Lehrpreis 2013 „Wir wollen gute Lehre als Marke etablieren“

LP13 (Bild: TH Köln)

Gleich vier Siegerkonzepte wurden mit dem Lehrpreis der Fachhochschule Köln 2013 für herausragendes Engagement und innovative Lehrmethoden ausgezeichnet. Die Programme erleichtern die Übergänge von der Schule in die Hochschule bzw. nach dem Studienabschluss in den Beruf. Sie stellen sich der Diversität der Studierenden und der Lehre in großen Gruppen. Preisträger und Preisträgerinnen 2013:

Konstruktionsseminar „StartIng

PT1
Konzept: Prof. Dr.-Ing. Klaus Becker, Dr.-Ing. Michael Winkler, Prof. Dr.-Ing. Axel Faßbender, Institut für Fahrzeugtechnik
​Im Praxisprojekt zu Semesterbeginn entwickeln die Erstsemester des Bachelorstudiengangs Fahrzeugtechnik in Teams Modellautos nach vorgegebenen Kriterien, es folgt ein Wettbewerb. Den Studierenden wird die Relevanz von Grundlagenfächern wie Mathematik, Werkstoffkunde und Physik praktisch verdeutlicht. Vermittelt werden zudem erste Kenntnisse in Präsentations- und Dokumentationstechniken sowie Arbeitsmethodik. Positiv bewerten die Studierenden auch die soziale Komponente: über das Projekt lerne man sich besser untereinander kennen.
 

Inverted-Classroom-Konzept Werkstofftechnik „Ran ans Werk“

Konzept: Prof. Dr.-Ing. Martin Bonnet, Institut für Werkstoffanwendung
Konzept: Prof. Dr.-Ing. Martin Bonnet, Institut für Werkstoffanwendung
​Rund 350 Studierende belegen in den Bachelorstudiengängen der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme das Modul Werkstoffkunde. Statt über eine Vorlesung eignen sie sich den Stoff eigenverantwortlich an, betreut durch Fachtutoren und ein Onlineforum. Die Vorlesungsinhalte werden dafür als Screencasts, Lernvideos und in Skripten neu aufbereitet. Die Transferleistung erfolgt in Laborversuchen. 60 Prozent ihrer Note erwerben die Studierenden so während des Semesters. Und: Die Durchfallquote in der Abschlussklausur ist von 50 auf zehn Prozent gesunken.

Ad-hoc-Konferenzen als Lernformat: „WBA1-Camp“

Noss
Konzept: Prof. Christian Noss, Institut für Informatik
Im Bachelor Medieninformatik steht ein ganzer Tag in der Woche im Zeichen von web-basierten Anwendungen. Die Studierenden übernehmen die Rolle der Dozenten, eignen sich dazu spezielle Themen an, konzipieren Vorträge, Workshops, Skripte und selbst erarbeitete Klausuraufgaben. Betreut durch die Dozenten unterrichten sie dann ihre Kommilitonen. Weil sich die Studierenden stärker mit den Inhalten des Moduls identifizieren, ist die Abbrecherquote deutlich gesunken.

Praxisprojekt Wasserwirtschaft

Prof. Dr.-Ing. Christian Jokiel, Institut für Baustoffe, Geotechnik, Verkehr und Wasser
Prof. Dr.-Ing. Christian Jokiel, Institut für Baustoffe, Geotechnik, Verkehr und Wasser
Im fünften Semester übernehmen die Studierenden des Bachelors Bauingenieurwesen die Rolle von Projektleitern in einem realen Projekt eines Industriepartners. Als Gesprächspartner auf Augenhöhe sind die Studierenden gefordert, eigenständig und selbstbewusst gegenüber Kunden und Behörden aufzutreten. Neben außerfachlichen Kompetenzen gehört die professionelle Ausarbeitung der branchenüblichen Dokumentationen wie Skizzen, Legenden und Planspiegeln zu den Lernzielen. „Das ist eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die berufliche Praxis“, so das Feedback der Studierenden.

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