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Prof. Dr. Lutz Köhler

Informatik und Ingenieurwissenschaften

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Spinnen-Roboter beim Senioren-Treff

Mitte April 2015 erhielten die Internet-Senioren bei ihrem regelmäßigen Treffen auf dem Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln einen praktischen Einblick in das Studium der technischen Informatik. Zwölf Studenten aus dem dritten Semester präsentierten selbst programmierte Roboter mit sechs Beinen, die an eine Spinne erinnern, ihrem Betreuer Prof. Dr. Lutz Köhler

Prof. Köhler unterrichtet nicht nur Studierende der Informatik, er koordiniert im Nebenamt auch die Betreuung der Internet-Senioren an der Hochschule. In der Projektvorstellung sah er eine gute Möglichkeit, den Austausch zwischen jungen Informatikern und Informatik-interessierten älteren Menschen zu fördern und lud deswegen die Rentnerinnen und Rentner in das Labor für Prozessinformatik ein.

Die Aufgabe für die Abschlussprüfung im Modul Softwaretechnik des Informatikstudiums war die Programmierung eines Roboters mit autonomer Bewegung samt Hinderniserkennung zur Erstellung einer Gebietskarte. Hierzu wurde drei Teams mit jeweils vier Mitgliedern gebildet, die sich mit den Teilgebieten Motorik, Sensorik sowie der künstlichen Intelligenz beschäftigen mussten. Neben der Programmierung der einzelnen Komponenten kam es vor allem auf eine umfassende Planung, Modellierung und Festlegung der Softwareschnittstellen an, denn die Studenten-Teams mussten während des Projektes autonom arbeiten.

Spinnen-Roboter beim Senioren-TreffKniend (v.l.n.r): Fatih Aydin, Phillip Müller, stehend: Gabriele Förster, Ulla Bohle, Dr. Alfred Förster, Prof. Dr. Lutz Köhler, Norman Wiersch (Bild: Andreas Schneider / FH Köln)

Der Bausatz-Roboter besitzt sechs Arme mit insgesamt 18 Servomotoren zur Bewegung, einen Gyro-Kompass, um den genauen Standort zu bestimmen, sowie einer Fünf-Megapixel-Kamera und einem Ultraschall-Sensor zur Erkennung von Hindernissen.
Mithilfe eines selbstprogrammierten WLAN-Moduls ist es möglich, das Videosignal in Echtzeit per Funk auf einen Computer oder ein Tablet zu übertragen und dadurch auch aus großer Entfernung zu steuern.
Programmiert wurde in der weitverbreiteten Programmiersprache C++ auf dem Einplatinencomputer „Raspberry PI“, über den die vollständige Kommunikation aller Sensoren abläuft und somit die Schaltzentrale der spinnenartigen Maschine ist.

Für die 20 Senioren war es eine gelungene Abwechslung, Einblicke in die praktische Arbeit am Campus Gummersbach zu erhalten. Sie verfolgten gespannt die Präsentation, stellten den Studenten Fragen und waren am Ende alle der Meinung, dass die Arbeit von Robotern in Zukunft noch mehr an Präsenz gewinnt und das Einsatzspektrum immer breiter gefächert wird.

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