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Susanne Glaeser

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Prof. Dr. Erik de Graaff zu Gast

Prof. Dr. Erik de Graaff (Bild: Susanne Glaeser)

Im Rahmen des Weiterbildungsangebots für Lehrende im Projekt ProfiL² („Qualitätspakts Lehre“ des Bundes und der Länder) und gefördert durch das Programm „LehreN Lecturer“, einer Initiative der Alfred-Töpfer-Stiftung u.a., ist Prof. Dr. Erik de Graaff für zwei Tage zu Gast an der Fachhochschule Köln.

Professor de Graaff ist ein anerkannter Fachmann auf dem Gebiet des Problembasierten, Projektbasierten und Forschenden Lernens (PBL). Er ist außerordentlicher Professor der Universität Aalborg, UNESCO Chair in Problem Based Learning und der TU Delft. PBL als einen methodischen Ansatz auf dem Weg zur Exzellenten Lehre an der Fachhochschule Köln zu verankern, ist ein zentrales Ziel des Programms ProfiL², zu dem Prof. de Graaff Workshops mit 50 Lehrenden anbot.

„Genau zum richtigen Zeitpunkt“, findet Prof. Dr. Wolfgang Veit aus der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. „Ich bin gerade dabei, eine PBL-basierte Veranstaltung zu konzipieren und konnte so wichtige Fragen klären.“ Die Teilnehmer erarbeiteten wie ein „Problem“ beschaffen sein muss, um einen lernzielorientierten Lernprozess in einer Gruppe zu initiieren und welche organisatorischen Vorüberlegungen nötig sind. Am Nachmittag stand dann die Rolle der Lehrenden im Mittelpunkt, die in PBL-Veranstaltungen als „Facilitator“ auftreten, d.h. sie steuern die Lern- und Organisationsprozesse der Studierenden nicht, sondern begleiten und unterstützen sie.

Prof. de Graaff diskutiert mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops.Prof. de Graaff diskutiert mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops. (Bild: Susanne Glaeser)

Anlässlich seines Aufenthalts an der Fachhochschule Köln erläutert de Graaff im Interview seine Einschätzung der Veränderungsprozesse hin zu einer PBL-orientierteren Lehre.

INTERVIEW
Was sind die wichtigsten Änderungen, die die Einführung von PBL für das Lehren mit sich bringt?
De Graaff: Die reine Inhaltsvermittlung steht nicht weiter im Vordergrund: Lehrende werden sich eher auf die Unterstützung im Lernprozess einstellen.

Und welche Anpassungen muss die Hochschule in diesem Prozess vornehmen?
De Graaff: Zunächst müssen sich vor allen Dingen die Abläufe ändern; und die neuen Regeln in das Curriculum aufgenommen werden. Das reicht aber noch nicht aus: Die Anpassungen im Curriculum müssen auch verantwortungsvoll in der Lehre umgesetzt werden, zum Beispiel durch veränderte Beratungszeiten der Lehrenden.

Veränderung werden – insbesondere von denen, die sich verändern müssen - oft skeptisch betrachtet. Welche Erfahrungen haben Sie mit Lehrenden und Studierenden gemacht? Was braucht es, um sie von den Vorteilen des PBL zu überzeugen?
De Graaff: Das kann ich nur bestätigen. Es gibt leider kein Standardrezept für erfolgreiche Veränderungsprozesse; die logische Erklärung hilft aber meist weiter – manchmal auch mit ein bisschen Nachdruck.

25. September 2013

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