Promotion „mit Auszeichnung“ abgeschlossen

Maria Bräutigam (Bild: Heike Fischer/ TH Köln)

Am 20. Januar 2016 hat Maria Bräutigam ihre naturwissenschaftliche Promotion an der Universität zu Köln mit Auszeichnung abgeschlossen.

Die interdisziplinäre Arbeit mit dem Titel „Neue und selektive Inhibitoren der GSTP1 mit 1,2,4-Trioxanstruktur als Grundlage zur Entwicklung einer effektiven Tumortherapie“ wurde dabei zu gleichen Teilen in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Nicole Teusch an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln, der Arbeitsgruppe von Dr. Markus Pietsch an der Uniklinik Köln und der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Axel Griesbeck am Department für Chemie der Universität zu Köln angefertigt und umfasste Methoden der organischen Synthese, der Enzymologie, der Molekularbiologie sowie der angewandten Zellkultur. Die Erstbetreuung der Promotion hatte Prof. Dr. Axel Griesbeck inne, die Zweitbetreuerin war Prof. Dr. Nicole Teusch.  Das Projekt, das im Juni 2012 startete, wurde von der Bayer Healthcare AG im Rahmen des an der Universität zu Köln angesiedelten Bayer Graduiertenprogramms „Pharmacology and Experimental Therapeutics“ gefördert.

Während ihrer Promotion hat Maria Bräutigam Inhibitoren des Enzyms „Glutathiontransferase P1“ (abgekürzt GSTP1) entwickelt. Glutathiontransferasen sind beim Menschen normalerweise für die Ausscheidung von Arzneistoffen aus dem Organismus verantwortlich. Werden diese Enzyme im Tumor exprimiert, geht dies oftmals mit einer Resistenzentwicklung gegenüber den bei einer Therapie eingesetzten Chemotherapeutika einher. Die Synthese der GSTP1-Inhibitoren mit 1,2,4-Trioxanstruktur erfolgte in der Arbeitsgruppe von Prof. Griesbeck am Department für Chemie der Universität zu Köln. Im Labor für Bio-Pharmazeutische Chemie am Campus Leverkusen der TH Köln wurden geeignete zelluläre Testsysteme identifiziert und die Wirksamkeit der potentiellen Inhibitoren weitergehend untersucht. Anhand der vielversprechenden Ergebnisse aus der Promotion gibt es nun eine konkrete Vorstellung davon, wie die Wirksamkeit der Inhibitoren weiter verbessern werden kann. In Nachfolgeexperimenten könnte dann der optimierte Inhibitor in Kombination mit herkömmlich eingesetzten Chemotherapeutika charakterisiert werden.

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