Kontakt & Service

Hintergrundinfos & Fragen

Alle Fragen zum Wettbewerb werden gerne im THSpace beantwortet. Hier gibt es auch nähere Infos zum Gebäude Claudiusstraße 1.

Zeiträume: Der Löwenbrunnen im Hauptgebäude der TH Köln

Die Hochschule und der Verein der Freunde und Förderer der Technischen Hochschule Köln laden alle Studierenden zu einem Wettbewerb ein. Es werden Preise von insgesamt 3.000 Euro ausgelobt.

Löwenbrunnen Löwenbrunnen (Bild: TH Köln)

Der Löwenbrunnen im Treppenhaus der Claudiusstraße blickt auf eine lange und wechselhafte Geschichte zurück – wie das Hochschulgebäude selbst. Als Zierbrunnen 1907 in der deutschen Kaiserzeit erbaut, wurde der Brunnen in der NS-Zeit zu einem „Opfertisch“ umfunktioniert, bevor er 1938 überbaut und im Laufe der Jahrzehnte von den verschiedenen Nutzer*innen des Gebäudes fast vergessen wurde. Nach 75 Jahren wurde der Brunnen wiederentdeckt, freigelegt und saniert. Zusammen mit seiner baulichen Umgebung stellt er ein Zeugnis politischer Geschichte dar.

Als Teil der vielfältigen Aktivitäten, die unsere Hochschule in ihrem 50. Jubiläumsjahr unternimmt, soll der Löwenbrunnen und seine unmittelbare Umgebung zukünftig ein Ort der Reflexion und des Diskurses über die wechselvolle Geschichte des Gebäudes sein. Wie kann dieser Ort aussehen? Welche Bedeutungen und Wirkungen hatte der Brunnen in der Vergangenheit? Welche Rolle soll er künftig spielen? Wie können die Geschichten, die in die Materialität und Form des Brunnens und seiner baulichen Umgebung eingeschrieben sind, erschlossen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Welchen Beitrag kann eine künstlerische, gestalterische und mediale Aufarbeitung von Geschichte leisten, um Vergangenheit erfahrbar zu machen, und wie kann ein Bezug zur Gegenwart und zum gegenwärtigen Handeln hergestellt werden?

Für die Konzeption und Gestaltung laden die Hochschule und der Verein der Freunde und Förderer der Technischen Hochschule Köln alle Studierenden zu einem Wettbewerb ein.

Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro dotiert.
Es ist eine Verleihung von drei Preisen vorgesehen:

1. Platz: 1.500 Euro
2. Platz: 1.000 Euro
3. Platz: 500 Euro


Wettbewerbskriterien

Eingereicht werden können ausgearbeitete Konzepte zu temporären oder permanenten, statischen oder wandelbaren, physischen oder digitalen Installationen und Anwendungen. Das können beispielsweise sein:

  • Temporäre Installationen am Ort

  • dauerhafte Installationen/Ausstellung am Ort

  • Storytelling-Formate oder digitale Informationsdarstellungen, z. B. als Multimedia-Apps, Augmented Reality-Anwendungen oder Websites (auch in Kombinationen möglich

  • (performative) Vor-Ort-Ausstellungen

  • Online-Archive

  • Kombinationen digitaler und physischer Elemente

    Entscheidende Faktoren sind:
    a) der denkmalgerechte Umgang mit dem Objekt und die zerstörungsfreie Umsetzung einer physischen Idee sowie
    b) die Nachhaltigkeit des Konzeptes im Sinne einer Möglichkeit, die Installation dauerhaft für die Öffentlichkeit zu dokumentieren


Voraussetzungen

  • Die Idee wird von einem studentischen Team erarbeitet. Eine interdisziplinäre Zusammensetzung aus angehenden Gestalter*innen, Techniker*innen und Geisteswissenschaftler*innen etc. ist wünschenswert, aber keine Verpflichtung. Auch Studierende aus nur einem Fachbereich können teilnehmen.
  • Die Gruppengröße muss 3–8 Personen betragen.
  • Der Wettbewerb kann als Wahlpflicht-Aufgabe gestaltet und kreditiert werden: Die Bildung der Teams erfolgt zu Beginn des Sommersemesters, erste ausformulierte Zwischenergebnisse werden während der HIP-Woche erzielt. Das Projekt wird im Laufe des Sommersemesters 2021 abgeschlossen.


Leistungsumfang

  • Einzureichen sind zwei Blätter im Format DIN A2 (hochkant), von denen ein Blatt Idee und Konzept veranschaulichen. Das zweite Blatt dient der genaueren Erläuterung der Realisierbarkeit. Auf den Blättern soll der Wettbewerbsbeitrag visuell dargestellt werden. Die Blätter sind als druckfähige PDF-Dateien an unten aufgeführte Adresse zu senden (siehe Bewerbungsfrist und Abgabe).
  • Für dynamische und interaktive Formen können alternative Daten in einem üblichen Format eingereicht werden. In diesem Falle ist lediglich ein Blatt in DIN A2 mit Idee, Konzept und Angaben zur Realisierbarkeit ergänzend einzureichen.
  • Einzureichen ist außerdem ein Erläuterungstext zum Wettbewerbsbeitrag (max. 2 DIN A4 Seiten in Schriftgröße 12 als PDF), aus dem für die Jury erkennbar wird, welche These das Konzept verfolgt, welche Daten und Informationen genutzt oder erzeugt und mit welchem Erkenntnisinteresse sie aufbereitet wurden.
  • Einzureichen ist ebenfalls eine überschlägige Kostenkalkulation für die etwaige Realisierung des Konzepts.

Als Wettbewerbssprachen werden Deutsch und Englisch akzeptiert.


Anmeldung

Studentische Gruppen melden sich digital bis zum
9. April 2021, 24.00 Uhr an.


Bewerbungsfrist und Abgabe

Die erforderlichen konzeptionellen Unterlagen (siehe Leistungsumfang) sind einzureichen bei:
Monika Probst, Referat Kommunikation und Marketing
monika.probst@th-koeln.de

Bitte stellen Sie größere Dateiformate über einen Download-Link (z.B. WeTransfer, Google, Sciebo) zur Verfügung.

Abgabefrist: 15. August 2021, 16.00 Uhr
Die Jury tagt im Zeitraum August bis September 2021 und wählt aus den eingereichten Arbeiten die Preisträger aus.


Jury

Peter Füssenich (Dombaumeister Dombauhütte Köln), Dr. Johanna Gummlich (Leiterin des Rheinischen Bildarchivs), Sigrun Heinen (LVR– Amt für Denkmalpflege), Dr. Werner Jung (Leiter des NS-Dokumentationszentrums Köln), Prof. Klaus Neuburg  (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften), Dr. Nadine Oberste-Hetbleck (Direktorin des ZADIK, Universität zu Köln), Prof. Gabi Schwab-Trapp (HS Düsseldorf), Dr. Ulrich Soénius (Geschäftsführer der IHK Köln, Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln und Mitglied im Kuratorium der TH Köln) und Dr. Thomas Werner (Stadtkonservator Köln)


Infos zum Denkmalschutz

Zum Denkmal und zu seiner Umgebung gehören:

Das Gebäude Claudiusstraße 1
Das 1905-07 errichtete Gebäude Claudiusstraße 1, ehemalige Handelshochschule/Alte Universität, steht als gesamter Baukomplex mit seiner historischen Ausstattung unter Denkmalschutz.

Zuständig für Bundes- und Landesbauten – und so auch für dieses Gebäude – ist die Obere Denkmalbehörde, die bei der Bezirksregierung Köln angesiedelt ist (Gudrun Schmitz, Bezirksregierung Köln, Dezernat 35, Denkmalangelegenheiten, Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln).

Der Römerpark
Auch der davor befindliche Park zwischen Claudius-, Trajan und Titusstraße mit seiner Bepflanzung, den Mauern und dem Wegenetz ist in der Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen.

Zuständig ist hier die Stadt Köln (Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln).

Die gründerzeitliche Bebauung in der Umgebung
Die gründerzeitlichen Wohnhäuser in der Trajan- und Titusstraße sind in der Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen. Zuständig ist die Stadt Köln, das Amt des Stadtkonservators Köln (s.o.).

Alle baulichen Veränderungen des Denkmals und alle das Gebäude, den Park und die angrenzende Umgebung in den Ansichten verändernde Gestaltungen bedürfen der denkmalrechtlichen Erlaubnis nach § 9 DSchG NRW, einzuholen über die jeweilig zuständige Denkmalbehörde.

Sowohl die historische Substanz, das prägende Erscheinungsbild der Denkmäler wie auch ihr Wirkungsraum sind zu wahren und respektieren. Für denkmalgerechte Lösungen bedeutet dies zum einen, dass gegebenenfalls notwendige substanzielle Eingriffe vornehmlich in die nicht denkmalwerten Bauteile vorgenommen oder gänzlich reversibel geplant werden sollten. Zum anderen dürfen neu zu errichtende Elemente im Außen- und Innenbereich nicht in störende Konkurrenz mit dem Denkmal treten und dessen prägende Wirkung beeinträchtigen.

Für eine denkmalpflegerische Prüfung werden u.a. die genaue Positionierung, die Konstruktion, das Material und die Maßangaben benötigt.

Januar 2021

M
M