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Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

Anlagen, Energie- und Maschinensysteme
Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Campus Deutz
    Betzdorfer Straße 2
    50679 Köln
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Sebastian Schmitz

Sebastian Schmitz

Anlagen, Energie- und Maschinensysteme
Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

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Zivile Sicherheitsforschung: Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Hightech Strategie

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der TH Köln nahm, auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), am 25. und 26. Oktober an der Auftaktveranstaltung der neu geförderten Forschungsprojekte im Themenkomplex „Innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme“ in Berlin teil.

Anlass für die Teilnahme war das am 15. Oktober 2016 begonnene Verbundforschungsprojekt „Fliegendes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten“ (FOUNT²), das mit einem Budget von über 2,4 Millionen dotiert ist. Davon beträgt das Teilbudget des Instituts für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr 440.000 €. Die Leitung bzw. das Management des Teilprojekts des IRG obliegt Herrn Prof. Dr.-Ing. Ompe Aimé Mudimu bzw. Herrn Sebastian Schmitz.

Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu, Sebastian Schmitz (beide TH Köln), Florian Olbrich (OTH Regensburg), Prof. Dr. Leonhard Reindl, Robert Tannhäuser, Dario Grgic (alle Univer-sität Freiburg)v.l.n.r.: Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu, Sebastian Schmitz (beide TH Köln), Florian Olbrich (OTH Regensburg), Prof. Dr. Leonhard Reindl, Robert Tannhäuser, Dario Grgic (alle Universität Freiburg) (Bild: IRG)

FOUNT²

Unter der Koordination von Herrn Prof. Dr. Leonhard Reindl von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird das Projektkonsortium in den kommenden drei Jahren eine leistungsstarke, unbemannt fliegende, Plattform entwickeln, welche Rettungskräfte bei ihrer Suche nach Überlebenden entlasten soll. Dazu soll das „unmanned aerial vehicle“ (UAV) aus der Luft das Trümmerfeld hochaufgelöst und dreidimensional kartographieren. Zusätzlich wird durch das UAV ein spezielles BioRadar zur Detektion von Lebenszeichen (Atembewegung des Brustkorbs) auf den Trümmerhaufen eingestürzter Gebäude positioniert. Dieses Vorgehen ermöglicht es den Rettungsmannschaften, gezielt Überlebende lokalisieren zu können, unter zeitgleicher Reduzierung des Risikos für die Rettungsmannschaften, selbst verschüttet oder verletzt zu werden. Werden Überlebende lokalisiert, können Retter, ausgestattet mit einem genauen Lageplan, zielgerichtet an den Bergungsort herangeführt werden.

Verschüttetensuche bei einer Übung im Forschungsprojekt VERVEVerschüttetensuche bei einer Übung im Forschungsprojekt VERVE (Bild: IRG)

Projektkonsortium

Das Projektkonsortium besteht aus dem „Institut für Mikrosystemtechnik, Lehrstuhl für elektrische Mess- und Prüfverfahren“ sowie dem „Institut für Informatik, Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme“, die beide der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angehören, dem „Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr“ der TH Köln und dem „Sensorik-Applikationszentrum (SappZ)“ der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Von industrieller Seite beteiligen sich die „MEDER CommTech GmbH“, die Firma „Reco Ser-vice Robert Schmidkonz“, die „contagt GmbH“ sowie die „HerSi Electronic Development GmbH & Co. KG“. Um einen hohen Mehrwert des neuen Systems für die Endanwender er-reichen zu können, wird das Konsortium durch die assoziierten Partner „Institut für Notfallme-dizin (IfN) der Berufsfeuerwehr Köln“, „Deutscher Rettungshundeverein DRV e.V.“ und das „Amt 37 - Feuerwehr und Katastrophenschutz“ der Stadt Mannheim beraten und unterstützt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt FOUNT² im Rahmen des Themenfeldes „Innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme“ im Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 – 2017“ der Bundesregierung.

Logo BMBFLogo BMBF (Bild: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF))

Aufgaben des Instituts

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr wird zunächst (in Zusammenarbeit mit dem gesamten Konsortium) eine Bedarfsanalyse durchführen. Dabei wird unter konsequenter Einbeziehung der Endanwender erhoben, welche Anforderungen die neue Technologie erfüllen muss, um zur Verbesserung der Gefahrenabwehr bei Gebäudeeinstürzen beizutragen. Möglichkeiten und Grenzen des Systems werden dadurch definiert und der Einsatzbereich des Systems festgelegt. Gleichzeitig werden die technischen und funktionellen Anforderungen erhoben, welche das System erfüllen muss, um seinem Einsatzzweck gerecht zu werden.
Weiterhin wird durch das IRG die Implementierung des entwickelten Systems in die Strukturen der Gefahrenabwehr erforscht. Anwendungspotentiale werden ermittelt und mit bisherigen, im Einsatz befindlichen Systemen verglichen. Konzepte zur Schulung von Einsatzkräften mit der neuen Technik werden erarbeitet. Augenmerk wird hierbei auch auf die gesellschaftliche Akzeptanz des Einsatzmittels Drohne gelegt, da dieses in der breiten Öffentlichkeit teilweise eher kritisch betrachtet wird. Schließlich werden die Forschungsergebnisse in Übungen und Versuchen validiert und evaluiert. Hierfür finden sowohl Übungen im Labormaßstab als auch eine Realübung mit Einsatzkräften statt.

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