LANXESS Round Table Gespräch ermutigt Studierende

Abfahrt zur Führung durch den DHA-Betrieb der LANXESS im CHEMPARK Leverkusen (Bild: Heike Koralli/FH Köln)

Mit großem Interesse folgten am Donnerstag vor Pfingsten rund 20 Studierende der Einladung der LANXESS AG zu einem Round Table Gespräch am Campus Leverkusen der TH Köln.

Der Chemiespezialist ist mit 52 Standorten in 29 Ländern vertreten, wobei der größte Standort nach wie vor Leverkusen mit etwa 3000 Mitarbeitern ist. Dass seit der Gründung der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften im Jahr 2009 eine enge Zusammenarbeit besteht ist daher nicht überraschend. Unter den ersten Dualstudierenden der Technischen Chemie waren folgerichtig bereits Auszubildende der LANXESS.

Sehr attraktiv für die Teilnehmer des Round Table war das Angebot, reale Probleme der Industriepraxis bereits im Rahmen von Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten im Betrieb angehen zu können. „Für uns ist es wichtig, möglichst frühzeitig den Kontakt mit den Studierenden aufzunehmen“, sagte Dr. Ralf-Ingo Schenkel, Leiter Career Management bei LANXESS, im Rahmen seiner Kurzvorstellung des Unternehmens. „Nutzen Sie Ihre Chance, auf diese Weise erste Praxiserfahrungen in der Chemieindustrie zu sammeln“ ergänzte Sonja Kern, Leiterin des Personalmarketings, „Sie lernen den Betrieb kennen und knüpfen erste Kontakte, die bei späteren Bewerbungen sehr hilfreich sein können“.

Auf besonders breites Interesse stieß die Frage, ob Studierende im Unternehmen auch Praxissemester durchführen können, da die Curricula beider an der Fakultät angebotener Bachelorstudiengänge ein fakultatives Praxissemester ermöglichen. „Ich betreue neben den genannten Projektarbeiten regelmäßig auch mehrere Studierende im Praxissemester, die besonders intensiv in die Entwicklungsprozesse meiner Abteilung eingebunden sind“, erläuterte Dr. Stefan Neumann, Leiter des anwendungstechnischen Labors im Bereich Ionenaustauschprozesse. Sein Kollege Dr. Axel Boddenberg leitet den Bereich Analytics bei Saltigo, er ergänzte: „Nach meiner Erfahrung schrecken manche Studierende völlig zu Unrecht vor einer Bewerbung zurück, wenn sie keine Bestnoten vorweisen können. Gerade das Praxissemester bietet Studierenden die Möglichkeit, ihre Stärken auch jenseits der rein akademischen Leistung zu zeigen.“ RalfIngo Schenkel bestätigte: „Der Bewerbungsprozess ist der privaten Partnersuche nicht unähnlich. Wichtig ist, dass zwei Partner zusammenfinden, deren Erwartungen und Kompetenzen zueinander passen.“ Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungssystem des Unternehmens.

Einen alternativen Einstieg hat Florian Sawallich, Studierender der Technischen Chemie im 6. Fachsemester, erfolgreich für sich genutzt: „Ich habe mich bereits im 3. Fachsemester um ein Deutschlandstipendium beworben, wurde zu einem Gespräch eingeladen und anschließend durch LANXESS gefördert, nicht nur finanziell sondern z.B. auch durch regelmäßige Einladungen zu Netzwerktreffen. Meine Bewerbung um einen Praxissemesterplatz war hiernach beinahe eine Formalität. Das Praxissemester selbst hat mein Verständnis für viele Studieninhalte doch nachhaltig verbessert“. „Ich kann Sie nur nachdrücklich ermutigen, sich um ein Deutschlandstipendium zu bewerben“, ergänzte Prof. Dr. Dirk Burdinski, Studiendekan der Fakultät: „Die Erfolgschancen sind ausgesprochen gut, da die Zahl der Förderangebote auch in diesem Jahr hoch bleibt“.

Für Hendric Spaunhorst, Studierender der Technischen Chemie im 4. Fachsemester, war rückblickend insbesondere das direkte Gespräch mit den Entscheidungsträgern in den Fachabteilungen spannend: „Ich verstehe jetzt besser, wie meine Bewerbung im Auswahlprozess begutachtet wird, und kann mich entsprechend darauf einstellen.“

Im Anschluss an das Round Table Gespräch nutzten die anwesenden Studierenden die Möglichkeit zu einer Führung durch den DHA-Betrieb der LANXESS im CHEMPARK Leverkusen und waren beeindruckt von den im Vergleich zum Labor doch etwas anderen Größenverhältnissen der eingesetzten Reaktionsbehälter. Das reichhaltige Lunch-Buffet wurde abschließend kurzerhand zum Dinner-Buffet umfunktioniert, so dass sich alle Beteiligten gut gestärkt auf den Heimweg begeben konnten.

(Text: D. Burdinski)

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