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Datenkompetenz in der Lehre verankern: Data Literacy Initiative vom Stifterverband ausgezeichnet

Welche ethischen, rechtlichen und technischen Aspekte sind beim Umgang mit Daten zu beachten? Wie können sie organisiert, analysiert und publiziert werden? Die Data Literacy Initiative (DALI) der TH Köln will den sachgerechten Umgang mit Daten systematisch im Curriculum ihrer Studiengänge verankern.

Dafür ist sie vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW im Förderprogramm Data Literacy Education.nrw mit einer Fördersumme in Höhe von 300.000 Euro ausgezeichnet worden.

Die Initiative ist Teil der Digitalisierungsstrategie für Lehre und Studium der TH Köln und sieht eine Verankerung einer Vermittlung von Datenkompetenz in die Lehrinhalte aller Studiengänge der Hochschule vor. Bereits ab dem zweiten Fachsemester der Bachelorstudiengänge sollen den Studierenden der TH Köln grundlegende Kompetenzen vermittelt werden, damit sie ein Bewusstsein für die Relevanz und die Vielfalt von Daten erhalten und sich fundiert und kritisch mit ihnen auseinandersetzen. Die Kompetenzvermittlung während des Studiums ist unterteilt in drei Level: „Basic“ vermittelt u. a. ethische und rechtliche Aspekte und Kompetenzen bei der Datenrecherche, -erhebung, -verifizierung und -analyse, der Statistik und Programmierung sowie bei der Publikation und Präsentation. In den darauf aufbauenden „Explorative Level“ und „Spezialized Level“ werden die Kompetenzfelder erweitert, praktisch angewendet und vertieft: In interdisziplinären Projektwochen, Workshops und fachspezialisierten Lehrprojekten sollen die Studierenden selbstständig Daten generieren, verwalten, analysieren und evaluieren. Vorgesehen ist dabei auch die Fokussierung auf Themenstellungen wie beispielsweise Smart Cities, Energy & Ecosystems, Internet of Things oder Big Data. Die Studierenden erhalten nach erfolgreichem Abschluss der Level das Data Literacy-Zertifikat.

Neben der curricularen Verankerung sieht DALI auch den Aufbau eines DALI-Labs vor, in dem Studierende in fakultätsübergreifenden Kolloquien begleitet und beraten werden. Gleichzeitig soll das Lab eine Infrastruktur zum adäquaten, forschungsorientierten Umgang mit Forschungsdaten und dem Aufbau von Blockchain-Anwendungen bieten.  

„Data Literacy ist in allen Disziplinen Grundlage der digitalen Transformation. Unser Projekt will die verschiedenen Einzelkompetenzen aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Mathematik, Statistik oder Programmierung zusammenfassen. Dazu arbeiten wir in einem transdisziplinären Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Fakultäten und wissenschaftlichen Einrichtungen“, so Prof. Dr. Simone Fühles-Ubach von der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften und Leiterin von DALI.

Neben dem Informationszentrum Lebenswissenschaften (ZB MED), das eine führende Rolle im Bereich des Forschungsdatenmanagements und der Datenwissenschaften für die Life Sciences einnimmt, ist auch die Industrie‐ und Handelskammer (IHK) zu Köln in DALI eingebunden: „Data Literacy ist eine der Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts, die in der modernen Wirtschaft unerlässlich sein wird. Die fächerübergreifende Vermittlung im Rahmen von DALI ist sehr zu begrüßen. Gerne werden wir im Rahmen unseres Auftrags als Industrie- und Handelskammer zu Köln diesen Prozess, insbesondere durch die Vernetzung von Akteuren aus Hochschule und Wirtschaft, begleiten“ sagt Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin der IHK Köln.

Das Förderprogramm Data Literacy Education.nrw des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW finanziert DALI über eine Laufzeit von zwei Jahren mit 300.000 Euro. Neben der TH Köln werden neun weitere Hochschulen gefördert: die RWTH Aachen, Fachhochschule Bielefeld, Universität Bielefeld, Ruhr-Universität Bochum, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Hochschule Niederrhein und die Universität Paderborn.

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