Gründung der Forschungsstelle Translation und Fachkommunikation

Sieben Professorinnen und Professoren des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) haben Ende 2017 die Forschungsstelle Translation und Fachkommunikation gegründet. Prof Dr. Ralph Krüger und Prof. Dr. Ursula Wienen leiten die Einrichtung.

Herr Prof. Krüger, warum wurde am ITMK die Forschungsstelle gegründet?

Krüger: Mit der Forschungsstelle möchten wir in erster Linie die Forschungsaktivitäten der mitwirkenden Kolleginnen und Kollegen bündeln, strukturieren und koordinieren sowie einen gemeinsamen Rahmen für künftige kooperative Forschungsprojekte schaffen. Natürlich sind wir dabei offen für interdisziplinäre Projekte mit interessierte Kolleginnen und Kollegen aus allen Fakultäten der Hochschule.

Woran arbeitet die Forschungsstelle inhaltlich?

Krüger: Wir untersuchen die Themenbereiche Übersetzen/Dolmetschen und Fachkommunikation aus verschiedenen Perspektiven. So beschäftigen wir uns beispielsweise aus technologischer Sicht mit Systemen zur maschinellen Übersetzung, wie Google, Facebook und andere sie anbieten. Forschungsfragen sind dabei unter anderem: Wie wird diese Funktion von Laien zur Informationserschließung in fremdsprachigen Kontexten genutzt? Wie groß ist die "Verstehenstiefe" der maschinellen Übersetzung und wie geht sie mit Fehlern im Ausgangstext um? Daran knüpft ein weiteres unserer Themenfelder an: das optimierte Schreiben für die maschinelle Übersetzung. Wir stellen die Frage, wie Ausgangstexte verfasst sein müssen, damit eine maschinelle Übersetzung möglichst fehlerlos ist. Ein anderer Schwerpunkt ist die mündliche und schriftliche Kommunikation in Fachkontexten. So untersuchen wir etwa die Experten-Laien-Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten sowie die Prozesse, durch die fachsprachliche Ausdrücke in die Alltagssprache übergehen.

Was wird Ihr erstes gemeinsames Projekt sein?

Krüger: Ende November 2018 veranstalten wir die 2. Kölner Konferenz zur Translation und technischen Dokumentation (CGN18). Angesichts der starken Verflechtung dieser Felder sowie des dort zu beobachtenden raschen Entwicklungsfortschritts ist die Konferenz dem Thema „Interdependenzen und Innovationen” gewidmet. Unser Ziel ist es, neuere Ansätze in den verschiedenen Strängen der Translation und der technischen Kommunikation zu untersuchen, mögliche Wechselwirkungen und Synergien zu identifizieren und damit den aktuellen Stand der Forschung mit Blick auf zukünftige Entwicklungen aufzubereiten.

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