Tag für die exzellente Lehre 2013

AG II (Bild: TH Köln)

Thema des dritten Tages für die exzellente Lehre: Großartige Gruppen. Auch 2013 konnten Lehrende der TH Köln sich im Rahmen von Workshops über gute Hochschullehre austauschen. Wir stellen Ihnen kurz die Inhalte der drei Workshops vor, die am dritten Tag für die exzellente Lehre angeboten wurden.

Die Workshops

Workshop I "Kompetenzorientierte Lehre in Großveranstaltungen":

“Lehrende neigen zum Vortragen, während sich Studierende zurücklehnen.“

Damit benennt Prof. Dr. Frank Linde eine wesentliche Herausforderung der Lehre in Großgruppen. Workshop-Partner Prof. Dr. Wilfried Hauenschild (edu&consult) zufolge sei es eine häufige Vorannahme Lehrender, mit zunehmender Gruppengröße weniger Interaktionen erzeugen zu können. Vorzulesen erscheine dann als einzige Lösung. Studierende hingegen werden mit zunehmender Gruppengröße immer passiver und zeigen eine ausgeprägte Konsumentenhaltung. Das macht kompetenzorientierte Lehre schwierig, aber nicht unmöglich. Ein wesentlicher Aspekt von Kompetenzorientierung ist die Aktivierung der Studierenden. Mit diesem Fokus erarbeiteten Lehrende im Workshop wesentliche Ansatzpunkte, um mit derartigen Herausforderungen erfolgreich umgehen zu können.

Workshop II "Flipped Classroom – die aktive Vorlesung":

„Wir brauchen neue Lehrformen“

Gesagt, getan: Für Prof. Dr. Martin Bonnet ist der „Flipped Classroom“ die Methode der Wahl. Den Input aus der Vorlesung auszulagern, um in der Vorlesung mehr wertvolle Zeit für Interaktionen, Fragen und Bearbeitung von Aufgaben zu gewinnen, ist das Grundprinzip des Flipped Classroom. Auch Prof. Dr. Christian Spannagel (Pädagogische Hochschule Heidelberg) setzt die Methode seit 2010 in seinen Mathematik-Vorlesungen ein. Via Live-Zuschaltung konnte er von seinen Erfahrungen berichten.

Workshop III "PINGO – Interaktives Feedbacksystem im Hörsaal":

„Die Studierenden sind da – aber lernen die jetzt überhaupt?“

Besonders in großen Gruppen wäre es manchmal hilfreich zu wissen, wieviele Studierende das eben Vorgetragene verstanden haben. Durch den Einsatz von Classroom Response Systemen wie PINGO kann genau hier angesetzt werden. PINGO steht für „Peer Instruction for very large groups“ und wurde an der Universität Paderborn von Prof. Dr. Dennis Kundisch und seinem Team entwickelt. Mitentwickler Prof. Dr. Marc Beutner setzt PINGO seit zwei Jahren in Großgruppen ein.

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