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Thomas Müller

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Gastvortrag von Prof. Dr. Harald Lesch über das Zeitalter des Kapitalozän

Lesch vor Auditorium (Bild: Michael Schuff/TH Köln)

Die Gefahren für die Umwelt und damit für die Lebensbedingungen auf unserem Planeten legte Prof. Dr. Harald Lesch in seinem breit angelegten Vortrag am 28. Januar 2019 in der TH Köln dar. Lesch ist Professor für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie jeweils in München.

Von den Naturwissenschaften über die Ökologie bis hin zur Ökonomie erstreckten sich seine Ausführungen. Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über die Belastungen der Umwelt liegen – so Prof. Lesch – klar zu Tage: Stichworte sind u.a. Kohlendioxydausstoss, globale Erwärmung, das Auftauen von Permafrostgebieten und  Plastikmüllprobleme mit ihren Auswirkungen auf das globale Klima . Seit der Industriealisierung im 19. Jahrhundert haben Forschung und Produktion gewaltige Veränderungen bewirkt. Grundlagenforschung und darauf fußende angewandte Forschung führen im Ergebnis immer zu Produkten, die sowohl Energie als auch Ressourcen erfordern.  Die Umwelt wird so durch den Menschen und sein Handeln verändert. Die Umweltschäden aus Vergangenheit und Gegenwart müssen von der/den Folgegeneration(en) beseitigt werden. Probleme zu beschreiben reiche nicht aus, aber auch vielfach diskutierte Lösungen hätten negative Auswirkungen, die oft übersehen würden. Beispiel: Hinsichtlich der E-Mobilität spreche  niemand über das dazu notwendige Lithium und dessen umweltschädliche Gewinnung.

Das Grundübel sieht Prof. Lesch in der Tatsache, dass alles Wirtschaften und Handeln durch das Geld/Kapital bestimmt werde. Er belegt unsere Zeit daher mit dem Begriff des Kapitalozän. Um die Probleme zu lösen, bedürfe es grundlegender Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, um aus der fossilen eine nachhaltige Industriegesellschaft zu formen. Geld dürfe nicht mehr das entscheidende Regulativ sein, Rekommunalisierungen und die Bepreisung der Kohlendioxydbelastungen und andere Formen der Mobilität seien nach seiner Auffassung Ansatzpunkte für den Wandel. Lesch forderte aber auuch dazu auf, dass Naturwissenschaftlichler und die Vertreter der MINT- Fächer sich stärker gesellschaftlich engagieren.

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