Phosphor aus Asche recyclen und mit neuem Deichkonzept Baukosten sparen

Phosphor aus Asche recyclen und mit neuem Deichkonzept Baukosten sparen  (Bild: Manfred Stern / TH Köln)

An der TH Köln, Campus Gummersbach, wurden die diesjährigen Förderpreise des Aggerverbandes an Absolventinnen und Absolventen vergeben.

29.3.2019 - „Einen Termin wie den heutigen nehme ich besonders gerne wahr, weil Förderpreisgeber wie der Aggerverband uns als externe Einrichtung eine Rückmeldung zum hohen Niveau unserer Abschlussarbeiten gibt.“, sagte Dekan Prof. Dr. Christian Averkamp bei der 18. Förderpreisverleihung des Aggerverbandes. Der Aggerverband versorgt rund 500.000 Einwohner im Bergischen Land mit Trinkwasser, und entsorgt für etwa die gleiche Anzahl von Menschen die Abwässer. Mit dem Förderpreis will der Verband herausragende Leistungen von Absolventinnen und Absolventen der TH Köln belohnen, die einen Bezug zur Wasserwirtschaft haben.

Prof. Dr. Lothar Scheuer, Chef des Aggerverbandes, lobte die beiden Preisträger: „Sie haben einen wertvollen Beitrag für Umwelt und Nachhaltigkeit geleistet.“ Die beiden prämierten Arbeiten wurden von der Jury als gleichwertig beurteilt, es gab jeweils 600 Euro Preisgeld. Zu den Gratulanten gehörte auch der Wiehler Bürgermeister Ulrich Stücker in seinem Amt als Verbandsratsvorsitzender des Aggerverbandes.

Maximilian Peter Augsdörfer aus Dießen am Ammersee hatte in seiner Bachelorarbeit „Betrachtungen zu Phosphor-Recycling-Verfahren unter Berücksichtigung der Produktqualität“ angestellt. Phosphor ist als Rohstoff auf der Erde lebenswichtig, aber in seinem Vorkommen auch endlich, deshalb gewinnen Recycling-Verfahren zunehmend an Bedeutung. Der Wirtschaftsingenieur verglich 13 verschiedene Verfahren und fand heraus, dass der Weg über die Verbrennung der beste ist, um aus Klärschlamm den Phosphor zurück zu gewinnen. Die Arbeit stellt für den Aggerverband eine wichtige Grundlage für die zukünftige Planung dar, er muss pro Jahr rund 24.000 Tonnen Klärschlamm bewältigen. 

Betreuer der Arbeit waren Prof. Dr. Michael Bongards und Prof. Dr. Christian Malek vom Campus Gummersbach der TH Köln.  Der 25jährige Ingenieur hat nicht nur am Gummersbacher Campus, sondern auch an der Tec de Monterrey in Mexiko studiert und einen Doppelabschluss gemacht. Derzeit studiert er für den Masterabschluss „Regenerative Energien“ am Campus Deutz der TH Köln.

Felix Heinz aus Siegburg beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit dem "Beschreiben und Bewerten von Hochwasserschutzmaßnahmen im Hinblick auf Art, Funktion und Wirkung am Beispiel einer Deichrückverlegung auf der Grundlage des Hochwasserschutzkonzeptes des Landes NRW“. Für einen Flussabschnitt am Niederrhein konzipierte der Bauingenieur eine Deichrückverlegung und eine andere Formgebung des Deichs mit einem steileren Hang und einer schmaleren Krone. So wurde die Deichsanierung um rund drei Mio. Euro billiger als ursprünglich geplant, ohne den Hochwasserschutz zu vernachlässigen.  Heinz hat am Standort Köln der TH Köln, Campus Deutz, Bauingenieurwesen studiert, sein Betreuer war Prof. Dr. Christian Jokiel. Inzwischen studiert er an der RWTH Aachen im Masterstudiengang Bauingenieurwesen Wasser- und Abfallwirtschaft.

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