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Exnovation als neue Innovationskultur

Michael Schmitz und Ann-Susann Eichelberger (Bild: Michael Schmitz und Ann-Susann Eichelberger)

In der Auftaktveranstaltung der interdisziplinären Ringvorlesung Entrepreneurship & Innovation in diesem Sommersemester stellten Michael Schmitz, Senior Partner und Ann-Susann Eichelberger, Consultant der Cassini Consulting AG das Thema Exnovation vor.

„Exnovation ist gleichzeitig ein Gegenstück und eine Bedingung für Innovation. Exnovation passiert nicht, das muss entschieden werden“, so Schmitz zu Beginn. Es geht bei Exnovation in erster Linie darum, eine Organisation zu schaffen, die loslassen kann, um neue Erfahrungen zu machen und somit eine nicht planbare, ungewisse Zukunft als Normalzustand wahrnimmt.

Eine Kultur, die Raum für Neues schafft

Anhand vieler Praxisbeispiele zeigte Michael Schmitz, dass das Aufgeben und Abschaffen von Produkten, Technologien oder Praktiken eine Chance für Unternehmen darstellt. Entfernte Schnittstellen bei Apple-Computern, verkaufte Geschäftsbereiche bei der Axel Springer SE und im politischen Bereich das Verbot von Einweg-Geschirr aus Kunststoff – Exnovation ist eine Kultur, die Raum für Neues schafft.

Eine nähere Betrachtung der Managementperspektive zeigte, dass Exnovation im Gegensatz zu Innovation, die vor allem außerhalb etablierter Strukturen stattfinde, aktiv durch das Topmanagement gestaltet werden kann. „Nur diejenigen, die sich rechtzeitig von Altem verabschieden, haben auch genügend Ressourcen für neue Produkte“, so Schmitz. Treffend lässt sich dieser Kern der Exnovation mit der Analogie der Gartenarbeit herausstellen: „Pflanzen wachsen von alleine, wenn man ihnen den notwendigen Raum gibt“.

Doch warum fällt es Unternehmen dann oft so schwer sich von Produkten und Technologien zu trennen? Neben der eingeschränkten Veränderungsfähigkeit der Menschen seien vor allem der Autopilot des Handels und natürliche Ängste verantwortlich, führte Ann-Susann Eichelberger aus. Genau diese Vorbehalte und Möglichkeiten des Change-Prozesses im Rahmen von Exnovationen wurden interaktiv aus verschiedenen Perspektiven und Rollen zusammengetragen und analysiert.

Der inspirierende Vortrag gibt viel Raum für weiterführende Gedanken. Die nächste Ringvorlesung findet am 11.5.2021 zum Thema „Wachstum, Pleite, Turnaround: Der Aufbau von resilienten Organisationen anhand von PIRATEx“ statt – Interessierte sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich hier an.

Organisiert wird die interdisziplinäre Ringvorlesung von Prof. Dr. Annette Blöcher, Prof. Ragna Seidler-de Alwis und Prof. Dr. Kai Thürbach mit Unterstützung des StartUpLab@TH Köln.

Über das StartUpLab@TH Köln 

Das StartUpLab@TH Köln ist der zentrale Ort für die Gründungsaktivitäten an der TH Köln. Es ist ein Treff- und Mittelpunkt über alle Fakultäten hinweg, an dem Hochschulangehörige physisch zusammenkommen. So entsteht ein offener Raum für Kreativität und Interdisziplinarität, ergänzt um vielfältige Angebote zur Entrepreneurship Education. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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Das Team des StartUpLab@TH Köln freut sich jederzeit über Anregungen und Vorschläge zu weiteren Veranstaltungen.

Mai 2021

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