Bachelorarbeit liefert Lösungsansätze zur Steigerung der Energieeffizienz am Schokoladenmuseum Köln

Clara Ukat hat in ihrer Bachelorarbeit das Energiesystem am Schokoladenmuseum Köln analysiert und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz entwickelt.

Clara Ukat und Dr. Christian Unterberg-Imhoff vor dem Schokoladenbrunnen Clara Ukat und Dr. Christian Unterberg-Imhoff vor dem Schokoladenbrunnen (Bild: TH Köln)

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit ermittelte Clara Ukat die elektrischen und thermischen Energieflüsse am Schokoladenmuseum und entwickelte auf Basis der Ergebnisse Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung sowie zum Einsatz erneuerbarer Energien. Mittels smarter Messtechnik wurden vor Ort die Strom- und Wärmelastgänge analysiert sowie die größten Strom- und Wärmeverbraucher des Museums aufgedeckt. Die Ergebnisse der Analysen zeigen hohe Effizienzpotenziale auf. „Durch die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen am Schokoladenmuseum könnte der Stromverbrauch um bis zu ein Drittel gesenkt werden“, so Clara Ukat. Weitere Möglichkeiten zur Verbesserung des Energiesystems ergeben sich unter anderem durch die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Museums.

Für das Schokoladenmuseum ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, die in der Bachelorarbeit entwickelten Maßnahmen anzugehen. Dr. Christian Unterberg-Imhoff, Geschäftsführer des Schokoladenmuseums, möchte die aufgezeigten Potenziale möglichst bald erschließen: „Ich freue mich, mit dieser Arbeit eine sehr gute Basis für weitere Projekte zu haben. Insbesondere die detaillierten Messungen einzelner Verbraucher und Abschnitte werden uns bei der Betrachtung der Potenziale weiterhelfen“.

Die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit dem Schokoladenmuseum Köln sind auch für das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Smarte Technologien für Unternehmen“ von Bedeutung. „Die Untersuchung von Energieeffizienzpotenzialen in mittelständischen Unternehmen ermöglicht es uns, wichtige Erfahrungswerte und Erkenntnisse aus der Praxis in die laufenden Forschungsprojekte mit einzubeziehen.“, so Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schneiders.

Unter Berücksichtigung technologischer, software-spezifischer und sozioökonomischer Aspekte wird im Forschungsprojekt „Smarte Technologien für Unternehmen“ der Einsatz smarter Technologien in mittelständischen Unternehmen untersucht. In vielen mittelständischen Unternehmen liegen noch vielfältige Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz vor. Neben klassischen Maßnahmen wie der Umrüstung auf LED-Beleuchtung bieten auch digitale und smarte Technologien die Möglichkeit, in Unternehmen Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu erschließen.

Das Forschungsprojekt ist Teil des Virtuellen Instituts „Smart Energy“, welches von der TH Köln und der WWU Münster koordiniert wird.

M
M