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Aggerverband verleiht Förderpreise

Der Gummersbacher Aggerverband hat am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln zwei herausragende Bachelorarbeiten aus dem Bereich der Wasserwirtschaft ausgezeichnet: Mario Moraht und Markus Neuhaus sind die Preisträger.

Den mit 900 Euro dotierten ersten Platz erhielt der Rösrather Mario Moraht für seine Bachelorarbeit "Entwicklung und Validierung eines Bildanalyse-Verfahrens zur automatischen Bestimmung der Toxizität von Wasserproben mit Biosensoren". Der zweite Preis und 600 Euro gingen an Markus Neuhaus aus Arnsberg für seine Bachelorarbeit "Vergleich der Ergebnisse der hydrodynamischen und hydrologischen Schmutzfrachtsimulation für einen Kanalnetzteil von Bedburg". Der Aggerverband verleiht seit 2001 die Förderpreise, um das Interesse der Studierenden an dem Thema Wasser zu stärken.

v.l. Ulrich Stücker (Vorsitzender des Aggerverbandsrates), Förderpreisträger Mario Morath, Förderpreisträger Markus Neuhaus und Prof. Dr. Lothar Scheuer (Vorstand Aggerverband)v.l. Ulrich Stücker (Vorsitzender des Aggerverbandsrates), Förderpreisträger Mario Morath, Förderpreisträger Markus Neuhaus und Prof. Dr. Lothar Scheu (Bild: Aggerverband, Liane Nagel )

Um zu entscheiden, ob industrielles Abwasser in eine kommunale Kläranlage eingeleitet werden kann oder ob das geklärte Wasser einer Industriekläranlage in ein Gewässer abgelassen werden darf, muss die Toxizität der Wasserproben bestimmt werden. Dazu existieren verschiedene biologische Verfahren. So kann unter anderem die Wachstumsrate von Wasserlinsen überprüft werden, da toxische Inhaltsstoffe im Abwasser das Wachstum der Wasserlinsen hemmen. Mario Moraht hat ein Bildanalyse-Verfahren entwickelt, mit dem dieses Wachstum, also die Anzahl der Wasserlinsen und die von ihnen bedeckte Oberfläche, automatisch erfasst wird. Betreut wurde die Abschlussarbeit von Prof. Dr. Michael Bongards vom Campus Gummersbach und Prof. Dr. Astrid Rehorek vom Campus Leverkusen der Fachhochschule Köln.

Bei starkem Regen wird nicht die gesamte anfallende Wassermenge aus einem Mischwasserkanal an das Klärwerk weitergeleitet, sondern zum Teil in Fließgewässer abgelassen. In seiner ausgezeichneten Bachelorarbeit hat Markus Neuhaus zwei Methoden zur Prognostizierung der Restverschmutzungen untersucht: die hydrologische sowie die bislang in der Praxis wenig erprobte hydrodynamische Schmutzfrachtsimulation. Untersuchungsbeispiel war die Mischwasserkanalisation in einem Teilbereich der Stadt Bedburg. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Rainer Feldhaus von der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik sowie Dipl.-Ing. Martin Bresser vom Ingenieurbüro Franz Fischer aus Erftstadt.

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