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Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

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Großschadenslagen, terroristische Bedrohungen und Hochwasser

Aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr auf der „5th International Disaster and Risk Conference“ im August in Davos.

Mit gleich vier Beiträgen waren die Nachwuchswissenschaftler Christian Baumgarten, Florian Brauner und Christian Bentler unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Prof. Dr.-Ing. Ompe Aimé Mudimu und Prof. Dr.-Ing. Alexander Fekete vertreten.

Christian Bentler, Florian Brauner, Christian Baumgarten (v.l.)Christian Bentler, Florian Brauner, Christian Baumgarten (v.l.) (Bild: Florian Brauner)


Präsentiert wurden zwei Projekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Evaluierung und Bewertung von Konzepten der Gefahrenabwehr im Massenanfall von Verletzten“ (evalMANV) und „Risiken und Kosten der terroristischen Bedrohungen des schienengebundenen öffentlichen Personenverkehrs (ÖPV)“ (RiKoV) sowie die Ergebnisse einer Studie zum Thema „Helferzufriedenheit bei Hochwassereinsätzen“. Zudem wurden weitere Ansätze zur Erforschung von Interdependenzen zwischen Risiko- und Krisenmanagement vorgestellt mit dem Ziel, zukünftige Projektpartner zu finden.

evalMANV

Das Forschungsprojekt evalMANV befasst sich mit der Optimierung von Konzepten zur Bewältigung von Großschadenslagen – im Speziellen mit Massenanfällen von Verletzten. Im Rahmen des Projekts konnte eine neuartige Evaluierungsmethode auf Basis eines Benchmarksystems entwickelt werden, welches auf dem Kongress der Fachwelt vorgestellt wurde. Mit Hilfe dieses Systems können zukünftig Übungen der Gefahrenabwehrbehörden wissenschaftlich evaluiert, Konzepte überprüft, sowie die Ausbildung von Helfern verbessert werden.

RiKoV

Im Forschungsprojekt RiKoV wurde in den vergangenen Jahren an neuen Ansätzen des Risikomanagements für terroristische Bedrohungen geforscht. Eine wesentliche Aufgabe der Fachhochschule Köln war es, die Verletzlichkeit von öffentlichen Personen(nah)verkehrssystemen (Vulnerabilität) zu bestimmen. Auf der IDRC wurde die neu entwickelte Methode zur Bestimmung der Vulnerabilität vorgestellt, um in Fachgesprächen mit anderen Wissenschaftlern ein Feedback zu erhalten.

Helferzufriedenheit bei Hochwassereinsätzen

Besonderen Stellenwert hatte zudem der Beitrag mit dem Thema „Helferzufriedenheit bei Hochwassereinsätzen“: Die Inhalte dieser Präsentation stammen aus einer studentischen Studie des Mastermoduls „Risiko- und Krisenmanagement“. In einer Umfrage unter 3377 Einsatzkräften aus dem deutschen Hochwassereinsatz 2013 konnten die Studierenden Faktoren ermitteln, die die Helferzufriedenheit direkt beeinflussen. In Zeiten des demographischen Wandels und rückläufiger Mitgliederzahlen in ehrenamtlichen (Hilfs-)Organisationen bekommt die Motivation der Helfer einen immer höheren Stellenwert.

5th International Disaster and Risk Conference

Die 5-tägige internationale Katastrophen-und Risikokonferenz (IDRC) ist die international bedeutendste Konferenz im Bereich des integrativen Risikomanagements. Die mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedensten Disziplinen kommen aus Wissenschaft, Praxis, Regierungen und UN-Organisationen sowie NGOs.

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme befasst sich mit allen technischen und organisatorischen Elementen der operativen Gefahrenabwehr zur Rettung von Menschen, der Erkennung von Gefahren und deren Abwehrplanung, wie etwa behördliches und betriebliches Risiko- und Krisenmanagement sowie soziale und methodische Kompetenzen für Führungskräfte. In Verbundforschungsprojekten stehen die wissenschaftliche Analyse und das Bereitstellen von Anwenderexpertise im Vordergrund.

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