Kreativität ist gefragt: Verfahrenstechnik-Studierende beim ChemCar-Wettbewerb 2013

Teilnehmer des ChemCar-Wettbewerbs 2013, v.l. Dominik Hagnbuchner, Tim Bisschopnick, Sina   Fischer, Tinka Vogt, Sven theus, Ali Islek, David Michel. (Bild: Sven Theus)

Eine Mischung aus Backpulver und Essig als Antrieb für ein Auto – klingt abwegig? Funktioniert aber. Den Beweis haben Studierende der Anlagen-, Energie- und Verfahrenstechnik der Fachhochschule Köln am 18. November beim ChemCar-Wettbewerb auf dem Jahrestreffen der ProcessNet-Fachgemeinschaft Prozess-, Apparate und Anlagentechnik in Bruchsal geliefert.

Beim ChemCar-Wettbewerb geht es darum, ein Fahrzeug zu konstruieren, das fährt, weil eine chemische Reaktion in Bewegungsenergie umgewandelt wird. Prof. Dr.-Ing. Thomas Rieckmann, Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme, hatte im vergangenen Sommersemester die Regeln des Wettbewerbs für ein ChemCar-Projekt mit seinen 4.-Semestern übernommen. In vier Gruppen entwickelten die Studierenden ihre Konzepte und setzten die Konstruktion in den Werkstätten der Fakultät um. In unzähligen Versuchen wurden die Fahrzeuge dann getestet und immer wieder verbessert. „So etwas klappt ja selten auf Anhieb. Das ist auch das Schöne an diesem Projekt: dass eine Planung umgesetzt wird und man sieht, wo die Probleme liegen. Die Studierenden können ihr Know-how einbringen und sehen am Ende, dass sie etwas geschaffen haben“, erklärt Sina Fischer, die das Projekt am Lehrstuhl mitbetreut hat.

Das Team "Cologne Pistons" mit ihrem Fahrzeug "Jorge", v.l. Tinka Vogt, Tim Bisschopnick, Ali Islek, Sven Theus, David Michel, Dominik Hagnbuchner.Das Team "Cologne Pistons" mit ihrem Fahrzeug "Jorge", v.l. Tinka Vogt, Tim Bisschopnick, Ali Islek, Sven Theus, David Michel, Dominik Hagnbuchner. (Bild: Sina Fischer)

Das Team mit dem besten Fahrzeug durfte schließlich zum Wettbewerb fahren. Dort wird den Teams eine Strecke zwischen 5 und 15 Metern vorgegeben, die ihr Fahrzeug möglichst exakt fahren soll. Diesmal waren es 9 Meter. „Eine weite Strecke war für uns eigentlich gut, denn unser Auto fährt sehr gut – wenn es erst mal in Fahrt gekommen ist. Dass es beim ersten Versuch gar nicht fuhr, lag wohl eher an dem sehr hohen Zusatzgewicht, das es transportieren musste. Beim zweiten Versuch ist es wenigstens ein bisschen gefahren. Dass wir am Ende nur den 7. von 9 Plätzen belegt haben, war nicht so schlimm: Wir haben uns dort auf Anhieb super mit den anderen Teams verstanden und Kontakte geknüpft. Und auch bei den Fahrten der anderen mitgefiebert.“, berichtet Fischer. „Das Team überlegt jetzt sogar, freiwillig weiter an ihrem Auto zu feilen und im nächsten Jahr noch einmal teilzunehmen.“

ChemCar "Jorge"ChemCar "Jorge" (Bild: Jan-Christoph Schulte)

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