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Partnerhochschule des Monats (Archiv)

Wer mehr über unsere Partnerhochschulen erfahren möchte, kann auch in unserem Archiv zu dieser Rubrik nachlesen.

Partnerhochschulen des Monats (Dezember 2020)

Partnerhochschule des Monats (Bild: Kimberley Lara Strumpf / TH Köln)

Wir sind dieses Jahr mit einer neuen Rubrik gestartet - den Partnerhochschulen des Monats. Jeden Monat hat das Referat für Internationale Angelegenheiten Ihnen eine europäische sowie eine außereuropäische Partnerhochschule vorgestellen. Wir wollen Ihnen hiermit zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten Sie für einen Auslandsaufenthalt haben.

Lassen Sie sich inspirieren und folgen Sie uns!

Das Jahr 2020 schließen wir ab mit, der Høyskolen Kristiania in der norwegischen Hauptstadt Oslo, sowie mit einem "Jenseits von Afrika"-Feeling mit der Dedan Kimathi University of Technology in Nyeri, Kenia.


Nordweg

HS_Oslo Høyskolen Kristiania in Oslo, Norwegen (Bild: GAD gemeinfrei auf Wikimedia)

Shoppen in Paris, Feiern in Amsterdam, Käse-Tasting in den Schweizer Alpen, Segeln in Dänemark oder Skifahren in Österreich. Unsere Nachbarländer besuchen wir des Öfteren und kennen wir eigentlich ganz gut, sollte man meinen. Östlich von Deutschland, auf der anderen Seite, reist man auf einmal nicht mehr für Wochenendtrips über die Grenze. Dabei gibt es auch hier viel zu entdecken. Klopfen wir doch einmal gemeinsam an die imaginäre Tür.

So lautet der altnordische Name für das Königreich Norwegen. Wer eine Karte zur Hand nimmt, wird sicherlich feststellen, dass dieser Name mehr als passend ist. Wir wollen diesen Weg gemeinsam beschreiten, natürlich eingepackt in unseren ausgefallensten Norweger-Pullovern, der sich in den letzten Jahren schon als „Ugly Christmas Sweater“ einen Ruf erarbeitet haben.

Unsere Partnerhochschule des Monats ist die Høyskolen Kristiania (Hochschule Kristiania) in Oslo, Norwegen. Allein der Name lässt es bereits vermuten: Diese Hochschule hat Tradition! Denn „Kristiania“ ist schon seit 1924 nicht mehr der Name der Stadt Oslo. Die HK ist eine der ältesten privaten Hochschulen des Landes und zählt rund 10.000 Studierende an 5 Standorten in der Stadt und noch zwei weiteren Standorten in Bergen. Studierende der Fakultäten für Informatik und Ingenieurwissenschaften sowie des Cologne Game Lab haben die Möglichkeit, sich selbst davon zu überzeugen, warum die HK so viele Studierende anzieht. Beispielsweise hat man als Student hier Zugang zu Dienstleistungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten sind. Wohnheimzimmer, Beratungsangebote und Sportmöglichkeit werden vom Äquivalent des Kölner Studierendenwerks angeboten. Die große Studentenunion SHK ist eine gute Anlaufstelle für alle, die auch in Kontakt mit einheimischen Studierenden kommen möchten. Deutsch und Norwegisch sind zwar verwandt, sind aber nicht immer verständlich für den jeweils anderen. Da trifft es sich gut, dass der Großteil der jungen Menschen in Norwegen sehr gut Englisch spricht. Mit neu gewonnenen Freunden geht es dann zum LiveACT, das größte studentisch organisierte Musikfestival Norwegens.

Und wo wir gerade von Musik sprechen: Mit jährlich über 5.000 Konzerten ist Oslo auch europaweit die Stadt mit der größten Konzertdichte gemessen an der Einwohnerzahl. Ein Veranstaltungsort ist beispielsweise das moderne Opernhaus, das direkt an der Küste liegt. Wer hier zu einem Konzert kommt, sollte es sich aber keinesfalls entgehen lassen, in der Pause auf das Dach des Hauses zu steigen und den Sonnenuntergang zu bewundern. Auch das ehemalige Warenhausviertel am Hafen Aker Brygge lädt mit zahlreichen Restaurants und Cafés dazu ein, hier den Tag zu verbringen. Wer es etwas traditioneller mag, findet in der Mathallen auch regionale Spezialitäten, zum Beispiel Kjøttkaker, eine Art Frikadelle. Mit dieser Stärkung kann etwas Nervenkitzel nicht schaden. Wie wäre es beispielsweise, an einer Zip-Line die Holmenkollen-Skisprungschanze hinunterzurasen? Doch das ist nichts für schwache Nerven, hier geht es immerhin 105 Meter in die Tiefe! Wer bei solchen Zahlen bereits schwitzige Hände bekommt, sollte vielleicht lieber die Natur genießen. Denn davon gibt es in Oslo genug: 50% der Stadtfläche sind bewaldet.

Norwegischer Troll mit Nationalflagge Norwegischer Troll mit Nationalflagge (Bild: J.W. Schmitz-Michiels)

Wir sehen schon: Es gibt so einiges, was hier auf der Bucketlist stehen sollte. Da ist es auch sehr praktisch, dass Oslo relativ kompakt ist. Gefühlt alles ist nur 15-20 Minuten voneinander entfernt, und noch dazu auch an den gut ausgebauten Öffentlichen Nahverkehr angebunden. Der Blick über die Stadtgrenzen lohnt sich dennoch. Hier kommen vor allem Naturliebhaber auf ihre Kosten, denn – klar – Norwegen, das sind auch Fjorde, Gletscher, Rentiere und Nordlichter. Der Dresscode ist hier vor allem eine Frage der Außentemperatur. Während das Landesinnere im Winter sogar Temperaturen bis -25°C aushalten muss, sind die Gegebenheiten im Süden deutlich milder, aber verregneter. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, das Land zu erkunden, am besten mit der Küstenfähre der Hurtigruten, mit der man entspannt an der malerischen Küste entlanggleitet. Auch Bergen ist durchaus einen Besuch wert, nicht zuletzt, weil die Bahnstrecke dorthin als eine der schönsten weltweit gilt. Weniger bequem, dafür außergewöhnlicher ist natürlich aber eine Fahrt mit dem Hundeschlitten.

Ein norwegisches Sprichwort lautet „Wer zuletzt kommt, sieht am wenigsten.“ Glücklicherweise ist Norwegen voller Sehenswürdigkeiten; voller Natur; voller Leben. All das wartet nur darauf, entdeckt zu werden. Und zu entdecken gibt es hier wahrlich genug für alle!

Auf einen Blick
Hochschulname

Høyskolen Kristiania

Erasmus-Code N OSLO58
Gründungsjahr 1914
Hochschultyp öffentlich
Studierende 10.000
Kooperation besteht seit 2014

Studiengebühren

entfallen beim Erasmus-Programm

Bewerbungstermine

15. März 2021 für das WiSe 2021/22

15. September 2021 für das SoSe 2022

Übersicht Studiengänge Studiengänge in Englisch


Jambo Kenya!

Dedan Kimathi University of Technology in Nyeri, Kenia Dedan Kimathi University of Technology in Nyeri, Kenia (Bild: Iamsymon gemeinfrei auf Wikimedia)

Sollte jemand plötzlich Flashbacks zur Musik der 90er Jahre haben und peinlich berührt an Baggy-Jeans und Bauchfrei-Tops zurückdenken: Sorry, das war nicht unsere Absicht! Eigentlich wollten wir unseren treuen Leserinnen und Lesern am Ende des Jahres nur ein kleines Dankeschön mitgeben und Ihnen das am häufigsten gebräuchliche Wort auf Suaheli beibringen: Hallo!

Natürlich will jedermann frisch Erlerntes auch sofort anwenden können. Da trifft es sich gut, dass unsere außereuropäische Partnerhochschule des Monats Dezember in Kenia liegt, wo Suaheli neben Englisch offizielle Amtssprache ist. Diesen Monat besuchen wir die Dedan Kimathi University of Technology in Nyeri, Kenia. An dieser staatlichen Universität sind rund 12.000 Studierende in den verschiedensten Programmen eingeschrieben. Ingenieurwissenschaften, Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften, Angewandte Naturwissenschaften, Informationstechnologien und sogar Tourismus sind nur einige der Fachrichtungen, die hier studiert werden können. Fast alle Studierenden der TH Köln finden hier etwas, das zu ihrem Studiengang passt. Für besonders Naturinteressierte gibt es hier sogar eine Kaffeeplantage, die Forschungszwecken dient, sowie ein Naturreservat, in dem Tiere wie Lamas, Zebras und Gnus leben.

Typische Landstraßen in Kenia, hier im TSAVO East National Park Typische Landstraßen in Kenia, hier im TSAVO East National Park (Bild: Simone Roda gemeinfrei auf Wikimedia)

Gnus gibt es aber nicht nur in der Natur, sondern auch bei dem Hackathon, der regelmäßig am Campus organisiert wird. Darüber hinaus gibt es am Campus der DeKUT zahlreiche Sport- und Kulturangebote, die sich in verschiedenen Studierendenvereinigungen organisieren. Der Kontakt zu einheimischen Studierenden ist dabei vorprogrammiert, da sich das Hochschulleben hauptsächlich am Campus außerhalb der Stadt abspielt. Unterkünfte und Verpflegung gibt es ebenfalls im näheren Umkreis. Wer lieber in der Stadt wohnen will, kommt mit Shuttlebussen der Uni bequem zur Vorlesung. Für alle besonders Technikbegeisterten gibt es am Campus sogar noch eine Forschungskooperation mit SIEMENS.

Dedan Kimathi Wachiuri, der Namensgeber der Universität, war übrigens ein Rebellenanführer zur Zeit des Britischen Kolonialismus, der noch vor der Unabhängigkeit Kenias als Terrorist angeklagt und hingerichtet wurde. Die DeKUT möchte in seinem Namen den Kampf für Freiheit weiterführen, doch, wie sie selbst auf ihrer Website schreibt, sieht sie Technologie, Wissen und Fortschritt als die Waffen des 21. Jahrhunderts. Solche und ähnliche Geschichten gibt es in Kenia viele, die Geschichte der Kolonialzeit ist an vielen Ecken im Land spürbar. Beispielsweise war Nyeri selbst ursprünglich als Handelsknoten für Agrargüter gedacht und ist auch heute noch überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Von der willkürlichen Grenzziehung vergangener Zeiten zeugt heute noch die ausgesprochen hohe kulturelle und ethnische Diversität des Landes. In Kenia werden fast 70 verschiedene Sprachen gesprochen. Auch gibt es nicht „die“ kenianische Kultur. Verschiedene Bevölkerungsgruppen haben ihre eigenen Traditionen, Rituale und Küche.

Kenia ist übrigens nach dem nahe der DeKUT gelegenen Mount-Kenya-Gebirgsmassiv benannt. Etwa 20 Kilometer außerhalb von Nyeri befindet sich im zugehörigen Nationalpark mit dem zweithöchsten Berg des Kontinents auch ein UNESCO-Weltnaturerbe. Naturfans dürfen sich freuen, denn nicht nur dieser und die zahlreichen weiteren Nationalparks sind extrem sehenswert. Kenia gilt zudem als das beste Land für Safaritouren. Die laufen hier nach dem Prinzip „Geschaut wird mit den Augen“ ab – das Jagen ist in Kenia offiziell verboten.

Nicht verboten ist hingegen das Jagen von immer neuen Erfahrungen und Begegnungen. Davon gibt es für interessierte Studierende hier reichlich. Nicht umsonst ist Kenias Motto „Harambee!“ – „Lasst uns alle zusammenarbeiten!“

Auf einen Blick
Hochschulname

Dedan Kimathi University of Technology

Gründungsjahr 2012
Hochschultyp öffentlich
Studierende

12.000

Kooperation seit

2019

Bewerbungstermine

Austauschplätze des Referates für Internationale Angelegenheiten:

14. Februar 2021 für das WiSe 2021/22

15. September 2021 für das SoSe 2022

Dezember 2020

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