Träger des Lehrpreises der TH Köln zum Kongressvortrag nach Wien eingeladen

von links nach rechts: Dr. Oliver Vettori (WU Wien), Prof. Dr. Gabriele Koeppe (TH Köln), Carina Weiss (WU Wien), Prof. Dr. Siegfried Stumpf (TH Köln) (Bild: Siegfried Stumpf/TH Köln)

Prof. Dr. Gabriele Koeppe und Prof. Dr. Siegfried Stumpf vom Campus Gummersbach der TH Köln hielten einen Leitvortrag auf Tagung der Wirtschaftsuniversität Wien „Studierende motivieren: Zwischen Anregung und Entertainment“

Prof. Dr. Gabriele Koeppe und Prof. Dr. Siegfried Stumpf waren Ende Februar zu Gast bei der Wirtschaftsuniversität Wien. Auf Einladung der Stabsabteilung Lehr- und Lernentwicklung der Universität hielten sie im Rahmen der Fachtagung „Studierende Motivieren: Zwischen Anregung und Entertainment“ einen der beiden Leitvorträge. Prof. Koeppe und Prof. Stumpf stellten ihre empirische Studie zum Zusammenhang zwischen Leistungsmotivation, Studienleistung und Studienzufriedenheit vor. Koeppe und Stumpf zeigten dabei auf, welche große Bedeutung die Leistungsmotivation der Studierenden sowohl für die Studienleistung als auch für die Studienzufriedenheit hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass Leistungsmotivation mit der Studienleistung und der Studienzufriedenheit positiv zusammenhängt. Studierende mit höherer Leistungsmotivation erzielen bessere Klausurleistungen und bessere Leistungen in Projektarbeiten. Sie entwickeln außerdem eine höhere Studienzufriedenheit. Dies zeigt sich darin, dass sie die Studieninhalte generell interessanter finden und sich mit den Projektaufgabenstellungen mehr identifizieren. Es gibt erhebliche Unterschiede bei den Studierenden in der Höhe der Leistungsmotivation, was hochschuldidaktische Fragen dazu aufwirft, wie Studierende mit unterschiedlichen Niveaus von Leistungsmotivation am besten zu motivieren sind.

Die Ergebnisse der Studie und ihre hochschuldidaktischen Konsequenzen wurden diskutiert mit den 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung, die aus Deutschland und Österreich kamen und die sich alle aus unterschiedlichen Perspektiven mit innovativen Lehr- und Lernformen befassen. Der zweite Leitvortrag wurde von Dr. Gerhard Furtmüller von der Wirtschaftsuniversität Wien gehalten, der über seine Studien zum „Nudging“ berichtete. Beim „Nudging“ handelt es sich um irrational kleine Belohnungen, die aber in der Lage sind, Studierende zum Lernen und Arbeiten zu bringen. Im Anschluss an die Vortragsrunden fand ein offener und sehr lebendiger Erfahrungsaustausch in Kleingruppen zu hochschuldidaktischen Fragestellungen statt.

Neben der Tagung war besonderes bemerkenswert die Architektur des Gebäude der Wirtschaftsuniversität, die von sechs namhaften Architekturbüros entwickelt wurden. Die Tagung fand im Herzstück des Campus statt, dem Library & Learning Center (LC), geschaffen von der preisgekrönten Architektin Zaha Hadid.

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