: HIP / TH Köln)

Am Ende der Hochschulweiten Interdisziplinären Projektwoche stand für alle Beteiligten einmal mehr die erfreuliche Erkenntnis, „wie wichtig es ist, dass die verschiedenen Fachabteilungen zusammenarbeiten und somit ein schnelleres und besseres Ergebnis erzielt werden kann.“


Ausblick

Die nächste HIP findet im Wintersemester 2019/20 in der Zeit vom 18. bis 22. November 2019 statt.

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