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Jan Rathjen

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MINTalente an der Fachhochschule Köln

mintalente (Bild: VDI)

Mehr Frauen für ein MINT-Studium interessieren – sie im Studium unterstützen und beim Berufseinstieg durch erfahrene Ingenieurinnen und Informatikerinnen beraten: Das waren die Ziele eines Projekts mit dem VDI.

Mit Unterstützung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und seines Netzwerks von Role Models hat die Fachhochschule Köln von 2012 bis 2014 Frauen auf dem Weg in MINT-Studiengänge, durch ihr Studium und in den Beruf unterstützt. Denn Studentinnen sind an der Fachhochschule Köln insgesamt in der Mehrzahl, machen in ingenieurwissenschaftlichen und Informatikstudiengängen aber nur etwa 15% der Studierenden aus. Und auch der Schritt aus dem Studium in den MINT-Beruf ist für Frauen in den vielfach männlich dominierten Branchen eine besondere Herausforderung. Teile des Programms werden aus Hochschulmitteln fortgesetzt.

Der VDI hat mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ein Netzwerk von erfahrenen Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen aufgebaut, die das gesamte MINT-Spektrum abdecken, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das Projekt bringt interessierte Schülerinnen und Studentinnen mit Vorbildfrauen, den sogenannten Role Models, zusammen. Sie zeigen motivierende Wege in das Studium, für den gelungenen Berufseinstieg bis hin zur erfolgreichen Karriere auf. Das Projektbüro des VDI vermittelt gern Role Models für unterschiedlichste Veranstaltungen.

Studienorientierung und Erstinformation

MintMentoringMentee (Bild: Boris Löhrer/FH Köln)

Die Zentrale Studienberatung hat Role Models zu Schulbesuchen und auf Messen mitgenommen. Sie standen dort unkompliziert als Gesprächspartnerinnen für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Hilfreich war, dass dieses Angebot nicht als „Angebot für Frauen“ erschien, denn Schülerinnen wollen offenbar keine Sonderbehandlung. Trotzdem beschäftigt sie, wie man als Frau in männlich dominierten MINT-Studiengängen zurechtkommt, denn im Gespräch mit den Role Models kamen sie sehr schnell darauf. Auch erreichen Role Models dann junge Frauen besonders gut, wenn sie in ihrer Bildungs- und Berufsbiographie selbst noch nicht viel weiter sind, also typischerweise Studentinnen oder Absolventinnen kurz nach dem Berufseinstieg.

Beratung im Studium

Im Studium suchen Studentinnen sich ganz unterschiedliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Dies können neben der Zentralen Studienberatung auch Fachstudienberaterinnen und -berater im jeweiligen Studiengang, aber auch einzelne Lehrende oder Tutorinnen und Tutoren sein. Deshalb qualifiziert die Fachhochschule Köln systematisch ihre Tutorinnen und Tutoren, führt neu berufene Professorinnen und Professoren auch in Beratungsaufgaben ein und unterstützt Fachstudienberaterinnen und –berater darin, über fachliche Probleme hinaus zu beraten bzw. gute Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner nennen zu können.

Abschlussmentoring und Seminare zum Berufseinstieg

MentorinMentorin (Bild: Boris Löhrer/FH Köln)

Im Projekt haben Role Models zwei Gruppen von jeweils 12 Studentinnen über ein Jahr beraten, bei individuellen Treffen und gemeinsam, bei Eröffnungs- und Abschlussveranstaltungen und einem Bergfest. Drei Themen standen im Zentrum der Gespräche zwischen Mentorinnen und Mentees:
1. Strategien der beruflichen Orientierung und der Bewerbung
2. beruflicher Alltag und Work/Life-Balance
3. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, persönliche und berufliche Orientierung nach dem Studium


An dieser Etappe des Studiums – anders als bei den vorhergehenden – wurde ein Angebot exklusiv für Frauen unterbreitet, und es wurde sehr gut angenommen. Auch die genannten Themen belegen den Mehrwert eines Mentorings von Frauen für Frauen. Willkommene Nebeneffekte, die ebenfalls in den Bewertungen der Teilnehmerinnen deutlich werden, sind private Kontakte zwischen Mentees und Mentorinnen, eine lebhafte facebook-Gruppe der Mentees sowie einzelne Stellenangebote. Seminare zu Bewerbung und Berufsorientierung mit Gernderbezug haben sich hingegen nicht bewährt: Sie waren schwächer besucht und auch nur durchschnittlich evaluiert im Vergleich zu Veranstaltungen ohne besondere Widmung.


Das Mentoring-Programm hat Einzug gefunden in das Gleichstellungskonzept der Fachhochschule Köln und wird voraussichtlich zum Wintersemester 2015/16 wieder aufgelegt.

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