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Sabine Schmidt

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Architektur

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Vortragsreihe architectural tuesday: Positionen Schweizer Architekten

Positionen Schweizer Architekten (Bild: AKöln)

Die Schweiz steht seit mehreren Jahrzehnten im Rampenlicht der internationalen Architekturöffentlichkeit. Ort, Tradition, Material und Kontext sind bestimmende Entwurfsfaktoren, und bei aller Verschiedenheit der Ansätze ist eine Konsequenz der Haltung bemerkenswert, welche das Bild der Schweizer Architektur bestimmt.

Daher steht auch die Vortragsreihe „architectural tuesday“ unter dem Motto „Konsequenz“. Zum Auftakt sind am Dienstag, 13. Oktober 2015 die jungen Schweizer Architekten Benedict Boucsein, Daniel Zamarbide und Leopold Banchini und Susann Vécsey zu einer Podiumsdiskussion zu Gast. Für weitere Vorträge konnte die TH Köln prominente Protagonisten wie Jürg Conzett, Gion Caminada, Niklaus Graber, Emanuel Christ, Andreas Bründler oder Anna Jessen gewinnen. Eine Einführung in Geschichte und Entwicklung der Schweizer Architektur übernimmt Hubertus Adam, Direktor des Schweizer Architekturmuseums (S AM).

Die Architekturfakultät kooperiert in diesem Jahr mit dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst, M:AI NRW. So eröffnet am 18.10.2015 im StadtBauRaum / Gelsenkirchen die Ausstellung „Vorstellung. Junge schweizer Architekten“. Inszeniert von 5 Schweizer Büros entsteht ein besonderer Raum, geprägt durch unterschiedliche Architekturhaltungen.

Die Abendtermine an der Architekturfakultät finden zwischen dem 13. Oktober 2015 und dem 19. Januar 2016 jeweils dienstags um 19.00 Uhr im Karl-Schüssler-Saal des Altbaus auf dem Campus Deutz statt.

Fortbildungsmaßnahmen der AKNW – Die Vorträge der ‚architectural tuesday‘-Reihe im Wintersemester 2015/16 sind bei der Architektenkammer NRW als Fortbildungsmaßnahme in den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsplanung, Architektur und Innenarchitektur mit je 1 Stunde beantragt. (Stand: 14.09.2015)

13.10.2015 | Zum Auftakt der Vortragsreihe begrüßen wir die Protagonisten der Ausstellung „Vorstellung. Junge schweizer Architekten“, die am 18. Oktober 2015 im Museum für Architektur und Ingenieurkunst M:AI eröffnet wird. Die Aussteller werden an diesem Abend gebeten, ihr Werk vorzustellen und sich in einer Fragerunde dem Thema „Konsequenz“ zu stellen. Zu Gast sind die jungen Schweizer ArchitektInnen Susann Vécsey, Vécsey Schmidt – Basel, Daniel Zamarbide, Bureau A – Genf und Benedikt Boucsein, BHSF – Zürich.

Hubertus Adam | 20.10.2015
Achtung: Die Schweiz
Architektur zwischen Kontextsuche und Globalisierung
Hubertus Adam, geb. 1965, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie. Jahrelang war als Redakteur der Berliner Zeitschrift Bauwelt und der Zürcher Zeitschrift Archithese tätig, daneben schrieb er als freier Architekturkritiker, vor allem für die Neue Zürcher Zeitung. Adam hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts und zur Architektur der Gegenwart veröffentlicht.
Als Direktor des Schweizer Architekturmuseums S AM kuratierte Hubertus Adam 2014 die Ausstellung «Vorstellungen. Junge Schweizer Architekten», welche sechs Positionen der zeitgenössischen Schweizer Architektur präsentierte. Diese Ausstellung wird nun – von fünf Büros – im Museum für Architektur und Ingenieurkunst M:AI NRW zu sehen sein.

17.11.2015 | Jürg Conzett
Der Tragwerksplaner Jürg Conzett ist bekannt geworden für seine ungewöhnlichen Entwürfe für Fahrrad- und Fußgängerbrücken, wie der Traversiner Steg in der legendären Schlucht Viamala in Graubünden. Nach seinem Diplom an der ETH Zürich 1980 arbeitete er für Peter Zumthor und gründete1988 die Bürogemeinschaft Conzett, Bronzini, Gartmann AG. Von 1985-2009 war er als Donzent an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur tätig, sowie als Gastdozent in Harvard.

Er ist Mitglied in mehreren Kommissionen und Bündnisse unter anderem Gastmitglied des Bundes Schweizer Architekten BSA, des Royal Institute of British Architects RIBA und Mitglied des Schweizerischen Werkbundes SWB. Conzett arbeitet mit vielen bekannten Architekten der Schweiz zusammen. Für den Traversinersteg Via Mala in Rongellen, Graubünden, und für sein Gesamtwerk wurde er 1999 mit dem «Grossen Preis für alpines Bauen» ausgezeichnet.

24.11.2015 | Anna Jessen
Nach dem Studium der Architektur an der TU München, der ETH Zürich und der GSD Harvard University Boston war Anna Jessen zunächst im Architekturbüro Diener & Diener tätig. 1999 gründete sie gemeinsam mit Ingemar Vollenweider das Büro jessenvollenweider architektur in Basel. In der Zeit von 2000 bis 2005 lehrte sie als Oberassistenin an der TU Dresden, bevor sie im Jahr 2011 die Professur für Entwerfen und Raumgestaltung an der TU Darmstadt antrat. Ihr Buch «dresdner morphologien I-III, atlas dresden» erschien 2006, seit 2008 ist sie Mitglied im Bund Schweizer Architekten.

Mit jessenvollenweider architektur wurde 2015 der Umbau und Erweiterung des Hauptsitzes der Zürcher Kantonalbank an der Bahnhofstrasse in Zürich und die Uhrenmanufaktur L. Lange & Söhne in Glashütte fertiggestellt. Für das Verwaltungszentrum Oberer Graben in St. Gallen und die Wohnüberbauung am Schaffhauserrheinweg in Basel wurde der Büro mit dem Award «best architects» ausgezeichnet.

1.12.2015 | Andreas Bründler
Das Architekturbüro Buchner Bründler Architekten wurde 1997 von Daniel Buchner und Andreas Bründler in Basel gegründet. Die beiden Architekten lernten sich während ihres Studiums an der Ingenieursschule in Basel kennen. Nach ihrem Abschluss 1993 trennten sich ihre Wege für vier Jahre, dann starteten sie ihre gemeinsame, erfolgreiche Karriere. Heute kümmern sich rund 29 Mitarbeiter um die Projekte von Buchner und Bründler. Ihr Betätigungsfeld umfasst sowohl die städtebauliche Planung, als auch die Ausführung von öffentlichen Gebäuden, Wohn- und Dienstleistungsbauten im In- und Ausland. 2003 wurden Buchner Bründler in den Bund Schweizer Architekten aufgenommen. Ebenso durften sie ihr Wissen in Gastprofessuren an renommierten Schulen wie dem ecole polytechnique fédérale de lausanne oder an der ETH Zürich weitergeben. Zu gewonnen Wettbewerben zählt der Umbau des GA-200 Hauptsitz der UNO in New York und der Schweizer Pavillon bei der Weltausstellung 2010 in Shanghai.

8.12.2015 | Niklaus Graber
Nach Studien an der ETH Zürich und der Columbia University New York diplomierte Niklaus Graber (*1968 in Luzern) 1995 an der ETHZ bei Prof. H. Kollhoff. Während der Studienzeit sammelte er praktische Kenntnisse in den Büros von H. Kollhoff in Berlin und Herzog & de Meuron in Basel. 1995 gründete er gemeinsam mit Christoph Steiger das Büro Graber & Steiger Architekten in Luzern. Seitdem haben die beiden Architekten zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, aus denen Gebäude für Wohnen, Bildung, Tourismus, Dienstleistung und Industrie hervorgingen. Zu ihren bekanntesten Projekten zählen u.a. die Fensterfabrik in Hagendorn, die Panoramagalerie auf dem Pilatus, das Heilpädagogische Zentrum Uri in Altdorf oder der Erweiterungsbau für das Thun-Panorama. Das Büro wurde mehrfach für seine Bauten ausgezeichnet; darunter die Auszeichnung „Umsicht-Regards-Sguardi“ des SIA, der Deutsche Landschafts-architekturpreis, der „Silberne Hase“ für Architektur sowie der Award «best architects». Zwischen 2008 und 2011 hatte Niklaus Graber einen Lehrauftrag im Bachelor Studiengang der Hochschule Luzern, Technik und Architektur (HSLU) inne, 2013-2015 war er dort hauptamtlicher Dozent im Masterkurs.

12.01.2016 | Emanuel Christ
Emanuel Christ gründete 1998 zusammen mit Christoph Gantenbein das Architekturbüro Christ & Gantenbein mit Sitz in Basel. Ein Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Museumsarchitektur: Neben dem Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Basel entsteht derzeit in Zürich der Erweiterungsbau für das Landesmuseum; 2013 gewann das Büro den Wettbewerb für die Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums in Köln. Gebaute Projekte sind in der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien, China und Mexiko zu finden. Neben ihrer praktischen Tätigkeit lehren Emanuel Christ und Christoph Gantenbein an verschiedenen Schweizer und internationalen Hochschulen, seit 2010 als Assistenzprofessoren an der ETH Zürich.

19.01.2016 | Gion A. Caminada
Gion A. Caminada ist Architekt in Vrin und Professor für Architektur und Entwurf an der ETH Zürich. Nach seiner Lehre als Bauschreiner besuchte er die Kunstgewerbeschule in Zürich und absolvierte ein Nachdiplomstudium der Architektur an der ETH. Zudem führt er ein Architekturbüro in Vrin. Caminada hat unter anderem die in Graubünden traditionsreiche Strickbauweise weiterentwickelt und wurde mehrfach für seine Bauten ausgezeichnet. Landesweit berühmt wurde er mit seiner «Stiva da morts» in Vrin, einer öffentlichen Totenstube, die Raum für Trauer und Abschied gibt. Als lokaler denkender Architekt findet er immer die passgenau Antwort zur Bauaufgabe und haucht den Gebäuden kulturelles Leben ein. Seit 1998 ist er Assistenzprofessor, ab 2008 außerordentlicher Professor für Architektur und Entwurf an der ETH Zürich. In seinem Vortrag spricht Gion Caminada über den kulturellen Anspruch seiner Architektur.

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