Was erwartet dich im Studium?
Im Studium Erneuerbare Energien lernst du, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert – von der Erzeugung aus Wind, Sonne, Wasserstoff und Biomasse bis zur Nutzung in Gebäuden, Quartieren und Industrie. Dabei arbeitest du von Anfang an praxisnah in Projekten.
Welche Inhalte lernst du im Studium?
Grundlagen verstehen
Zu Beginn eignest du dir Schritt für Schritt die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen an, z. B. in:
- Ingenieursmathematik
- Elektrotechnik
- Thermodynamik
- Strömungslehre
Gleichzeitig lernst du, wie technische Lösungen wirtschaftlich umgesetzt werden, etwa durch die Entwicklung von Businessplänen oder Marketingstrategien.
Technologien der erneuerbaren Energien
Du beschäftigst dich mit zentralen Technologien der erneuerbaren Energien – dazu gehören:
- Photovoltaik
- Solar- und Geothermie
- Wasserstofftechnologien
- Bioenergie
Dabei lernst du, wie diese Technologien funktionieren und eingesetzt werden, zum Beispiel bei der Planung von Windparks oder der Auslegung von Photovoltaik-Anlagen.
Energiesysteme, Netze und Infrastruktur
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel verschiedener Systeme. Du analysierst, wie Energie erzeugt, verteilt und gespeichert wird – etwa bei der Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz oder der Planung nachhaltiger Wärmeversorgung für Gebäude und Quartiere. Dabei lernst du, verschiedene Energiequellen und Verbraucher zu einem gemeinsamen Energiesystem zu verknüpfen.
Digitale Kompetenzen für die Energiebranche
Du arbeitest im Studium mit modernen Softwaretools, um Energiesysteme zu analysieren und zu optimieren. Dazu gehören Programmierung, Datenanalyse und Simulation. Damit entwickelst du wichtige digitale Skills, die du in der Energiebranche anwenden wirst.
Energie im wirtschaftlichen und politischen Kontext
Du setzt dich mit Energiemärkten, Akteuren und aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen auseinander – in Deutschland und im internationalen Kontext. Dabei analysierst du, wie politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren die Energiewende weltweit beeinflussen. So lernst du, technische Lösungen auch unter globalen Gesichtspunkten wirtschaftlich und gesellschaftlich zu bewerten.
Wie arbeitest du praxisnah?
Ein zentraler Bestandteil des Studiums sind praxisnahe Projekte. In jedem Semester arbeitest du im Team an konkreten Aufgabenstellungen. Dabei übernimmst du Verantwortung, entwickelst eigene Lösungen und lernst, deine Ergebnisse überzeugend zu präsentieren.
Beispielhafte Projekte im Studium
- Planung eines Windparks: Du erarbeitest ein Konzept für einen realen Standort und berücksichtigst technische, wirtschaftliche und genehmigungsrechtliche Aspekte
- Energetische Bewertung von Gebäuden: Du berechnest und bewertest den Energiebedarf von Wohngebäuden, um später Energieausweise zu erstellen
- Energieversorgung für Quartiere: Du planst die Energieversorgung von Stadtteilen, ländlichen Siedlungen oder Industrieanlagen und berücksichtigst dabei Strom-, Wärme- und Gasnetze sowie Verkehr.
Praxisphase und Bachelorarbeit
Im 7. Semester arbeitest du im In- oder Ausland in einem Unternehmen oder einer Organisation an realen Projekten und erhältst Einblicke in den Berufsalltag als Ingenieur*in.
Zum Abschluss deines Studiums erstellst du eine praxisorientierte Bachelorarbeit – häufig in Zusammenarbeit mit Unternehmen, kommunalen Einrichtungen oder Forschungseinrichtungen.
Du schließt dein Studium mit dem Hochschulgrad Bachelor of Engineering (B. Eng.) ab.