Nachgefragt bei Prof. Dr. Claudia Frick

Eigentlich ist Claudia Frick promovierte Meteorologin. (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften, Professur für Informationsdienstleistungen und Wissenschaftskommunikation


Studium: Meteorologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der TH Köln

Promotion: „The numerical modeling of wet snowfall events“ an der ETH Zürich, Schweiz

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Hydrometeorologie beim Deutschen Wetterdienst, Offenbach
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln
  • Teamleiterin Wissenschaftliches Publizieren & Fachreferat am Forschungszentrum Jülich
  • Fachbereichsleiterin Literaturerwerbung am Forschungszentrum Jülich

In meiner Freizeit bin ich entweder viel unterwegs oder spiele Computerspiele. Ersteres ist momentan schwierig, letzteres streame ich gerne live und komme so immerhin virtuell mit vielen Menschen in Kontakt.

Das Beste an meinem Studium der Meteorologie war das Programmieren und Arbeiten auf Großrechnern. Das Beste an meinem Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft war die Interdisziplinarität meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen.

Von der Meteorologie zur Wissenschaftskommunikation kam ich über Open Science, die seit Jahrzehnten andauernde und mal mehr und mal weniger schwierige Wissenschaftskommunikation zum Klimawandel sowie mit dem Ziel, Wissenschaft transparenter und offener zu gestalten.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen in der Verbindung von Informationsdienstleistungen und Wissenschaftskommunikation. Als Bibliothekar*in hat man Einblick in die Kommunikationswege nicht nur einer, sondern vieler Fachdisziplinen. Diese Vogelperspektive ist die Stärke der Informationswissenschaft.

Ich würde gerne herausfinden, wie Open Science nicht nur interne Wissenschaftskommunikation zwischen Forschenden verändert, sondern auch Hand in Hand mit externer Wissenschaftskommunikation dem gesellschaftlichen Bild von Wissenschaft mehr Tiefe verleihen kann.

Die besten Orte für kreative Ideen ist immer in Bewegung. Neues sehen, Neues ausprobieren, Neues wagen. Das sind für mich die Momente, in denen die besten Ideen wie zufällig entstehen. Das geht auch virtuell.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, ist „Science Fictions“ von Stuart Ritchie. Allerdings bin ich privat ganz auf Hörbücher umgestiegen, und das letzte gute Buch, das ich gehört habe, war „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ von Alice Hasters.

Mai 2021

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