Kontakt & Service

FAKULTÄT FÜR ANGEWANDTE SOZIALWISSENSCHAFTEN

Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Kontakt

Studiengangskoordinator

Alexander Engel

  • Technische Hochschule Köln

  • Telefon+49 221-8275-3802

Berufsbilder - Beratung und Vertretung im Sozialen Recht (Master)

Der Masterstudiengang qualifiziert in besonderem Maße für beratungsintensive Arbeitsfelder und reagiert damit auf Professionalisierungsbedarfe in der Sozialen Arbeit. So ist ein Mangel an Fachkräften auszumachen, die über spezifische Kompetenzen in der psychosozialen Beratung und Vertretung und über besondere Kenntnisse im Sozial-, Jugendhilfe- und Familienrecht verfügen.

Zu beratungsintensiven Arbeitsfelder zählen insbesondere alle Bereiche, in denen Menschen z.B. zu Fragen der Sozialleistungen beraten werden, so etwa die Schuldnerberatung, Beratung bei Pflegebedürftigkeit, Seniorenberatung, Beratung für Menschen mit Behinderung oder im Rahmen der rechtlichen Betreuung.

Perspektivische Arbeitsfelder unserer MasterabsolventInnen sind insbesondere:

  • Öffentliche und freie Jugendhilfe
  • Rechtliche Betreuung (Selbständige Tätigkeit oder Beschäftigung bei Betreuungsvereinen und –behörden)
  • Vormundschaft, Pflegschaft
  • Schulsozialarbeit
  • Sozialberatung für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen bei öffentlichen oder freien Trägern und den gemeinsamen örtlichen Servicestellen
  • Sozialberatung bei Arbeitslosigkeit/ Fallmanagement in der Arbeitsförderung
  • Betriebliche Sozialarbeit
  • Drogenhilfe/Suchtberatung
  • Schuldnerberatungsstellen
  • Interkulturelle Beratung/Beratung vom Menschen mit Migrationshintergrund
  • Bewährungshilfe, Gerichtshilfe
  • Soziale Dienste in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen.

Erwerb von Schlüsselkompetenz während des Studiums

Angesichts dieses breiten Spektrums möglicher Berufsfelder orientiert sich das didaktische Konzept des Masterstudiengangs von Beginn an an der Zielsetzung, den Studierenden nicht nur fachlich fundiertes Wissen zu vermitteln, sondern auch ein praxisorientiertes Studium zu garantieren, um an vorhandene und zu erlangende beruflich-praktische Kompetenzen anzuknüpfen. Dadurch soll die Beschäftigungsfähigkeit und berufliche Wirksamkeit der Studierenden gezielt verbessert werden. Folgende Schlüsselkompetenzen werden dafür im Laufe des Studiums erworben:

  • Fähigkeit zur Sozialberatung, Vermittlung und Rechtsvertretung
  • Spezielle Rechtskenntnisse im Sozialen Recht
  • Methodische Kompetenz in der Fallbearbeitung zu rechtlichen und psychosozialen Analyse- und Handlungsaspekten. Kompetenz, sachdienliche Anträge, Stellungnahmen und Gutachten zu formulieren
  • Kenntnis verschiedener Beratungs- und Vertretungsmodelle
  • Kenntnis individueller und systemischer Hintergründe und Ursachen psychosozialer Konfliktlagen
  • Spezifische Fähigkeit in der Diagnose von Kommunikationsproblemen und Konfliktsituationen
  • Sozialkompetenzen, vor allem Reflexions- und Kritikfähigkeit
  • Auseinandersetzung mit vorhandenen Rechtsstrukturen; auch im europäischen Vergleich
  • Methodische Kompetenz in der zielgruppenspezifischen und geschlechtersensiblen Beratung, Mediation und Interessenvertretung und Fähigkeit, diese in verschiedenen Settings zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Statements unserer Absolventinnen und Absolventen

Die Befragten der aktuellen AbsolventInnenbefragung geben an, dass sie sich in den verschiedenen Kompetenzbereichen durch den Studiengang gut vorbereitet fühlen. Die aktuelle Verbleibstudie konkretisiert diesen Zuwachs an Professionalisierung:

Ich habe durch den Studiengang einen selbstverständlicheren Umgang mit Gesetzen und deren Auslegung erworben. Zudem habe ich die Fähigkeit erworben, mir neue Regelungen selbstständig anzueignen.

Ich habe ein stärkeres Verständnis und Empathie für die Probleme der Klienten. Ich bin nun in der Lage durch vorausschauendes Denken mich in die Welt des anderen hineinzuversetzen.

Ich habe mehr Verständnis von Gruppenhandeln/-denken und den Aufbau von entsprechenden Gesprächsgruppen zur Verbesserung eines sozialen Miteinanders.

Insgesamt verfüge ich über eine größere rechtliche Handlungskompetenz - schnelleres Nachschlagen und Finden der zugrundeliegenden Rechtsnormen in den jeweiligen Gesetzestexten und dadurch besseres Verständnis der entsprechenden Bescheide von Behörden und der Beschlüsse von Gerichten.

Ich habe gelernt, mich mit Kollegen aus anderen Organisationen und Einrichtungen zur Bildung von Arbeitskreisen zu bestimmten Themen zu vernetzen und somit den kollegialen Austausch zu verbessern.

Zudem geben die meisten Studierenden und AbsolventInnen an, dass sie beruflich von dem Studium nicht nur auf der fachlich-methodischen Ebene im Sinne einer erweiterten Professionalisierung und beruflichen Wirksamkeit profitieren, sondern, dass ihnen dieses auch verbesserte Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht. Gut 90 Prozent der TeilnehmerInnen der aktuellen Verbleibstudie sind berufstätig. Die Gründe für eine derzeitige Nichtbeschäftigung sind dem Bereich „Familie und Kinderbetreuung“ zuzuordnen. Gut zwei Drittel der Berufstätigen sind in Vollzeit, ein Drittel ist gleichverteilt in Form einer halben bzw. Dreiviertelstelle teilzeitangestellt.  Gut zwei Drittel der Berufstätigen sind als Angestellte mit unbefristeten Stellen beschäftigt. Das  andere Drittel machen Freiberufler und Selbständige aus. Die Hälfte der Angestellten sind bei öffentlichen Trägern unter Vertrag, ein weiteres Drittel bei privaten Einrichtungen.

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