Kompetenzorientiertes Testen und Prüfen in den Fremdsprachen

Am 10. Mai 2019 führte das Sprachlernzentrum eine fremdsprachendidaktische Fortbildung mit dem Titel „Kompetenzorientiertes Testen und Prüfen“ durch. Der Workshop im Blended Learning-Format richtete sich an Dozent*innen des Sprachlernzentrums und weitere Sprachlehrende der TH Köln.

Die Teilnahme von 18 Sprachlehrkräften unterstreicht die Relevanz dieses Themas, das insbesondere für die Erstellung der Abschlussprüfungen in den ca. 60 Sprachmodulen des SLZ von größter Bedeutung ist.

In einer vorbereitenden 10-tägigen Onlinephase, die von einer Teilnehmerin als „Best Practice- Beispiel“ bezeichnet wurde, formulierten die Teilnehmenden ihre Erwartungen an den Workshop und tauschten sich in kooperativen Online-Aktivitäten zu Gütekriterien für gute Prüfungen sowie zu Themen aus der eigenen Praxis und der Fachliteratur aus. Ein Kernstück dieser Phase war außerdem die Sichtung authentischer Prüfungsaufgaben in verschiedenen Zielsprachen, die im Hinblick auf ihre Kompetenzorientierung analysiert wurden.

Mich würde interessieren, wie ich gute Aufgaben zum Globalverstehen entwickeln kann. Sowohl für ein Hörverstehen als auch für ein Leseverstehen. (Äußerung einer Teilnehmerin zu ihren Erwartungen an die Fortbildung)

Im Workshop selbst wurden die Themen Constructive Alignment, die Formulierung von intendierten Lernergebnissen für die unterschiedlichen Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen, die Differenzierung zwischen Übung und Aufgabe sowie Lern- und Prüfungsaufgaben und Kriterien für die Formulierung von Arbeitsanweisungen vertieft.

In der Umsetzungsphase des Workshops erstellten die Lehrenden erste kompetenzorientierte Prüfungsaufgaben für ihre im Juli anstehende Modulprüfung.

Die Fortbildung endete mit einem Ausblick auf UNIcert®, das Qualitätssiegel für die Ausbildung, das Prüfen und die Zertifizierung von Fremdsprachenkompetenzen, die für angehende Akademiker*innen relevant sind.

Am Schluss stand die Überzeugung der Lehrenden, dass es sich in jeder Hinsicht lohnt, nicht nur eine handlungsorientierte Lehre umzusetzen, sondern auch bei den Prüfungen auf mehr Kompetenz- und Handlungsorientierung hinzuarbeiten. Denn nur durch die Abstimmung von intendierten Lernergebnissen, Lehr-/Lernprozessen und Prüfungen kann der zielgerichtete Kompetenzerwerb gelingen.

Auf gemeinsamen Wunsch der Fortbildungsteilnehmenden wird die Diskussion zunächst im Online-Kursraum der Fortbildung auf ILIAS, zu einem späteren Zeitpunkt dann auch im dortigen Dozent*innenraum fortgesetzt.

Das Fortbildungsteam (Claudia Einig, Dr. Ursula Hassel, Dr. Ursula Hehl, Josefa Jimeno Patrón) bedankt sich noch einmal ganz herzlich für den anregenden Austausch.

Impressionen aus dem Online-Kurs Impressionen aus dem Online-Kurs (Bild: C. Einig, Dr. U. Hassel, Dr. U. Hehl, J. Jimeno Patrón)
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