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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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Anerkennungsurkunden für KindheitspädagogInnen

In Deutschland etabliert sich ein neuer Beruf: An der TH Köln wurde jetzt zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen die staatliche Anerkennung für Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen ausgesprochen.

In Vertretung des Staatssekretärs im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Bernd Neuendorf, überreichte die Leitende Ministerialrätin Dagmar Friedrich 50 Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs "Pädagogik der Kindheit und Familienbildung" die Urkunden auf dem Campus Südstadt der Hochschule.

50 AbsolventInnen des Bachelorstudiengangs "Pädagogik der Kindheit und Familienbildung" erhielten die staatliche Anerkennung50 AbsolventInnen des Bachelorstudiengangs "Pädagogik der Kindheit und Familienbildung" erhielten die staatliche Anerkennung (Bild: Heike Fischer/TH Köln)

"Der Anspruch unserer Gesellschaft, an das, was Kinderbetreuung leisten soll, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Kindertageseinrichtungen sind heute als Bildungseinrichtungen anerkannt. Sie bilden neben der Familie das Fundament für eine gelingende Bildungsbiografie junger Menschen. Die gestiegene Bedeutung wird niemand mehr in Frage stellen. Deshalb ist auch die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte von so großer Bedeutung. Deshalb brauchen wir gut qualifiziertes Personal – und wir brauchen auch akademisch ausgebildetes Personal, gerade für diesen Bereich", sagte die Leitende Ministerialrätin Dagmar Friedrich in ihrer Ansprache.

"Die Qualität der frühen Bildung und Erziehung sowie der pädagogischen Zusammenarbeit mit den Familien sind entscheidend, damit Kinder gut und gesichert aufwachsen können. Deshalb sind wir überzeugt, dass dieser elementare Bereich des Bildungssystems und der Jugendhilfe eine breite wissenschaftliche Verankerung benötigt. Der jetzt staatlich anerkannte akademische Beruf der Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen ist dazu ein zentraler Schritt", sagt Prof. Dr. Claus Stieve, Prodekan für Studiengangsentwicklung der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln.

Durch diese Entwicklung fänden Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen ihren Weg in Kindertageseinrichtungen sowie in weitere Felder der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien. Die Träger erhielten Sicherheit über die Qualifikation, die sie bei Bewerberinnen und Bewerbern erwarten können.

In den meisten europäischen Ländern ist die frühkindliche Bildung schon seit langem an Hochschulen angesiedelt. In Deutschland wurden entsprechende Studiengänge seit 2004 eingeführt. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte sich schon 2010 in der Jugend- und Familienministerkonferenz für einen gemeinsamem Orientierungsrahmen für die Studiengänge engagiert und im Mai 2015 das Gesetz zur staatlichen Anerkennung verabschiedet. Damit ist die Berufsbezeichnung jetzt in zwölf Bundesländern rechtlich verankert. Die Gesetzgebungsprozesse hatte die TH Köln gemeinsam mit weiteren Hochschulen angeregt und intensiv begleitet. 2010 wurde der bundesweite Studiengangstag "Pädagogik der Kindheit" an der TH Köln gegründet, der sich gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung im Kindesalter maßgeblich für die Etablierung des neuen Berufs in Deutschland einsetzte.

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