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Dr. Klara Groß-Elixmann

Dr. Klara Groß-Elixmann

Kompetenzzentrum Soziale Innovation durch Inklusion

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Inklusion an Hochschulen – gendergerecht

Die TH Köln ist der erste von bis zu fünf Modellstandorten des Fachkollegs „Inklusion an Hochschulen – gendergerecht“. Das deutschlandweite Programm soll Frauen mit Beeinträchtigungen wie Behinderung, chronischer oder psychischer Erkrankung sowie besonderen familiären Umständen auf ihrem Werdegang unterstützen.

Initiiert wurde es vom Hildegardis-Verein, der seit über 110 Jahren Frauenstudien in Deutschland fördert. An der TH Köln betreut das Kompetenzzentrum SIDI (Soziale Innovation durch Inklusion) die Kooperation. SIDI-Koordinatorin Dr. Klara Groß-Elixmann erläutert im Interview die ersten Schritte des Programms.

Welche Bedeutung hat es für die TH Köln, Modellstandort geworden zu sein?

Groß-Elixmann: Die Wahl zum Modellstandort im Fachkolleg „Inklusion an Hochschulen – gendergerecht“ ist zunächst einmal ein großes Kompliment für die Anstrengungen der TH Köln auf dem Weg zur inklusiven Hochschule. Denn Projekte wie das Kompetenzzentrum Soziale Innovation durch Inklusion, der Zertifikatslehrgang „Strategien zur Inklusion“ der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung oder der „Aktionsleitfaden für eine inklusive Fakultät“ der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften haben einen ganz entscheidenden Einfluss auf diese Entscheidung gehabt. Als Modellstandort haben wir jetzt die Möglichkeit, weiterhin bestehende Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderungen zu identifizieren und anzugehen. Dazu sind wir auf Ideen, Anregungen und Input aus allen Abteilungen und Fakultäten angewiesen. Die TH Köln dient aber auch als Best Practice-Beispiel für andere Hochschulen.

Wie möchten Sie Ideen und Input generieren?

Groß-Elixmann: Als erstes Projekt des Fachkollegs etablieren wir einen Biografiezirkel für alle weiblichen Hochschulmitglieder mit und ohne Behinderung oder chronische Erkrankung. Der erste Zirkel findet bereits am 17. April statt. Wir wenden die Methode des „Erzähl-Cafés“ an; ein moderiertes Gespräch, bei dem die autobiographischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen im Mittelpunkt stehen. Wir bieten einen geschützten Raum, um vertraulich über Karrierewünsche und -ziele zu sprechen sowie über die Hindernisse, die dabei bestehen. Auf der Linie eines Empowerment-Ansatzes fokussieren wir uns in den Gesprächen auf die Stärken der Teilnehmerinnen und die Dinge, die bei der Bewältigung von Herausforderungen helfen.

Wie werden die Ergebnisse der Biografiezirkel weiter verarbeitet?

Groß-Elixmann: Auf Basis der Erzählungen werden wir Schwierigkeiten und Hindernisse identifizieren, die an unserer Hochschule noch bestehen. Wenn wir so belegen können, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um grundlegendere Probleme handelt, ergibt dies eine bessere Argumentationsposition, um den Abbau von Barrieren voranzutreiben. Da wir innerhalb des Biografiezirkels auf Vertraulichkeit setzen, müssen alle Beteiligten einverstanden sein, bevor wir in der Hochschule Anregungen oder Wünsche äußern.

13.4.2018

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