Nachgefragt bei Prof. Dr. Agnieszka Gehringer

Prof. Dr. Agnieszka Gehringer (Bild: Heike Fischer/TH Köln)

Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Lehr-/Forschungsgebiet: Volkswirtschaftslehre


Studium Volkswirtschaft und Institutionen der Europäischen und Internationalen Integration an der Sapienza Università di Roma, Italien

Promotion „Pecuniary knowledge externalities“ an der Università degli Studi di Torino, Italien

Habilitation “Essays on productivity growth an international finance” an der Georg-August-Universität Göttingen

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Didaktische Assistentin an der Sapienza Università di Roma, Italien
  • Akademische Rätin, später Privatdozentin an der Georg-August-Universität Göttingen
  • Senior Research Analyst bei Flossbach von Storch Research Institute, Köln

Als Kind wollte ich Basketballerin werden, auch wenn die Aussichten mit meiner Körpergröße nicht gerade erfolgsversprechend waren.

Wenn ich heute noch mal studieren würde, wäre ich zwischen VWL und Maschinenbau hin- und hergerissen, würde mich aber für VWL entscheiden und definitiv wieder im Ausland Erfahrungen sammeln.

Die Herausforderung an europäische Volkswirtschaften ist, den Prozess der Europäischen Integration in eine Richtung zu lenken, durch die ökonomischen Stärken der Beteiligten entfaltet und der Zusammenhalt der Gemeinschaft gefördert wird.

Mein fachliches Steckenpferd ist die Finanzmarktintegration und ihr Einfluss auf verschiedene Bereiche des Wirtschaftsgeschehens.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen, damit sich die Studierenden für die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen interessieren und sich bereit für eine offene ökonomische Debatte fühlen.

Ich würde gerne herausfinden, wie viel effizienter wir in unserer Arbeit dank der Digitalisierung geworden sind.

Aus Italien bringe ich eine fruchtbare Studien- und Promotionszeit, wertvolle Lebenserfahrung und eine weitere Fremdsprache mit.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, heißt „The Value of Everything“ von Mariana Mazzucato. Die Autorin setzt sich kritisch mit den gängigen Messungsmethoden des ökonomischen Wertes auseinander und kommt zu dem durchaus kontroversen Schluss, dass wir in diesem Messungsprozess die Schöpfer mit den „Abschöpfern“ verwechseln und inkorrekt bestimmen, was und wer eigentlich Wohlstand schafft. Eine spannende Lektüre, die zum Nachdenken bewegt.

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